Ein Schatz des regionalen Erbes, den es zu bewahren gilt
Am 16. September nahm Renaud Muselier, président de la Région, an der Einweihung der restaurierten Kirchenfenster und der Sicherung der Stützmauer teil.

Die Grotte Sainte Marie-Madeleine ist ein Heiligtum, das das ganze Jahr über von Pilgern und Touristen stark besucht wird, insbesondere während der Pfingstwallfahrt, die 2021 vom président de la Région wiederbelebt wurde. Damit diese Hochburg des Christentums weiterhin erstrahlt, hat die Région seit 2021 fast 300 000 € mobilisiert, was insbesondere die Sicherung der Stätte und die Restaurierung ihrer Kirchenfenster ermöglichte.

DIE GROTTE SICHERN „Mit der Wiederbelebung der Wallfahrt ‚Sur les pas de Marie-Madeleine‘ wollten wir den herausragenden Stellenwert dieser heiligen Stätte wiederherstellen, indem wir den Weg dieser Frau nachzeichnen, die an der Seite Christi lebte und Zuflucht auf unserem Boden fand. Heute setzen wir unser Engagement für die Erhaltung dieses bedeutenden historischen und kulturellen Erbes, der Grotte Sainte Marie-Madeleine, fort. Damit diese Hochburg des Christentums weiterhin erstrahlt und Pilger sowie Touristen aus aller Welt dieses außergewöhnliche Kulturerbe genießen können, hat die Région Sud die Sicherung der Stätte und die Restaurierung ihrer außergewöhnlichen Kirchenfenster unterstützt“, freute sich Renaud Muselier, président de la Région.
Die Sicherung der Grotte Sainte Marie-Madeleine ist eine große biologische und archäologische Herausforderung. So haben die im Jahr 2021 durchgeführten Arbeiten zur Sicherung der Grottenstätte bestimmte Schäden an den Stützmauern des Kreuzwegs und des Eingangsportals der Grotte Sainte Marie-Madeleine ans Licht gebracht, die dringende Restaurierungsarbeiten erfordern. Die Untersuchungen im Vorfeld der Konsolidierungs- und Restaurierungsarbeiten an der Felswand und ihrer Umgebung führten unter anderem zur Entdeckung einer Fortpflanzungsstätte der Petit Rhinolophe, einer geschützten Art von gemeinschaftlichem Interesse, sowie potenziell mittelalterlicher Überreste der ehemaligen Herberge.
Umweltschonende Sicherungslösungen, die dieses kulturelle und natürliche Erbe respektieren, waren für die Erhaltung der Fortpflanzungsstätte und der archäologischen Überreste notwendig. Die Sicherungsarbeiten an der Stützmauer des Kreuzwegs begannen unter der Bauleitung des Parc naturel régional de la Sainte-Baume Anfang November 2023 und wurden Mitte Dezember 2023 abgeschlossen, was die Öffnung der Grotte für die Feiertage zum Jahresende im Einklang mit den Traditionen rund um diese außergewöhnliche Stätte ermöglichte. Die Région unterstützte diese Arbeiten mit über 155 000 €.

TECHNISCHE HERAUSFORDERUNG Die Restaurierung der Kirchenfenster der Grotte ist auch eine technische Herausforderung! Seit ihrer Erschaffung im Jahr 1983 haben sich die Kirchenfenster der Grotte Sainte Marie-Madeleine aufgrund der Witterungsbedingungen verschlechtert: Sickerwasser entlang der Wände, starker Wind, seltene Sonneneinstrahlung durch die Nordausrichtung, mangelnde Belüftung des Ortes – all dies sind schädliche Bedingungen für ihre Erhaltung. Die Restaurierungsarbeiten an den Fenstern, die diese besondere Umgebung und die denkmalpflegerischen Vorgaben berücksichtigen, wurden unter der Bauleitung der Gemeinde Plan d'Aups Sainte-Baume eingeleitet.
Die Région, einziger Finanzpartner dieser Restaurierung, unterstützte diese Arbeiten mit mehr als 56 000 €, was 80 % der Investitionen dieser Maßnahme entspricht. Um diese bemerkenswerte Grotte aufzuwerten, unterstützte die Région mit über 18 000 € die Association pour le Rayonnement de la Sainte-Baume, Nutzungsberechtigte der Grotte und Bauherrin für Instandhaltungsarbeiten, die Anpassung an elektrische Normen, die Sicherung der Becken sowie die Verlegung und den Schutz des Reliquiars von Marie-Madeleine.
Fotos Emmanuel TRIGO.