In La Londe: Die neue Strandpromenade, ein 3,4-Millionen-Euro-Projekt
Die am 8. Juli eingeweihte neue Strandpromenade von La Londe-les-Maures entspricht einer Gesamtinvestition von 3,4 Millionen Euro.

Am 8. Juli weihte François de Canson, Bürgermeister von La Londe-les-Maures, die neu gestaltete Strandpromenade im Bereich Miramar ein, ein Projekt, das als ein „neuer Balkon zum Meer“ präsentiert wird.
„Mein Ziel ist es, die Stadt wieder mit ihrer Küste zu versöhnen, indem wir einen Durchgangsort in einen echten Lebensraum verwandeln und gleichzeitig die wirtschaftliche und touristische Attraktivität des Gebiets stärken“, kündigte das Ortsoberhaupt an.
Priorität für sanfte Mobilität
Im Zentrum dieser Neugestaltung steht eine neue Philosophie des öffentlichen Raums, die mit dem Modell des „reinen Autoverkehrs“ bricht. Die Gemeinde hat sich dafür entschieden, der sanften Mobilität und dem Flanieren wieder Priorität einzuräumen.
„Wir haben uns für das Flanieren anstelle der Geschwindigkeit entschieden. Wir haben uns für das Atmen anstelle der Überfüllung entschieden. Wir haben uns für einen lebendigen öffentlichen Raum anstelle eines einfachen Durchgangsortes entschieden“, erklärte der Bürgermeister.
Strukturierendes Projekt
Diese Verwandlung äußert sich in einer verbreiterten und verschönerten Promenade, neuen befestigten Wegen, der Schaffung eines Aussichtspunkts gegenüber dem Hafen und der Aufstellung zahlreicher Sitzgelegenheiten.
Der Umweltaspekt war ein Hauptaugenmerk, mit einer Bepflanzung, die darauf ausgelegt ist, Frischeinseln zu schaffen und die Artenvielfalt dank mediterraner Pflanzenarten zu fördern. Die öffentliche Beleuchtung wurde mit energieeffizienteren Anlagen komplett modernisiert.
„Man schützt dauerhaft nur das, was man zu betrachten gelernt hat“, betonte François de Canson, um den Willen zur Aufwertung des lokalen Naturerbes zusammenzufassen.
Ein wirtschaftlicher und touristischer Hebel
Über die Verbesserung des Lebensumfelds hinaus ist diese neue Strandpromenade als Hebel für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gedacht.
„Das Ziel ist es, einen qualitativ hochwertigen öffentlichen Raum zu schaffen, der die Besucher dazu anregt, ihren Aufenthalt zu verlängern und wiederzukommen, wodurch die Geschäfte, Restaurants und Aktivitäten des Hafens über die sommerliche Hochsaison hinaus unterstützt werden. Das Projekt umfasst neue Einrichtungen wie einen Wellnessbereich mit acht Fitnessgeräten und Fahrradstellplätze“, hob das Ortsoberhaupt hervor.
Der Bürgermeister betonte jedoch die Notwendigkeit, die Identität der Gemeinde zu bewahren: „Unser Ziel ist es, das zu bewahren, was unsere Identität ausmacht, und gleichzeitig unsere Gemeinde an die heutigen Erwartungen anzupassen. La Londe muss eine lebendige Stadt bleiben, im edelsten Sinne des Wortes volksnah, zugänglich und ihrem Charakter treu.“
Unterstützung durch die Region
Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf 3,4 Millionen Euro. Die Region Sud hat einen Beitrag von 748 400 € beigesteuert, was fast 22 % des Budgets entspricht. Der Staat beteiligte sich ebenfalls mit 100 000 € über das Programm des Fonds Vert. Die Gemeinde finanzierte mehr als 75 % des Projekts aus eigenen Mitteln.
„Das ist eine politische Entscheidung: die Entscheidung, unsere Investitionskraft für konkrete, nachhaltige und für alle nützliche Errungenschaften einzusetzen“, präzisierte François de Canson.
Er dankte anschließend allen am Projekt Beteiligten, von der Bauleitung (Agence Guillermin, Cabinet Merlin) über die Unternehmen (COLAS, SPADA TP, Sols Azur, etc.) bis hin zu den städtischen Dienststellen.
„Die schönsten öffentlichen Errungenschaften sind nicht unbedingt diejenigen, die ins Auge fallen. Es sind diejenigen, die am Ende so wirken, als wären sie schon immer da gewesen“, schloss der Bürgermeister von La Londe.



Fotos Isabelle BENOIT und Alain BLANCHOT.