Yoyo Maeght, eine außergewöhnliche Begegnung zwischen Kunst und Solidarität
Die Galeristin Yoyo Maeght hielt einen Vortrag im Musée du Niel, der ihre Familiengeschichte mit solidarischem Engagement verband.

Im Rahmen seiner Ausstellung mit dem Titel « L'abstraction est une couleur » organisierte das Musée du Niel eine exklusive Begegnung mit einer bedeutenden Persönlichkeit der Kunstwelt, Yoyo Maeght. Als Galeristin, Verlegerin und Kuratorin, die 2025 zur Chevalière im Ordre des Arts et des Lettres ernannt wurde, führt sie ein prestigeträchtiges Familienerbe fort.
Als Enkelin des berühmten Verlegers und Mäzens Aimé Maeght, dem Gründer der Fondation Marguerite et Aimé Maeght in Saint-Paul-de-Vence, teilte sie an diesem einzigartigen Abend ihre Leidenschaft und ihr Fachwissen.
Ein Abend im Zeichen der Philanthropie
Ihr Vortrag bezog sich auf die aktuelle Ausstellung des Museums. Sie blickte auf die erste Ausstellung der Galerie Maeght im Jahr 1946 zurück, die den provokanten Titel « Le Noir est une couleur » trug.
Als Autorin des Bestsellers « La Saga Maeght » bot sie dem Publikum einen intimen Einblick in die Geschichte der modernen und zeitgenössischen Kunst, geprägt von jahrzehntelanger Erfahrung und dem ungebrochenen Willen, Kultur in all ihren Formen zu fördern. Diese Begegnung hob auch das sommerliche Kunstprogramm hervor, das von Caroline und Xavier Deleval im Château de Gaou-Bénat initiiert wurde.
Dieses kulturelle Ereignis stand im Zeichen der Großzügigkeit, mit der Unterstützung der Fondation UNINGO unter der Leitung von Caroline Deleval. Diese Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen und Verbände zu vereinen, um die Wirkung ihrer solidarischen Aktionen zu optimieren, indem sie gemeinnützigen Organisationen hilft, ihr Unterstützernetzwerk effizienter zu verwalten und auszubauen.
Der Abend war insbesondere dem Hôpital Renée Sabran gewidmet, das seit 2024 Partner des Musée du Niel ist, und bekräftigte die starke Verbindung zwischen der Kulturinstitution und den lokalen Akteuren im Gesundheits- und Sozialbereich.
Das solidarische Engagement des Abends konkretisierte sich durch die Spende aller Einnahmen des Vortrags an den Verein Roue libre. Dieser 2005 gegründete und ebenfalls auf der Halbinsel Giens ansässige Verein setzt sich für die soziale Integration von Menschen mit Behinderungen durch Sport ein, unabhängig davon, ob sie im Krankenhaus liegen oder nicht.
Dank einer breiten Palette an angepassten Geräten bietet Roue libre das ganze Jahr über zahlreiche Disziplinen an, wie Handiski im Winter, Kajak und sitzendes Paddle im Sommer, sowie Rollstuhlbasketball, Handbike und den Fauteuil Tout Terrain (FTT), und bietet so Möglichkeiten zur Flucht aus dem Alltag und zur Selbstüberwindung.
Ein reiches Sommerprogramm
Darüber hinaus enthüllte Yoyo Maeght ein reichhaltiges Sommerprogramm mit Ausstellungen und Vorträgen im Var, in Marseille und im Vaucluse. Der Höhepunkt war eine Doppelvernissage im Château de Bénat in Bormes-les-Mimosas, die den Auftakt zu einer Kultursaison an der Côte d’Azur und darüber hinaus mit einer Reihe von Begegnungen und Ausstellungen markierte.
Die Feierlichkeiten begannen am 26. Juni mit der Vernissage der Ausstellungen von Stefan Szczesny und FENX im Château de Bénat. Stefan Szczesny, eine bedeutende Figur der internationalen Kunstszene, präsentierte seine solaren Skulpturen, die im Dialog mit der mediterranen Natur stehen, während FENX aus der urbanen Kultur seine einzigartige Bildwelt zwischen Figuration und Abstraktion enthüllte.
Dieser Abend fand zugunsten der Fondation Uningo statt. Die gesamten Einnahmen aus den Eintrittsgeldern (15 € pro Person) sowie 20 % der Verkäufe der ausgestellten Werke wurden an die Stiftung gespendet.
Die Ausstellung von Stefan Szczesny läuft noch bis zum 23. August. Schließlich begrüßte das Château de Bénat diesen Sommer mehrere Künstler in Residenz und die Ausstellung von Jean-François Conta (11.–18. August). Weitere Veranstaltungen in der Region sind geplant, darunter die Ausstellung von Stefan Szczesny im Château de Brégançon bis zum 1. September.



Fotos Philippe OLIVIER.