Die Dronisierung des maritimen Raums im Mittelpunkt der Debatten
Am 12. Juni in Toulon, in Vertretung von Renaud Muselier, äußerte sich François de Canson, Vizepräsident für wirtschaftliche Entwicklung, Attraktivität...

Dieses Treffen hat sich mittlerweile als nationaler Höhepunkt der strategischen Reflexion über die maritime Verteidigungsindustrie etabliert, in einer Zeit, in der das Meer wieder zu einem Raum von Spannungen, Projektionen, aber auch von Innovation und Souveränität wird. Toulon, die Admiralsstadt, ist die maritime Hauptstadt von France. Ihr Territorium gehört nicht nur der Marine nationale.
Es ist auch ein in Europa einzigartiges Ökosystem für die maritime Verteidigung, das Schlüsselakteure der maritimen Verteidigungsindustrie vereint. Kurz gesagt, die ideale Stadt, um die strategischen Herausforderungen und technologischen Innovationen (Bordrobotik, kognitive Kriegsführung, Cybersicherheit und strategische Daten) im Kontext wachsender maritimer Spannungen zu diskutieren.

NAVAL GROUP in LA LONDE „Es ist daher kein Zufall, dass dieser Tag hier stattfindet, mit einem besonderen Fokus auf die Dronisierung des maritimen Raums. Drohnen sind nicht mehr nur eine technologische Ergänzung. Sie sind entscheidend für die operative Überlegenheit.
Sie ermöglichen Langzeitüberwachung, Tarnkappenaufklärung, defensive Sättigung, gezielte Interventionen und verteilte Abschreckung. Wer diese Technologie nicht beherrscht, verurteilt sich selbst dazu, passiv zu bleiben“, betonte François de Canson, Vizepräsident der Région.

Seit 2019 hat die Région Sud einen integrierten Drohnensektor für Luft, Land und Meer strukturiert, der auf einem dichten industriellen Netz, drei Clustern (SAFE, Mer Méditerranée, Aktantis) und einer Logik der Erprobung unter realen Bedingungen basiert. So entwickelt Naval Group ihr Drohnenprogramm in La Londe-les-Maures. Tatsächlich zeichnet sich die Zukunft des ehemaligen Standorts von Naval Group ab, der 1993 aufgegeben wurde.
Seit vergangenem Mai wird die 3.000-seitige Umweltakte des Reindustrialisierungsprojekts von der mission régionale d'autorisation environnementale geprüft. Wenn die Genehmigung erteilt wird, sollen die Arbeiten nach einer öffentlichen Untersuchung Anfang 2026 beginnen, damit der Standort Ende 2027 tatsächlich bezogen werden kann. Zudem baut IFREMER ein Exzellenzzentrum für die Tiefsee und einen Industriestiftungslehrstuhl für Drohnen-KI auf.

PLAN SUD DÉFENSE „Mit einem Plan für Künstliche Intelligenz (KI), der mit 70 Millionen € ausgestattet ist, will die Région die führende europäische Region für eingebettete künstliche Intelligenz werden. Cybersicherheit ist ebenfalls ein vorrangiger Bereich mit Initiativen wie dem CSIRT-Regionalzentrum Urgence Cyber und Projekten wie Move2Digital. Im Juni hat die Région einen Plan Sud Défense verabschiedet, der die Strategie zur Unterstützung der industriellen und technologischen Verteidigungsbasis langfristig verankert.
Dieser Plan stärkt duale Projekte, kritische Sektoren, Talente und Kooperationen. Wir wollen diese Transformation nicht nur mitmachen: Wir wollen ihr vorausgehen“, bestätigte François de Canson.
Souveränität beweist sich, Verteidigung baut sich auf, und das Meer wird durch die Präzision von Sensoren, die Geschwindigkeit von Übertragungen und eingebettete Intelligenz beherrscht. „Und das deckt sich auch mit dem, was wir vor wenigen Tagen in Nice auf der UNOC, der großen Conférence des Nations Unies sur l'Océan, vor der Welt vertreten haben. Wir haben dort eine einfache Sache bekräftigt: Es kann keinen blauen Wandel ohne maritime Sicherheit geben.
Es kann keine nachhaltige maritime Wirtschaft ohne technologische Souveränität über den Meeresboden, die Kabel, die Ströme und die Daten geben. Das Meer zu schützen, ist kein ökologischer Luxus. Es ist ein geopolitisches, wirtschaftliches und militärisches Gebot.
Und hier wird dieses neue Gleichgewicht aufgebaut. Und es kann keine maritime Sicherheit ohne eine langfristige strategische Vision für das Méditerranée geben“, schloss der Bürgermeister von La Londe-les-Maures.
• Fotos Philippe OLIVIER In Anwesenheit von: VAE Christophe LUCAS, préfet Maritime pour la Méditerranée, Hervé STASSINOS, Vizepräsident für wirtschaftliche Entwicklung von TPM und Regionalrat, Laurent MOSER, Präsident des Pôle Mer Méditerranée, IGA Olivier LECOINTE (Direction Générale de l'Armement), zuständig für die industriellen Ausrichtungen im Service Intelligence Économique et Affaires Industrielles.

Fotos Philippe OLIVIER.