Eine gemeinsame Pflicht des Gedenkens
Am 26. März fand eine feierliche Gedenkzeremonie zum 64. Jahrestag der tragischen Schießerei in der rue d'Isly statt.

Die Stadt gedachte des 64. Jahrestages der Schießerei in der rue d'Isly, die sich am 26. März 1962 in Alger ereignete. Diese jährliche Ehrung, die auf Initiative des Vereins « Nous autres à La Londe » organisiert wurde, fand vor der Stele der Vermissten in Algérie statt und brachte Vertreter von Gedenkvereinen und gewählte Amtsträger im Geiste des Gedenkens und des Respekts zusammen. Die Zeremonie begann mit einem historischen Rückblick auf die Ereignisse, der vom Vereinsvorsitzenden, M. Trédici, vorgetragen wurde. Er erinnerte an den Kontext dieses tragischen Tages, an dem unbewaffnete zivile Demonstranten, die gegen die Abriegelung des Viertels Bab El Oued protestierten, ins Visier von Schüssen der französischen Armee gerieten, was Dutzende von Toten und zahlreiche Verletzte forderte. Die Feierlichkeit des Augenblicks wurde durch die Anwesenheit der Flagge des Souvenir Français und des Wimpels der Commandos d'Afrique verstärkt, die Symbole für das Engagement und das Opfer der Kämpfer sind. Dieser Moment bot die Gelegenheit, die Bedeutung hervorzuheben, dieses Drama am Ende des Krieges in Algérie nicht zu vergessen und allen unschuldigen Opfern Tribut zu zollen. Das Gedenken wurde mit der Kranzniederlegung am Fuße der Stele fortgesetzt. Die Gemeinde, gefolgt vom Verein der flamme du Souvenir, erwies so mit Blumengestecken ihre Reverenz und brachte den Respekt der Gemeinschaft und der patriotischen Verbände gegenüber den Vermissten zum Ausdruck. Nach einer von allen Anwesenden eingehaltenen Schweigeminute erklang « La Marseillaise », gefolgt von « Le Chant des Africains ». Diese Hymnen, die von den Teilnehmern im Chor gesungen wurden, schlossen die Zeremonie in einer Atmosphäre tiefer Ergriffenheit und Brüderlichkeit ab und bekräftigten den Willen, die Erinnerung an diese schmerzhaften Ereignisse zu bewahren und an künftige Generationen weiterzugeben.

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