Lidl hat die Karte des lokalen Konsums neu gezeichnet
Der von den Einwohnern lang erwartete Supermarkt ist Teil einer Modernisierungsstrategie für das Einkaufsangebot einer Stadt, die jeden Sommer...

Am 15. Oktober 2025 hat dieser Supermarkt seine Pforten geöffnet. Das am Kreisverkehr der Poste gelegene Geschäft war über mehrere Monate hinweg Gegenstand einer Großbaustelle. Die Arbeiten zeigten den Willen der Marke, ihr LOF-Konzept (Lidl of the Future) zu integrieren, das auf natürliches Licht, die Verwendung nachhaltiger Materialien und eine gesteigerte Energieeffizienz setzt.
Die Baustelle betraf nicht nur die Struktur des Gebäudes, eines ehemaligen Casino-Supermarkts. Ein Augenmerk wurde auf die Landschaftsgestaltung und die Barrierefreiheit gelegt. Mit einem Parkplatz von 105 Stellplätzen, darunter für Elektrofahrzeuge reservierte Plätze sowie Infrastrukturen für Radfahrer, hat der Standort seine Umweltauswirkungen begrenzt und gleichzeitig den Verkehr im Umfeld einer im Sommer überlasteten Verkehrsachse verflüssigt.
Über Jahrzehnte hinweg wurde die Landschaft des Lebensmitteleinzelhandels von zwei historischen Akteuren dominiert: Intermarché (im Gewerbegebiet gelegen) und Auchan (ehemals Casino). Die Ankunft von Lidl hat diese Dualität in ein kommerzielles Triptychon verwandelt. Dieses Dreierduell bietet den Verbrauchern nun eine Vielfalt, wie sie selbst bezeugen: „Die Marke gehört zu den besten in Frankreich.
Man findet dort viele Eigenmarkenprodukte, die andere Supermärkte nicht haben, das ist also sehr zufriedenstellend“. Eine Kundin fügt hinzu: „Es hat vielen Einwohnern ermöglicht, einen Arbeitsplatz zu finden, aber auch ihre Einkäufe zu erschwinglicheren Preisen als in anderen Geschäften zu erledigen“.

Sicherlich behalten Intermarché und Auchan ihre Besonderheiten (traditionelle Metzgereien, erweitertes Sortiment) bei, aber Lidl etabliert sich dank seiner Positionierung als Qualitätsdiscounter als Alternative. Indem die Marke zum dritten Supermarkt der Stadt wird, gewinnt sie eine Kundschaft, die zuvor nach Hyères oder noch weiter reisen musste, um die Produkte der deutschen Marke zu finden.
Der Kundenandrang im Geschäft folgt der demografischen Kurve der Stadt mit zwei sehr unterschiedlichen Frequenzrhythmen. Einerseits die lokale Kundschaft (Winter und Nebensaison). So verzeichnet das Geschäft Aktivitätsspitzen am Ende des Tages (von 17:00 bis 20:30 Uhr) und am Samstagmorgen.
Und andererseits die touristische Kundschaft (Juli und August), wenn der Supermarkt auf Hochtouren läuft. Durch die Nähe zu Stränden und Campingplätzen wird die Besucherquote auf über 150 % im Vergleich zum Jahresdurchschnitt geschätzt. Die Zeitfenster am Morgen, direkt ab der Öffnung um 8:30 Uhr, sind besonders ausgelastet.
Die Marke passte ihre Belegschaft an und stellte bereits zur Eröffnung rund fünfzehn vielseitige Mitarbeiter ein, um diesem ständigen Strom gerecht zu werden.
Für Kunden, die Warteschlangen vermeiden möchten, bleiben die Zeiten der Mittagspause (13:00 bis 15:00 Uhr) oder die Wochenmitte die ruhigsten Momente. Durch die Ergänzung des bestehenden Angebots hat das Geschäft lokale Arbeitsplätze geschaffen, die Kaufkraft der Einwohner gestärkt und gleichzeitig die Bedürfnisse der Urlauber erfüllt.
Es ist also eine gewonnene Wette für die Marke, die damit ihre Verankerung im Var bestätigt.
Sam FELLAH (Text und Foto).