Jean-Baptiste Quinon hat das Erbe von „Cap Favière“ angetreten
Nach einer kurzen, besorgniserregenden Ruhephase erwacht der Gewerbeverein „Cap Favière“ dank eines neuen Teams unter der Leitung von… zu neuem Leben.

Es hat nicht viel gefehlt, und das Viertel Favière, das wirtschaftliche und touristische Herz von Bormes-les-Mimosas, hätte einen seiner wichtigsten Motoren verloren. Nach zwei Generalversammlungen unter Hochspannung und einer vorübergehenden Auflösung des Vorstands fand der Verein „Cap Favière“ am 2. Oktober schließlich zu neuem Atem. „Eine Erleichterung für die Anwohner und lokalen Akteure, die befürchteten, dass sich dieses lebendige Viertel außerhalb der Saison in eine reine Schlafsiedlung verwandeln würde“, erklärt der Präsident. So übernahm Jean-Baptiste Quinon die Präsidentschaft von „Cap Favière“ als Nachfolger von Mathieu Demangel. Unterstützt wird er bei dieser Aufgabe von Anne-Lise Tessier als Vizepräsidentin, Cédrik Blocka als Schatzmeister und Aurore Garde de Lattre als Sekretärin. Dieses neue Team, das ehrenamtliches Engagement mit professioneller Unterstützung für die Logistik verbindet, will das Niveau der Veranstaltungen beibehalten, das die Besonderheit des Viertels ausmacht.
EHRENAMT AM ENDE SEINER KRÄFTE

Um die Tragweite dieser Übergabe zu verstehen, muss man einen Blick auf die Bilanz der vorherigen Amtszeit werfen. „Sechs Jahre lang haben Mathieu Demangel und seine Frau Mélissa, bekannte Persönlichkeiten des „Petit Casino“, den Verein mit aller Kraft getragen. Mit 69 Mitgliedern bei 96 erfassten Geschäften war die Vertretung stark und die Finanzergebnisse gesund. Unter ihrem Impuls pulsierte die Favière im Rhythmus von Super-Lottos, Flohmärkten und Jahrmärkten, die von dem lokalen Maskottchen belebt wurden“, erinnert Jean-Baptiste Quinon. Der Höhepunkt dieses Engagements bleibt zweifellos die Ausgabe 2025, die durch eine große Premiere mit der Teilnahme eines Festwagens des Vereins am berühmten Corso fleuri geprägt war. Eine Initiative, die von Erfolg gekrönt war, da „Cap Favière“ bei dieser symbolträchtigen Veranstaltung, die den Frühling ankündigt, den Preis der Stadt erhielt. Doch hinter diesen Erfolgen, die von Bürgermeister François Arizzi, der bei der Statutenversammlung anwesend war, gewürdigt wurden, machte sich Müdigkeit breit. Das Ehepaar Demangel zog die bittere Bilanz einer mangelnden Beteiligung vieler Mitglieder, von denen einige „leichter kritisierten als selbst anzupacken“. Angesichts dieses Drucks und des Wunsches, sich zurückzuziehen, trat der gesamte Vorstand zurück. Da es keine unmittelbaren Kandidaten gab, sah sich der Verein am 5. September gezwungen, seine Aktivitäten vorübergehend einzustellen.
NEUE METHODE

Die Leere war von kurzer Dauer. Im Bewusstsein, dass der Handel die Stille scheut, weigerten sich mehrere Mitglieder des alten Vorstands, die Arme sinken zu lassen. Am 2. Oktober wurde unter dem Vorsitz von Mathieu Demangel eine neue Generalversammlung einberufen. Die Reaktivierung der Struktur ging mit einer bedeutenden strategischen Veränderung einher. Um der Last der Aufgaben entgegenzuwirken, die das vorherige Team bezwungen hatte, stellte die neue Führung eine Bedingung. Sie erwirkte die Unterzeichnung eines Unterauftragsvertrags mit einer jungen Event-Agentur. Diese übernimmt fortan die administrative Verwaltung und die Behördengänge, im Einvernehmen mit dem stellvertretenden Bürgermeister Michel Gonzalez, der ebenfalls anwesend war, um diesen Übergang zu unterstützen. Ein konkreter Beweis dafür, dass die wirtschaftliche Vitalität des Viertels eine absolute Priorität bleibt und den sozialen Zusammenhalt weit über die Sommersaison hinaus sichert. •
Francine MARIE (Text und Fotos).