27.07.2026
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Verkäufe ziehen wieder an, aber der Mietsektor leidet

Nach einer turbulenten Phase erholt sich der Immobilienmarkt im Var mit steigenden Verkäufen, trotz eines weiterhin kritischen Mietangebots.

DRVon Die RedaktionJournalist 25. März 2026 Lesezeit: 3 Min.
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Nach einer turbulenten Phase erholt sich der Immobilienmarkt im Var mit steigenden Verkäufen, trotz eines weiterhin kritischen Mietangebots. Die Chambre de l'Immobilier FNAIM du Var zog bei ihrer Pressekonferenz zum Saisonauftakt eine gemischte, aber hoffnungsvolle Bilanz. Unter dem vielsagenden Titel „Immobilien, Wohnungsbau: Von der Krise zum Nichts“ analysierten die Branchenexperten die Zahlen des Jahres 2025 und skizzierten die Perspektiven für 2026. Während der Transaktionsmarkt unbestreitbar wieder an Kraft gewinnt, bleibt der Mietsektor das Sorgenkind des Wohnungsmarktes, was das soziale und wirtschaftliche Gleichgewicht der Region gefährdet.

AUFSCHWUNG DER TRANSAKTIONEN

Das Jahr 2025 markierte das Ende des freien Falls bei den Verkaufszahlen. Auf nationaler Ebene beobachtet die FNAIM einen Anstieg der Verkäufe von Bestandsimmobilien um 11 % auf 940.000 Verträge. Diese Dynamik spiegelt sich perfekt in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur wider, wo 89.222 Verkäufe abgeschlossen wurden (+11 %). Im Var zeigt sich der Markt mit 22.818 registrierten Verkäufen im Laufe des Jahres bemerkenswert widerstandsfähig. Toulon schneidet mit 3.100 Transaktionen (davon 2.682 Wohnungen) gut ab und weist einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 3.422 € auf. Insgesamt bleiben Immobilien im Var eine sichere Anlage: Der Durchschnittspreis im Département liegt bei 4.293 €/m², was einem Zuwachs von 2,7 % innerhalb eines Jahres und von mehr als 18 % innerhalb von fünf Jahren entspricht. Im Gegensatz zu anderen französischen Regionen blieb ein Preiseinbruch aus.

BESSERE FINANZIERUNGSBEDINGUNGEN

Diese Erholung wird durch eine spürbare Verbesserung der Finanzierungsbedingungen unterstützt. Nachdem die Kreditzinsen Ende 2023 bei über 4 % ihren Höchststand erreicht hatten, haben sie eine heilsame Talfahrt angetreten und lagen im November 2025 im Durchschnitt bei 3,12 %. „Privatpersonen leihen sich mittlerweile Geld zu einem niedrigeren Zinssatz als der Staat“, stellt der Verband fest. Direkte Folge: Die Immobilienkaufkraft der Haushalte stabilisiert sich, was die Freigabe zahlreicher bisher eingefrorener Immobilienprojekte ermöglicht. Während der Transaktionsmarkt lächelt, zieht der Mietmarkt eine Grimasse. Die Feststellung der FNAIM du Var ist unmissverständlich: „Von der Krise zum Nichts“. Die Mietnachfrage bleibt im Département angesichts eines strukturell unzureichenden Angebots extrem hoch. Die Durchschnittsmiete im Var erreicht 14,5 €/m², was einem Anstieg von 1,5 % innerhalb eines Jahres entspricht. Die Fachleute weisen auf die regulatorischen Auflagen hin, insbesondere die DPE (Diagnostic de Performance Énergétique), die viele Immobilien vom Markt verdrängt haben. Ein Hoffnungsschimmer zeigt sich jedoch mit der Überarbeitung des Koeffizienten zur Benachteiligung von Elektroheizungen zum 1. Januar 2026, einer pragmatischen Maßnahme, die es bestimmten Wohnungen ermöglichen dürfte, den Status einer „thermischen Bruchbude“ zu verlassen. Die FNAIM erwartet viel vom „statut du bailleur privé“ (Jeanbrun-Regelung), um das Vertrauen der Investoren wiederherzustellen.

DER VAR, EIN GUTER SCHÜLER

Bei der sensiblen Frage der energetischen Sanierungsfälle profitiert das Département von seinem milden Klima. Während die Energieklassen F und G in Zentralfrankreich oder in Paris einen großen Teil des Bestands ausmachen (über 60 % energetische Sanierungsfälle), steht die Küste des Var deutlich besser da. In La Seyne-sur-Mer beispielsweise machen die als F und G eingestuften Wohnungen nur 3,1 % bzw. 1,3 % des bestehenden Bestands aus. In Hyères liegen diese Zahlen noch niedriger (3,6 % für F und 0,9 % für G). Diese lokale Realität relativiert die Auswirkungen von Vermietungsverboten, auch wenn die Renovierung eine große Herausforderung für Eigentümergemeinschaften bleibt, die oft durch die schleppende Auszahlung von MaPrimeRénov gebremst werden. Ein weiterer Grund zur Freude: die Ferienvermietung. Das Jahr 2025 war positiv, und der Var bestätigte seine Attraktivität dank seiner „Sonnengarantie“, die an anderen Reisezielen fehlte. Während der Juli verhalten begann, war die Nachsaison hervorragend. Die Nachfrage nach Villen lässt nicht nach, während der Wohnungsmarkt leicht stagniert. Für 2026 bleiben die Aussichten optimistisch, wobei die FNAIM die wachsende Rolle der Immobilienagenturen betont, um den Eigentümern eine sichere Verwaltung angesichts einer immer komplexeren Gesetzgebung zu garantieren, insbesondere mit dem jüngsten Gesetz Le Meur zur Regulierung von touristischen Mietunterkünften.

HINWEIS...

Photos Philippe OLIVIER.