06.08.2026
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Editorial

Der Personalchef hat gewählt, es ist Michel Barnier

Ausgabe Nr. 221 · Erschienen am 16. September 2024

Ein neuer Premier Ministre, eine alte Welt?

Mit Michel Barnier ist es also der Sieg der alten Welt, der die Macht in Matignon übernimmt. Diese Wahl markiert die Rückkehr der Parteipolitik und das Verschwinden der Zivilgesellschaft, die dennoch ihre Grenzen aufgezeigt hat.

Nach endlosen Stunden der Konsultation hat Emmanuel Macron mit einer mittelalterlichen Vision der Politik gebrochen. Das Ergebnis ist klar: Man nimmt dieselben und fängt von vorne an!

„Es ist historisch, die politische Kaste hat die Meisterleistung vollbracht, alle gegen sich zu vereinen“

Michel Barnier, ehemaliger Verhandlungsführer für den Brexit und ex-ministre, ersetzt Gabriel Attal in Matignon. Er würde Persönlichkeiten wie Laurent Wauquiez und den Senator Retailleau in seinem Gepäck mitbringen.

Große Herausforderungen warten auf die neue Regierung

Der neue Premier ministre kündigt Veränderungen und Brüche an. Er zeigt den Willen, mehr zu handeln als zu reden, was im Vergleich zu früheren Regierungen bereits eine Verbesserung darstellt.

Es ist notwendig, die Wahrheit über die Finanzschulden zu sagen, die Bruno Le Maire gut verheimlicht hatte. 90 % der Franzosen glauben, dass die politischen Parteien keine Lösung für ihre Probleme haben, eine Feststellung, die leider seit der Ära Hollande fortbesteht.

Ein politischer Saisonauftakt unter hoher Spannung

Ein überladener Kalender erwartet den neuen Premier ministre: Ernennung einer neuen Regierung, Misstrauensvotum, Budget. Die kommenden Wochen kündigen sich als sehr turbulent, ja sogar risikoreich an.

Szenarien lassen ein Steuerchaos für den Haushalt 2025 befürchten. Bruno Le Maire beharrt darauf, eine Verbindung zwischen der Verschuldung der lokalen Gebietskörperschaften und der von France herzustellen, was der Berichterstatter für den Haushalt nicht versteht.

Die Taktik des NFP zielt darauf ab, Macron zum Nachgeben zu bewegen, indem man ihm eine unerschütterliche Entschlossenheit vorgaukelt. Jean-Luc Mélenchon ruft dazu auf, die Jugend und die Arbeiterviertel für eine linke Politik zu mobilisieren.

Währenddessen versinkt Nouvelle-Calédonie im Chaos. Die Situation dort ist chaotischer denn je, geprägt von wirtschaftlichem Zusammenbruch, Unsicherheit und politischen Spannungen. Was kann die neue Regierung tun, um den Brand zu löschen?

Bernard Bertucco Van Damme