Région Sud bekräftigt Ambition mit einem 100 % grünen Budget
Am 3. Juni zog die Région Sud auf der 3. regionalen COP Bilanz ihrer Ökologiepolitik und bekräftigte ihre Ambitionen.

In einem von starken Budgetzwängen und geopolitischen Unsicherheiten geprägten Kontext hat die Région ihre dritte regionale Conférence des Parties (COP) einberufen.
In Anwesenheit des Ministers für ökologischen Wandel und zahlreicher Akteure der Region bekräftigte die regionale Exekutive ihren Willen, den ökologischen Wandel fortzusetzen und zu beschleunigen, und positionierte sich als ein Hauptakteur der ökologischen Planung in France.
„Die Région wird ein Pol der Stabilität, der Verantwortung und des Handelns bleiben“, betonte François de Canson zur Eröffnung der Sitzung.
Diese vor zwei Jahren an der Seite von Minister Christophe Béchu ins Leben gerufene Initiative führte am 11. Dezember 2024 zu einem von fast 500 Teilnehmern beschlossenen Transformationsplan, der sich in 16 Roadmaps gliedert.
Ein Jahrzehnt des Engagements und konkreter Ergebnisse
Die Umweltpolitik der Région ist nicht neu. Bereits 2017 wurde ein erster Plan Climat gemeinsam mit Kommunen, Industrie, Unternehmen und Verbänden ausgearbeitet.
Das ursprüngliche Ziel war es, die Région zur ersten Region in Europe zu machen, die die Accords de Paris vollständig einhält.
„Dieses Engagement schlug sich in einem wachsenden Anteil des Regionalbudgets für die Umwelt nieder, der unter dem Banner der Strategie „COP d’Avance“ von 20 % (d. h. 370 Millionen € im Jahr 2018) auf heute 40 % stieg.“
Die Bilanz weist signifikante Ergebnisse in fünf Schlüsselbereichen auf. Was die Luftqualität betrifft, wurde in den Alpes kein Belastungsspitzenwert verzeichnet, und die Elektrifizierung der Fähren in Marseille („Escale Zéro Fumée“) ermöglichte eine Reduzierung der Schadstoffemissionen um 25 %.
Für das Meer sind 100 % der Jachthäfen an der Initiative „Ports Propres“ beteiligt. An Land wurden in drei Jahren drei Millionen Bäume gepflanzt, die verbrannten Flächen seit 2017 halbiert und 37 % des landwirtschaftlichen Bodens ökologisch bewirtschaftet.
Der Energiesektor verzeichnete die Installation des ersten Pilot-Offshore-Windparks vor Port-Saint-Louis-du-Rhône und eine Steigerung der Photovoltaikleistung um 45 %.
„Schließlich ist das Recycling von Haushaltsabfällen in drei Jahren um 10 % gestiegen“, fügte François de Canson hinzu.
Ein 100 % grünes Budget, eine Premiere in Europe
Seit dem 16. Dezember 2023 hat die Région mit der Verabschiedung des ersten 100 % grünen Budgets in Europe einen entscheidenden Schritt getan. Jeder investierte Euro unterliegt nun strengen Umweltkriterien, die auf internationalen Standards basieren, um einen direkten Beitrag zum ökologischen Wandel zu gewährleisten.
„Diese Ambition wird durch solide Governance-Instrumente wie das Parlement de la Mer, das Comité régional de l’énergie oder auch die AGORA de l’eau gesteuert. Als am 14. November 2022 zur Pilotregion für ökologische Planung ernannte Region hat sich Provence-Alpes-Côte d’Azur als nationales Labor etabliert. Die Anerkennung dieser Maßnahmen ist auch international, mit dem Beitritt zum R20-Netzwerk, einem Abkommen mit Costa Rica und einer Partnerschaft mit der UNESCO“, führte er weiter aus.
Perspektiven 2026
Der Bürgermeister von La Londe-les-Maures fügte hinzu: „Das Jahr 2025 war geprägt von der Ratifizierung der Übergangsabkommen durch 122 regionale Akteure und der Beschleunigung mehrerer Pläne (Solar, schwimmende Windkraft, Wiederverwendung von Abwasser). Für 2026 sind strukturierende Projekte geplant, wie die Umleitung des étang de Berre zum Schutz des Ökosystems und zur Sicherung der Bewässerung der plaine de la Crau sowie die Gründung des zehnten Parc naturel régional des Maures–Estérel–Tanneron. Ein Schatten liegt jedoch auf diesen Aussichten mit dem Rückzug des Eissportzentrums von Nice für die Jeux Olympiques d’hiver de 2030, was von der Région als dramatische Konsequenz bezeichnet wurde.“
Dabei ist von mehr als 300 Millionen € an verlorenen Investitionen und geschätzten wirtschaftlichen Auswirkungen von 550 Millionen € die Rede, die der lokalen Wirtschaft nicht zugutekommen werden.
Der regionale Vizepräsident betonte schließlich die Bedeutung der kollektiven Mobilisierung und nannte als Beispiel die Aktion „Nettoyons le Sud“, bei der 25.000 Bürger zusammenkamen, um mehr als 100 Tonnen Abfall zu sammeln.
„Um das Tempo zu erhöhen, wird die staatliche Finanzierung über den Fonds Vert und die ADEME als unerlässlich angesehen. Diese Maßnahme entsprach im Jahr 2023 einem Budget von 160 Millionen € für die Région, aber die Beträge sind rückläufig (138 Millionen € im Jahr 2024, 75 Millionen € im Jahr 2025 und 64 Millionen € für 2026 geplant). Diese Mittel haben es ermöglicht, Großprojekte wie die Sanierung des Lycée Félix Esclangon in Manosque (5 Mio. €), die energetische Renovierung der Cité mixte Charles de Gaulle in Apt (7 Mio. €) oder die Erprobung einer Fahrgemeinschaftslinie zwischen Toulon und Cuers (1 Mio. €) zu realisieren. Die Région will an der Seite aller lokalen Partner der Akteur des letzten Kilometers bleiben, um die gesetzten Ziele zu erreichen“, schloss François de Canson.


Fotos Région Sud.