Der préfet maritime legt den Fahrplan für das staatliche Handeln auf See für 2025 fest
Am 19. März fand in Toulon die conférence maritime régionale (CMR) der Mittelmeerküste statt.

Diese jährliche Konferenz unter dem Vorsitz des préfet maritime bringt die Vertreter der l’action de l’État en mer (AEM) zusammen, um deren Koordinierung zu verbessern, zu diskutieren und die Leitlinien im maritimen Bereich für das kommende Jahr festzulegen. Die conférence maritime régionale 2025, die vom contre-amiral Pierre Rialland, secrétaire général de la mer ad interim, eröffnet wurde, stand unter dem Vorsitz von vice-amiral d’escadre Christophe Lucas, préfet maritime de la Méditerranée. Sie brachte insbesondere die wichtigsten Dienste zusammen, die zur AEM en Méditerranée (1) beitragen, die Directions départementales des territoires et de la mer (DDTM) sowie deren délégués à la mer et aux littoraux (DML), die einen Teil ihrer Befugnisse unter der Autorität des préfet maritime ausüben. Nach einer Einführung durch den préfet maritime ermöglichte die CMR verschiedenen Rednern, die wichtigsten laufenden Projekte in einigen der vertretenen Verwaltungen anzusprechen. Nach einer Einführung in die von der préfecture maritime getragene öffentliche Umweltpolitik befasste sich das tribunal maritime de Marseille mit der strafrechtlichen Ahndung von Umweltvergehen im Zusammenhang mit der Politik zur Erhaltung der Posidonia-Wiesen. Diese Präsentation ermöglichte es den verschiedenen Akteuren, sich der Bemühungen bewusst zu werden, die unternommen wurden, um die Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen und den Justizbehörden zu stärken und eine strafrechtliche Reaktion im Einklang mit der Verwaltungspolizei zu gewährleisten. Die jüngsten Rechtsstreitigkeiten, bei denen der ökologische Schaden durch die Schädigung der Wiesen anerkannt wurde, veranschaulichen die Verwaltungen, die zur Wirksamkeit dieser öffentlichen Politik beitragen. Die von der Direction de projet éolien flottant en Méditerranée vorgestellten jüngsten Fortschritte beim Ausbau der schwimmenden Windkraft an der Küste belebten ebenfalls die Debatten. Die Berücksichtigung dieser neuen Nutzung in den maritimen Planungsarbeiten ist für den préfet maritime ebenso eine Priorität wie die Fragen der Sicherheit und des Schutzes in den Windparks. Die Präsentation des Erfahrungsberichts aus der an der Atlantikküste durchgeführten Übung bereicherte die Debatte. Das Thema der Seenotrettung wurde auch im Rahmen des Unfallgeschehens in der Küstenzone (6 Seemeilen) und insbesondere im 300-Meter-Streifen behandelt. Die Zahlen und die damit verbundenen Analysen konnten zwischen dem Système national d'observation de la sécurité des activités nautiques (SNOSAN), dem Samu de coordination médicale maritime Méditerranée (SCMM MED) und dem État-major interministériel de zone (EMIZ) Sud abgeglichen werden. Es wurden Lehren gezogen, um die Bearbeitungskette für Unfälle an der Küste effizienter zu gestalten und die nächste Sicherheitskampagne für den Wassersport und die Freizeitschifffahrt auszurichten. Im Anschluss an eine Präsentation des EMIZ Sud war eine Austauschrunde den regionalen Leitlinien zur Sicherheit von Jachthäfen und insbesondere der Bekämpfung des Schmuggels gewidmet. Im Bereich der Seepolizei erörterte das Département de recherches archéologiques subaquatiques et sous-marines (DRASSM) die geplanten regulatorischen Entwicklungen im Bereich des Schutzes von Kulturgütern, um Plünderungen wirksamer zu bekämpfen und den Schutz dieses wertvollen Erbes zu stärken. Am Ende der Konferenz stellte die préfecture maritime zwei aktuelle Dossiers vor, an denen ihre Dienste aktiv arbeiten. Im kommenden Frühjahr wird die Conférence des Nations-Unies sur l’océan (UNOC) in Nice ein Höhepunkt des Jahres 2025 sein. Um den reibungslosen Ablauf dieser Veranstaltung von internationaler Tragweite zu gewährleisten, wird es für den préfet maritime darauf ankommen, die Sicherheit und den Schutz auf See zu garantieren, indem er die Nutzungen in der Bucht von Nice regelt und ein umfassendes dispositif particulier de sûreté maritime (DPSM) koordiniert. Am 26. März organisierte die préfecture maritime vor Menton (06) eine maritime ORSEC-Übung für einen Flugzeugabsturz auf See, SAMAR MED 25. Es wurde beschlossen, diese jährliche Übung in diesem Jahr in die Vorbereitungsphase der UNOC aufzunehmen und die préfecture des Alpes-Maritimes sowie das Principauté de Monaco einzubeziehen, die privilegierte Partner während der UNOC sind. Abschließend erinnerte der préfet maritime an die Notwendigkeit, die Arbeit zu entgrenzen, um an Kohärenz, Effizienz und Vereinfachung zu gewinnen. Er legte die folgenden Leitlinien für das Jahr 2025 fest.
Anwesend waren:

Der procureur général près la cour d’appel d’Aix-en-Provence, die procureurs de la République près les tribunaux judiciaires de Marseille et Toulon, der président du tribunal administratif de Toulon, die Secrétariats généraux aux affaires régionales (SGAR), die Directions régionales de l’environnement, de l’aménagement et du logement (DREAL), das Office français de la biodiversité (OFB), die Agence de l’eau Rhône, Méditerranée, Corse (AERMC), die Parcs nationaux de Port-Cros et des Calanques.

Die zuvor genannten wichtigsten Dienste, die zur AEM en Méditerranée (1) beitragen, sind: Marine nationale, Gendarmerie maritime, Gendarmerie nationale, Affaires maritimes, Douane, Sécurité civile, Police aux frontières, Département des recherches archéologiques subaquatiques et sousmarines, SNSM.
Fotos Marine nationale.