„Der hochintensive Krieg ist keine rein akademische Hypothese mehr“
Toulon ist der Hafen der Geschwader, der Aufbrüche, der Wachen vor dem Sturm.

Es ist auch der Hafen der Jugend, des Wissens und der Innovation. Die Méditerranée ist gewissermaßen das Theater der Welt und das Gewissen der Geschichte. Für François de Canson: „Die Méditerranée ist nicht nur ein Meer. Sie ist eine Wunde und ein Versprechen. Eine Wunde, weil sie die Spuren von Kriegen, Exil, Schiffbrüchen und religiösen Spaltungen in sich trägt. Ein Versprechen, weil sie die Geburtsstätte der drei Monotheismen war und im Herzen der Völker den Gedanken bewahrt, dass der Mensch niemals zum Hass verdammt ist. Dieses sowohl fleischliche als auch geistige Meer hat Kreuze und Halbmonde, Segel und Galeeren, Waffen und Evangelien vorbeiziehen sehen. Sie war die Wiege der Zivilisationen und Dogmen, der Reiche und Philosophien. Und deshalb ist sie mehr als ein geografischer Raum, sie ist ein moralischer Raum, in dem die Menschheit noch immer über ihr Schicksal nachdenkt“.
EIN NIE GESICHERTER FRIEDE

Heute konzentriert die Méditerranée alle Brüche der modernen Welt. Doch sie bleibt auch jener Ort des fragilen Gleichgewichts, an dem Glaube, Vernunft und Erinnerung immer noch versuchen, miteinander zu sprechen. Für den Vizepräsidenten der Région: „Der hochintensive Krieg ist keine rein akademische Hypothese mehr. Er ist nach Europe zurückgekehrt, um die Welt daran zu erinnern, dass Frieden niemals selbstverständlich ist und dass Freiheit jeden Tag verteidigt werden muss. Geiseln warten in der Stille, Familien hoffen, Kinder sehen die Welt zusammenbrechen, noch bevor sie sie verstanden haben. Freie Völker dürfen nicht naiv sein: Die Welt gehört denen, die wachsam sind. Und wachsam sein bedeutet in erster Linie, die moralische Verwirrung abzulehnen. Wachsam sein ist mehr als schützen: Es bedeutet standzuhalten (...). Mitgefühl ist das Gewissen der Welt, wenn sie ins Wanken gerät. Es erinnert uns daran, was wir verteidigen: die Menschenwürde, die Gerechtigkeit, die Freiheit“. General de Gaulle hatte es gesagt: „France ist nur sie selbst, wenn sie in der ersten Reihe der Kämpfe für die Freiheit der Welt steht“. Dieser Satz hat nichts von seiner Wahrheit verloren.
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