Das nukleare Angriffs-U-Boot Tourville in Toulon
Nach der Übergabe an die Marine nationale hat das nukleare Angriffs-U-Boot Tourville, das dritte der sechs U-Boote der Suffren-Klasse, Toulon erreicht.
Dies ist ein wichtiger Schritt bei der Überprüfung der militärischen Fähigkeiten (VCM) des dritten U-Bootes des Barracuda-Programms. Nach dem ersten Tauchgang vor Cherbourg im vergangenen Juli führten die staatlichen und industriellen Teams des Programms verschiedene Probefahrten auf See durch, um zunächst sicherzustellen, dass das U-Boot sicher navigiert, und anschließend seine technischen und operativen Leistungen zu testen.
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Die Tourville hat somit statische Tauchgänge absolviert, d. h. ein Tauchen ohne eigenen Antrieb, um einerseits das Auswiegen und die Stabilität des U-Bootes zu überprüfen und andererseits Sicherheitsprüfungen sowie Tests zur ordnungsgemäßen Funktion der verschiedenen Systeme durchzuführen. Sie führte auch Überwasserfahrten durch, um die Manövrierfähigkeit und Geschwindigkeit des U-Bootes zu testen, sowie Tauchversuche, um die Manövrierfähigkeit in verschiedenen Tauchtiefen sowie die Sicherheit und den Betrieb der Anlagen unter Wasser, einschließlich ihres Kernreaktors, zu überprüfen. Schließlich führte sie Tauchtests ihres Kampfsystems und der Kommunikationssysteme durch. Im Hinblick auf die Indienststellung im Laufe des Jahres 2025 wird das SNA eine Phase des langfristigen operativen Einsatzes beginnen, um alle operativen Fähigkeiten des in eine Seestreitkraft integrierten U-Bootes zu überprüfen. Konkret bleibt der Marinestützpunkt Toulon der Heimathafen des SNA Tourville, das sich den 4 anderen SNA anschließt, die von der Escadrille des sous-marins nucléaires d'attaque (ESNA) betrieben und eingesetzt werden. Als drittes U-Boot des Barracuda-Programms verkörpert es jedoch den Wendepunkt hin zum Modell „alles Suffren“. Somit verfügt die Marine nun über 3 SNA des Typs Barracuda (Suffren, Duguay-Trouin Tourville) und 2 SNA des Typs Rubis (Améthyste, Perle, wobei die Émeraude vor Kurzem Cherbourg zur Außerdienststellung erreicht hat). Seine Ankunft in Toulon am 27. November fiel mit dem Tag des U-Boot-Fahrers zusammen, der seit 2003 im Gedenken an die fünf U-Boote, darunter die Casabianca, eingerichtet wurde, die am 27. November 1942 nach dem Einmarsch der Truppen des Nazi-Regimes in die freie Zone aus dem Marinestützpunkt Toulon flohen.
U-BOOT-STREITKRÄFTE
Die französischen Marinekräfte bestehen aus 3.200 Seeleuten. Sie verfügen über 10 Atom-U-Boote, darunter 6 nukleare Angriffs-U-Boote (SNA) und 4 nukleare Raketen-U-Boote (SNLE). Jedes U-Boot ist mit 2 Besatzungen (Blau und Rot) besetzt, die sich an Bord abwechseln. Der Beruf des U-Boot-Fahrers ist ein außergewöhnlicher Beruf auf hohem Niveau, der täglich hohe Ansprüche und große Disziplin erfordert. Seit 1972 ist ständig mindestens ein SNLE auf See, um überall in den Meeren und Ozeanen der Welt die dauerhafte Präsenz der nuklearen Abschreckung auf See zu gewährleisten. Denn die SNA bilden eine wesentliche Komponente der französischen Streitkräfte. Sie sind sowohl Kampfschiffe als auch Machtinstrumente. Der Besitz von SNA verleiht der Marine nationale Fähigkeiten, die eine operative Wirksamkeit (in Bezug auf Ausdauer, Unauffälligkeit und Leistung) unterstützen. Im Einzelnen haben die SNA vier Hauptaufgaben, insbesondere die Unterstützung der nuklearen Abschreckung (insbesondere die Gebietsbereinigung beim Auslaufen der SNLE), den Schutz einer Flugzeugträgerkampfgruppe (bei Einsätzen des Flugzeugträgers), die Lageaufklärung und Antizipation sowie schließlich die Intervention (Tiefenschläge) oder den Einsatz von Spezialkräften.