Gauthier Guillaumat an der Spitze der PHA Mistral
Kapitän zur See Gauthier Guillaumat hat das Kommando über den Hubschrauberträger Mistral als Nachfolger von Quentin Vieux-Rochas übernommen.

Der Marinestützpunkt Toulon war am 16. Juli Schauplatz eines wichtigen Führungswechsels innerhalb der französischen Flotte.
Vizeadmiral Pierre de Briançon, Chef des Stabes der Force d’Action Navale, hat den Kapitän zur See (CV) Gauthier Guillaumat als neuen Kommandanten des Hubschrauberträgers (PHA) Mistral eingeführt.
Er folgt auf Kapitän zur See (CV) Quentin Vieux-Rochas, der zwei Jahre lang an der Spitze des Schiffes stand.
Ein erfahrener Offizier am Steuer
Kapitän zur See Gauthier Guillaumat bringt eine reiche operative und strategische Erfahrung mit. Der in Paris geborene Offizier trat 2002 in die École navale ein. Seine Karriere führte ihn zunächst an Bord der leichten Tarnkappenfregatte La Fayette.
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Von 2007 bis 2019 diente er in den Einheiten der Fusiliers marins. Sein Werdegang führte ihn auch in die Rollen eines Ausbilders an der École d’application des officiers de Marine und eines Mitglieds der Expertengruppe für Tauchen und Unterwassereinsätze, was seine große Vielseitigkeit beweist.
Als Absolvent der École de Guerre diente er zwei Jahre lang im Kabinett des Chef d’État-major de la Marine (CEMM) als Redenschreiber – eine Schlüsselposition im Herzen strategischer Entscheidungen. Bevor er das Kommando über die Mistral übernahm, kommandierte der CV Gauthier Guillaumat von 2024 bis 2026 die Überwachungsfregatte Vendémiaire.
Strategische Einsätze
Das Kommando von CV Quentin Vieux-Rochas war besonders intensiv, geprägt von mehreren Auslandseinsätzen von langer Dauer und einer großen technischen Werftliegezeit.
Ende 2024 wurde die Mistral fast zwei Monate lang vor der libanesischen Küste eingesetzt, um bereit zu sein, französische Staatsbürger, deren Sicherheit durch den lokalen Konflikt bedroht war, mit sehr kurzer Vorwarnzeit zu evakuieren.
Von Ende Februar bis Mitte Juli 2025 leitete das Schiff dann die prestigeträchtige Mission Jeanne d’Arc. Dieser Einsatz im Atlantikraum führte die Besatzung und die Offiziersanwärter zu Zwischenstopps in symbolträchtigen Häfen wie Abidjan, Fortaleza, La Nouvelle-Orléans, New York, Reykjavik, Tromso und Copenhague.
Nach einer technischen Werftliegezeit Ende 2025 nahm die PHA Anfang 2026 erneut Kurs auf den Atlantik. Zwei Monate lang operierte sie im norwegischen Nordpolargebiet, um an den alliierten Übungen ORION und COLD RESPONSE teilzunehmen und so zur maritimen Sicherheit in einem hochgradig strategisch gewordenen Gebiet beizutragen.
Foto Marine nationale.