Bertrand Carletti: „Die Gräben überwinden, um die Lavandourains zu vereinen“
Vor einer im Festsaal des Rathauses versammelten Menge legte Bertrand Carletti die Bürgermeisterschärpe an und beendete die 31-jährige Amtszeit von...

Die vom neuen Stadtoberhaupt angeführte Liste „Énergies Lavandouraines“ gewann die Wahl mit 53,52 % der Stimmen und erhielt damit 24 Sitze im Gemeinderat. Der feierliche Moment der Amtseinführung war von großer Emotion geprägt, als die Alterspräsidentin des Rates, Marie-France Coste, dem Bürgermeister die dreifarbige Schärpe überreichte. In seiner ersten Rede dankte Bertrand Carletti, ein Kind der Region, seinen Mitstreitern, den Dienststellenleitern und den Gemeindebeschäftigten sowie seinen Angehörigen für ihre unerschütterliche Unterstützung. Er fand auch Worte der Anerkennung für seinen Vorgänger Gil Bernardi, mit dem es zahlreiche politische Auseinandersetzungen gegeben hatte. „Wir haben jahrelang die Klingen gekreuzt, aber an diesem Tag denke ich an sein Engagement und erkenne die Arbeit an, die er 31 Jahre lang geleistet hat“, erklärte er in einer Geste der Beschwichtigung und des republikanischen Respekts.
TAG DER ZUSAMMENKUNFT

Bertrand Carletti bekräftigte seinen Wunsch, dass dieser Tag „ein Tag der Zusammenkunft, ein Tag der Gemeinsamkeit“ sein solle, und stellte die Leitlinien seines Projekts für Le Lavandou vor. „Heute geht es darum, alle Gräben zu überwinden. Wir müssen uns vereinen, damit das uns anvertraute Mandat die Umsetzung des Projekts von ‚Énergies Lavandouraines‘ ermöglicht“, betonte er und bezeichnete sein Programm als „ambitioniert, mutig und strukturierend“. Um dies zu erreichen, kündigte der neue Bürgermeister die Einrichtung einer bürgernahen Demokratie an. Es werden Stadtteilausschüsse eingerichtet, um die spezifischen Bedürfnisse jedes Sektors der Gemeinde zu erfassen. Dieser partizipative Ansatz zielt darauf ab, die Einwohner in Entscheidungen über künftige strukturierende Maßnahmen und Großinvestitionen einzubeziehen, wodurch Transparenz und eine kollektive Zustimmung zu den kommunalen Projekten gewährleistet werden. Die Opposition ist durch sechs Abgeordnete vertreten. Die Liste „Regain“, die 39,57 % der Stimmen erhielt, bekommt fünf Sitze. Nicolas Cool von der Liste „Un avenir partagé“ besetzt den letzten Sitz. Durch die Stimme von Nathalie Janet drückte die Minderheit ihren Wunsch nach einer „echten kollektiven Arbeit“ und einer aktiven Mitarbeit in den verschiedenen Kommissionen aus und schlug zudem die Unterstützung des Départements für lokale Projekte vor. Die Zeremonie endete mit der Vorstellung und Übergabe der Schärpen an die acht neuen Beigeordneten, die zusammen mit Bertrand Carletti die Stadtregierung bilden: Pascaline Amigues (1. Beigeordnete), François Bonifacio (2. Beigeordneter), Joan Bertaudon (3. Beigeordneter), Julien Mancardi (4. Beigeordneter), Dalila Boulkhenafet (5. Beigeordnete), Geoffroy Farnocchia (6. Beigeordneter), Dominique Marmier (7. Beigeordneter) und Olivier Dardenne (8. Beigeordneter).
Francine MARIE (Text und Foto).