Kapitän zur See Olivier Brossollet übernimmt das Kommando über die Dixmude
Kapitän zur See Olivier Brossollet hat das Kommando über den Hubschrauberträger Dixmude als Nachfolger von Jocelyn Delrieu übernommen.

Am 16. Juli fand in Toulon eine militärische Zeremonie zur Kommandoübergabe des amphibischen Hubschrauberträgers (PHA) Dixmude statt.
Vizeadmiral Pierre de Briançon, Chef des Stabes der Force d’Action Navale, hat Kapitän zur See (CV) Olivier Brossollet als neuen Kommandanten des Schiffes in Nachfolge von Kapitän zur See (CV) Jocelyn Delrieu eingeführt.
Ein Kommandant aus den Spezialkräften
Olivier Brossollet, der das Steuer der Dixmude übernimmt, ist ein Offizier mit einem prestigeträchtigen Werdegang. Nach seinem Eintritt in die École navale im Jahr 2001 spezialisierte er sich im Bereich "Marineschutzkräfte und Kommando" und diente in den Kommandos Trépel und Hubert, mit denen er mehrfach im Einsatz war.
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Im Laufe seiner Karriere war er stellvertretender Kommandant und anschließend Kommandant des Kommando Hubert. Seine Expertise ist international anerkannt, insbesondere nach einer zweijährigen Verwendung in einer Kommandoeinheit der US Navy (Navy SEAL Team 4).
Er verfügt über eine solide Erfahrung im Bereich der Überwasserkräfte, da er auf der Fregatte Aconit und als stellvertretender Kommandant für Operationen des PHA Mistral während der Mission Jeanne d’Arc 2022 gedient hat. Vor seiner neuen Verwendung kommandierte er seit Juli 2022 die Fregatte Courbet und war seit Januar 2024 Chef des Stabes für amphibische Operationen innerhalb der amphibischen schnellen Eingreiftruppe (French Strike Force).
Kapitän zur See Brossollet ist Offizier der Légion d’Honneur und Träger mehrerer Auszeichnungen. Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern.
Eine bemerkenswerte operative Bilanz
Unter der Führung von Kapitän zur See Jocelyn Delrieu war die Besatzung der Dixmude von März 2024 bis Juli 2026 auf zahlreichen Einsatzgebieten gefordert. Das Schiff zeichnete sich durch die Teilnahme an hochintensiven Übungen wie MARE APERTO 24 und CATAMARAN 25 aus und stellte damit seine hohe Einsatzbereitschaft unter Beweis.
In diesem Zeitraum absolvierte der PHA drei größere Einsätze. Die Mission CORYMBE 24.5 führte ihn in den Golf von Guinea, gefolgt von der Mission CANOPUS 25 rund um den europäischen Kontinent. Der Höhepunkt war die Mission Jeanne d’Arc 26, die durch fünf Monate kontinuierliche Manöver zwischen dem Indischen Ozean und dem Westatlantik geprägt war.
Insgesamt verzeichnete die Besatzung 362 Tage auf See, legte mehr als 60.000 Seemeilen (ca. 111.000 Kilometer) zurück und absolvierte 26 Hafenanläufe im Rahmen von Kooperationen und Repräsentationen.
Parallel zu seinen operativen Missionen setzte die Dixmude ihre Modernisierung fort, indem sie Innovationsprojekte wie Drohnen oder ferngesteuerte Munition integrierte und ihre Selbstverteidigungsfähigkeiten stärkte.
Das Schiff spielte auch eine wichtige institutionelle Rolle, indem es an den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der Landung in der Provence teilnahm, den CHANCOM 2025 ausrichtete, bei dem die Chefs der Generalstäbe der europäischen Marineeinheiten zusammenkamen, und das 400-jährige Bestehen der Marine in Mayotte und Saint-Pierre-et-Miquelon feierte.
Foto Marine nationale.