27.07.2026

Christophe Bizot, ein Champion im Dienste der anderen

Als Ikone des Boxsports ist Christophe Bizot, Gemeindepolizist in La Londe-les-Maures, in Versailles geboren und in dem Viertel aufgewachsen...

RGVon Rédaction Gazette du VarJournalist 28. Oktober 2024 Lesezeit: 4 Min.
Christophe Bizot, un champion tourné vers les autres
Christophe Bizot, un champion tourné vers les autres© La Gazette du Var
Teilen

Im Alter von 13 Jahren entdeckte er das französische Savate-Boxen, was den Beginn eines rasanten Aufstiegs markierte. „Ich habe mit 13 Jahren mit dem französischen Savate-Boxen angefangen und wurde Champion von Paris Ile-de-France und bester Stilist bis zu meinem 18. Lebensjahr“, erinnert sich Christophe. Sein Wechsel zum englischen Boxen, motiviert durch den Wunsch, seinen Stil und seine Technik zu verbessern, fesselte ihn unwiderruflich und lenkte ihn auf eine Karriere, die diesem anspruchsvollen Sport gewidmet ist.

ENTSCHLOSSENHEIT UND TALENT Für François de Canson, Bürgermeister von La Londe-les-Maures: „Christophe Bizot ist un Gemeindepolizist dévoué. Passionné de boxe, il est très investi dans le club de boxe local, où il partage son expertise et inspire les jeunes athlètes.

Christophe Bizot, un champion tourné vers les autres

Als ehemaliger französischer Schwergewichtsmeister im Profiboxen in den Jahren 1993, 1994 und 1995 war Christophe 1997 Vize-Europameister und internationaler Vize-Weltmeister. Seine beeindruckende Erfolgsbilanz zeugt von seiner Entschlossenheit und seinem Talent.

Neben dem Boxen und seiner Arbeit als Polizist widmet Christophe seine Zeit auch dem Dienst als freiwilliger Feuerwehrmann, was sein Engagement für den öffentlichen Dienst und den Schutz anderer zeigt.“ Tatsächlich sammelte er als Amateurboxer mit rund fünfzig Kämpfen zahlreiche Siege und errang mehrere Meistertitel von Paris und Île-de-France. Im Jahr 1991 machte er einen wichtigen Schritt, indem er Halbprofi wurde und das Turnier von Paris gewann.

Zwei Jahre später etablierte er sich als Profi und dominierte vier Jahre in Folge die französische Meisterschaft. „Französischer Meister zu sein, ist eine wunderbare Leistung, einer der schönsten Titel“, erzählt er mit spürbarem Stolz.

UNVERGESSLICHE MOMENTE Der Sportler vergisst nicht den entscheidenden Einfluss seines Trainers Antoine Farrugia. „Ein toller Coach, ein großer Mann, der es verstand, sein Team, seine Männer, seine Boxer zu vereinen. Er hat alles für diesen Sport gegeben“, erinnert er sich.

Dank Farrugia, der Begegnung mit den Brüdern Acariès und seiner Entschlossenheit wurde Christophe zweimal Vize-Europameister und Vize-Weltmeister im Schwergewicht.

Zu den prägendsten Momenten seiner Karriere zählt Christophe Bizot seinen ersten französischen Profi-Meistertitel, den er in Montigny-le-Bretonneux im Beisein seines Vaters, einer weiteren prägenden Figur in seinem Leben, gewann. „Es war eine riesige Freude für mich“, gesteht er sichtlich bewegt.

Christophe Bizot, un champion tourné vers les autres

Denn das Boxen spielte eine lokale und zentrale Rolle bei seinem persönlichen und beruflichen Erfolg. Aus schwierigen Verhältnissen stammend, gibt er zu, dass dieser Sport ihn aus seinem ursprünglichen Umfeld herausgeholt hat. „Ohne das Boxen wäre ich heute nicht da, wo ich bin“, gibt er demütig zu.

„Ich konnte einen Beruf erlernen.“ Dank der Disziplin und Strenge, die er in diesem Sport erworben hat, erlangte er sein Abitur und ein BTS (höheres Fachdiplom) im Sportstudium am INSEP.

Heute findet er als leidenschaftlicher Trainer ebenso viel Befriedigung darin, sein Wissen weiterzugeben, wie selbst im Ring zu stehen. EIN MODELL SOZIALEN ERFOLGS In Wirklichkeit verkörpert Christophe Bizot ein echtes Beispiel für sozialen Aufstieg. Nach einer Ausbildung zum Buchhalter und einer Zeit der Arbeitslosigkeit ließ er sich im Süden nieder, wo er im Sicherheitsbereich arbeitete, bevor er 2008 Gemeindepolizist in Bormes-les-Mimosas und später in La Londe-les-Maures wurde.

Neben seinen Aufgaben ist er freiwilliger Feuerwehrmann, Boxlehrer und Präsident des Clubs ESCAL (Étoile Sportive Culturelle Artistique Londais). „Wenn ich erzähle, was ich alles mache, fragen mich die Leute, wie ich überhaupt Zeit zum Leben habe“, scherzt er und gesteht, hyperaktiv zu sein.

Sein größtes Glück liegt jedoch in seiner Rolle als Großvater. „Dreifacher Großvater zu sein, ist eine Rolle, die mich über alles fasziniert“, gesteht er zärtlich.

Trotz der durch die Pandemie verursachten Herausforderungen freut er sich, dass der Club ESCAL in diesem Jahr wieder zum Leben erwacht.

Mit Begeisterung fährt er fort: „Ich habe viele Jugendliche und Lizenznehmer, die boxen möchten. Besonders beeindruckt bin ich vom Niveau der Boxerinnen, die ich trainiere.“ Er nennt insbesondere Aurlane, eine 14-jährige Boxerin, die durch ihr Talent und ihre Entschlossenheit beeindruckt.

BOXEN, SEINE LEIDENSCHAFT Optimistisch, was die Zukunft des Boxens in La Londe-les-Maures betrifft, betont Christophe Bizot die entscheidende Unterstützung durch den Bürgermeister François de Canson: „Er engagiert sich sehr für die Entwicklung des Sports und unterstützt uns enorm. Wir haben viele Projekte, um die Boxpraxis hier weiterzuentwickeln.“

„Ich bin zufrieden mit meinem Leben. Ich übe einen Beruf aus, der mir gefällt, gehe meiner Hauptleidenschaft, dem Boxen nach, das ich auch unterrichte, und bin von meinen Kindern und Enkelkindern umgeben.

Das Leben ist schön. Das Boxen hat mir zu einem erfolgreichen Leben verholfen, und dafür bin ich zutiefst dankbar“, schließt er.

Kurzum, das glänzende Beispiel für die Ausdauer, die Leidenschaft und den Erfolg eines Mannes, der sich den anderen zuwendet.

Fotos PRESSE AGENCE.