Malerische Reise mit Robert Semelle
Die Galerie Horace Vernet zeigte vom 10. bis 22. März eine Ausstellung des Malers Robert Semelle: „Promenade picturale Méditerranée Porte...“

Diese Ausstellung präsentierte eine Auswahl seiner Ölgemälde auf Leinwand, inspiriert von sechs emblematischen Städten der Region: La Londe-les-Maures, Bormes-les-Mimosas, Le Lavandou, Pierrefeu du Var, Collobrières und Cuers.
Zur Bereicherung dieser Kollektion präsentiert Robert Semelle auch Gemälde von seinen Reisen durch Monténégro, Italie, Espagne sowie Landschaften aus Drôme und Vaucluse.

AUTODIDAKT Der aus Blois stammende Maler begann seine künstlerische Karriere 1966 in der Nähe des château de Chambord. Ein Bildhauer für historische Monumente ermutigte ihn, zwischen 1968 und 1970 zum ersten Mal im château de Blois auszustellen. „Ich habe die richtigen Menschen zur richtigen Zeit getroffen, und das habe ich meiner Heimatstadt zu verdanken“, gesteht er.
Im Alter von 22 Jahren ließ sich Robert Semelle als Postangestellter in Paris nieder – ein Weg, der seiner Meinung nach seinen künstlerischen Werdegang geprägt hat: „Wenn ich nicht Briefträger gewesen wäre, wäre ich nie Maler geworden“, gesteht er. Als Autodidakt hielt er seine Erfahrungen in Heften und Fotoalben fest, in denen er seine Ausstellungen, Begegnungen und Kreationen dokumentierte.
Robert Semelle stellte Anfang der 1970er Jahre im Grand Palais aus und ließ sich 1983 in La Londe-les-Maures nieder.
Seine Vorliebe für die Malerei wurde durch ein Geschenk seiner Mutter geweckt: einen Malkasten von Lefranc et Bourgeois. Zu seinen Einflüssen zählen die Impressionisten und Salvador Dali, deren Einfluss in seinen farbenfrohen, mit Öl und Spachtel geschaffenen Werken spürbar ist.
„Ich verwende einen sehr spitzen Spachtel. Der Besucher muss in das Werk eindringen und darin spazieren gehen können“, präzisiert er.
Jedes Gemälde der Ausstellung ist von einem Kommentar begleitet, der es den Besuchern ermöglicht, in das Herz des Werks einzutauchen. Robert Semelle möchte, dass sein Publikum in seinen Kreationen „spazieren gehen“ kann – eine Einladung, seine Landschaften und Emotionen zu erkunden.
Als Preisträger mehrerer Auszeichnungen bereichert Robert Semelle die Kunstlandschaft weiterhin mit seiner einzigartigen Vision und seinen lebendigen.
Laurette PARAY. Foto Alain BLANCHOT.