François de Canson: „Les Bormettes, ein auf Innovation ausgerichteter Standort“
Am 23. Juni stellte François de Canson bei einer Versammlung das Projekt zur Reindustrialisierung von Les Bormettes mit der Naval Group vor.

Bei dieser Gelegenheit betonte der Bürgermeister eine Dynamik der Innovation, die die Geschichte und das Gebiet respektiert: „Es ist ein Schaufenster der Exzellenz auf Augenhöhe des Menschen. 550 direkte Arbeitsplätze. 60 % Grünflächen. Schlichte Gebäude. Eine sanfte Integration in den Standort. Ein auf Innovation ausgerichteter Standort, der jedoch in unserer Geschichte verankert ist.“

An der Seite des Bürgermeisters waren zahlreiche Redner anwesend: Mandatsträger, Vertreter des Staates, Experten und Projektpartner, um die Fragen der Öffentlichkeit zu beantworten und Licht in die technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu bringen. INDUSTRIEGESCHICHTE Zur Eröffnung erinnerte das Stadtoberhaupt an die Bedeutung dieses Gebiets: „Orte, die nicht nur Landschaften sind, sondern Wurzeln. Orte, an denen sich das Gedächtnis der Menschen mit der Geografie verbindet.
Orte, an denen jeder Stein, jeder Pfad, jedes Gebäude etwas Größeres erzählt als sich selbst. La Londe gehört dazu. Sie ist nicht nur die Stadt, die ich seit fast zwanzig Jahren verwalte.
Sie ist die Stadt meiner Kindheit, die Stadt meines Lebens, die Stadt meiner Kinder. Dieses Gebiet ist meines. Ich liebe es, ich beschütze es, ich entwickle es.
Und in zwanzig Jahren hat La Londe noch nie so sehr gestrahlt.“
Anschließend zeichnete er die Industriegeschichte von Les Bormettes nach und hob das Gleichgewicht zwischen Landwirtschaft, Industrie und Tourismus hervor, das die lokale Identität geprägt hat: „Alles beginnt im Jahr 1881. Victor Roux entdeckt ein Blei- und Zinkvorkommen in L'Argentière. Im Jahr 1885 wird die Société des Mines des Bormettes gegründet.
Die Minen florieren. Eine Eisenbahnlinie wird gebaut. Eine Gießerei lässt sich nieder.
Das Unternehmen Schneider übernimmt den Staffelstab. Eine Rüstungsfabrik siedelt sich an. Ein Konstruktionsbüro lässt sich nieder.
Hier werden Teile für die Marine nationale hergestellt. Und drumherum wird eine beispielhafte Arbeitersiedlung der Côte d'Azur errichtet. 103 Häuschen, 11 Villen, eine Schule, ein Gemeindesaal, eine Genossenschaft, öffentliche Duschen, eine Bar, eine Sporthalle.
Ein Viertel, das für das Leben gedacht ist. Für die Würde. Für die Familien.
Les Bormettes war kein Viertel. Es war ein Versprechen. Eine Art zu produzieren, zu leben, weiterzugeben.
Wie viele Familien haben ihr Schicksal im Schatten der Maschinen geschrieben gesehen? Wie viele Geschichten begannen in diesen Gassen? Wie viele Leben kreuzten sich zwischen der Fabriksirene und dem Schulhof?
Es war eine Welt für sich, aber voll und ganz londaise.
Eine Welt aus Solidarität, Arbeit und Stolz. Und diese Welt haben wir nicht vergessen.“


ABLEHNUNG VON IMMOBILIENSPEKULATION Der Bürgermeister erinnerte auch an die lange Zeit der Vernachlässigung des Standorts: „Dreißig Jahre Schweigen. Dreißig Jahre besprühte Mauern. Dreißig Jahre Vergessen.
Auch das war nicht tolerierbar!“ Mit Entschlossenheit bekräftigte er seine Ablehnung von Immobilienspekulationen und seine Verbundenheit mit dem kollektiven Gedächtnis: „Niemals habe ich dem einfachen Weg nachgegeben. Niemals habe ich akzeptiert, dass man diese Erinnerung in eine Postkarte für Bauträger verwandelt.
Ich habe Nein zu Marinas gesagt. Nein zur Spekulation. Nein zu Immobilien.
Aber auch Nein zum Vergessen. Wie oft wurden mir falsche Projekte unterstellt? Doch die Fakten liegen auf dem Tisch: Nichts wurde gebaut.
Nichts.
Weil ich standhaft geblieben bin. Weil ich nie verraten habe. Der einzige Weg, den ich nie ausgeschlossen habe, ist der der Reindustrialisierung. Aber nicht irgendeine. Eine Reindustrialisierung, die dem entspricht, was wir sind. Eine anspruchsvolle, nützliche, menschliche Reindustrialisierung. Und heute öffnet sich uns dieser Weg.
Dieser Standort gehört Naval Group. Es ist kein kommunales Grundstück. Und in unserer heutigen Welt, in der sich Spannungen verschärfen, Konflikte wieder aufflammen, Bedrohungen näher rücken, ist es lebenswichtig, unsere Souveränität wiederzuerlangen.“
Die Rückkehr von Naval Group ist Teil eines Plan Urbain Partenarial im Wert von 16 Millionen €, der darauf abzielt, die Straßen zu modernisieren, die Kläranlage anzupassen, einen öffentlichen Landschaftspark anzulegen, die Strandpromenade neu zu gestalten und öffentliche Einrichtungen zu modernisieren. „Bereits ab September werden 3,5 Millionen das Viertel vor den Überschwemmungen des Carrubier schützen: Die Schutzmauer wird wieder aufgenommen und bis zur Schule Antoine Bussone verlängert, ein Sicherheitsüberlauf wird geschaffen, der Kanal von Carrubier wird bis zum Meer erneuert und die Fußgängerbrücke des Küstenpfads wird wieder aufgebaut“, kündigte François de Canson an.
Fotos Alain BLANCHOT.