27.07.2026

Notre-Dame-de-Paris, der Glasfensterstreit (1935-1965)

Für Notre-Dame de Paris wurden Künstler und Glasmaler, darunter Daniel Buren mit der Manufaktur Vincent-Petit de Troyes, ausgewählt...

RGVon Rédaction Gazette du VarJournalist 18. Februar 2025 Lesezeit: 2 Min.
Notre-Dame-de-Paris, la querelle des vitraux (1935-1965)
Notre-Dame-de-Paris, la querelle des vitraux (1935-1965)© La Gazette du Var
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STREIT Dieses von Emmanuel Macron initiierte und vom Erzbischof von Paris, Mgr Laurent Ulrich, unterstützte Projekt, das figurativ sein soll und den Baum von Jessé als roten Faden hat, erhielt eine ablehnende Stellungnahme der Commission nationale du patrimoine et de l'architecture.

Notre-Dame-de-Paris, la querelle des vitraux (1935-1965)

Cette situation, qui rappelle l'ancienne querelle des vitraux (1935-1965), a amené La Cité du Vitrail, site culturel du département de l’Aube, à faire une exposition sur la querelle, longtemps oubliée, qui opposa « Anciens » et « Modernes » entre 1935 et 1965, autour de l’intégration de vitraux contemporains dans la nef de Notre- Dame, pour remplacer ceux jugés trop ternes, les « grisailles incolores » d’Eugène Viollet Le Duc. Cette querelle méritait d’être présentée au plus large public, tant pour la qualité des œuvres qui en avaient été l’enjeu que pour l’actualité de ses débats. La création contemporaine a-t-elle sa place dans les monuments historiques ? Le journal « L'Époque » titrait en 1938 : « Non ! De grâce pas de vitraux modernes à Notre-Dame » ! « Les détracteurs, moins nombreux virulents, manque d'harmonie de l'ensemble. Pour eux, les vitraux modernes doivent être réservés aux églises contemporaines. Ils craignent aussi de voir déraisonnée contemporaines les souligne Marie Hélène Dider, commissaire générale.

Notre-Dame-de-Paris, la querelle des vitraux (1935-1965)

In der Tat verbietet die internationale Charta über Denkmäler, die sogenannte Charta von Venise, im Prinzip den Ersatz bestehender Werke durch neue Schöpfungen. Diese Situation, die an den alten Glasfensterstreit (1935-1965) erinnert, hat La Cité du Vitrail, eine Kulturstätte des Départements Aube, dazu veranlasst, eine Ausstellung über den lange vergessenen Streit zu zeigen, der zwischen 1935 und 1965 „Alte“ und „Moderne“ um die Integration zeitgenössischer Glasfenster in das Schiff von Notre-Dame entzweite, um die als zu trüb empfundenen, farblosen Grisaillen von Eugène Viollet Le Duc zu ersetzen.

Dieser Streit verdiente es, einem breiteren Publikum präsentiert zu werden, sowohl wegen der Qualität der Werke, um die es ging, als auch wegen der Aktualität seiner Debatten. „L'Époque“ titelte 1938: „Nein! Um Himmels willen keine modernen Glasfenster in Notre-Dame“! Die Kritiker, weniger zahlreich, aber vehementer, bemängeln den Mangel an Harmonie des Ganzen.

„Für sie müssen moderne Glasfenster zeitgenössischen Kirchen vorbehalten bleiben. Sie befürchten auch eine unvernünftige Verbreitung zeitgenössischer Werke in alten Gebäuden“, betont Marie Hélène Dider, Generalkommissarin. HEFTIGKEIT DER DEBATTEN La Cité du Vitrail und die Erhaltung der historischen Denkmäler der DRAC haben sich zusammengeschlossen, um die noch erhaltenen Glasfenster restaurieren und erforschen zu lassen, die von der Geschichte und teilweise vom Brand im Jahr 2019 verschont geblieben sind, der die Kathedrale, in der sie gelagert waren, verwüstete.

Rund fünfzehn dieser monumentalen Glasfenster aus den 1930er Jahren sind bis zum kommenden März in einer Kapelle ausgestellt, in der das natürliche Licht ihre leuchtenden Farben zur Geltung bringt. An ihrer Seite erinnern Modelle, Skizzen, gemalte Kartons und Archivdokumente (Pläne, Fotografien, Zeitungsartikel...) an die Heftigkeit der Debatten, die sich bis 1965 hinzogen.

„Es ist einer der ersten Meilensteine in der Debatte über die Integration zeitgenössischer Kunstwerke in ein altes Gebäude.

Er hat eine sehr große Zahl von Akteuren des Denkmalschutzes mobilisiert“, erklärt Julia Boyon, Kuratorin der Ausstellung. Damals rief das von 12 Glasmalern – den renommiertesten ihrer Generation – getragene Projekt heftige Vorbehalte hervor, die zu einer echten Meinungsverschiedenheit führten. Den Befürwortern eines unumstößlichen Respekts vor dem alten Erbe, das niemand jemals erreichen könne, standen die Verfechter einer Erneuerung der sakralen Kunst durch zeitgenössisches Schaffen gegenüber.

Obwohl dieser künstlerische Entwurf, der durch zahlreiche Kehrtwenden erschüttert wurde, nie das Licht der Welt erblickte, zeugen mehrere Glasfenster sowie zahlreiche Archivdokumente noch heute von dieser Angelegenheit, die fast dreißig Jahre lang die Welt des Denkmalschutzes und die öffentliche Meinung in Atem hielt.

Die Besucher können so im Laufe der Ausstellungsräume die großen Etappen des Streits, seine ästhetischen und historischen Herausforderungen sowie die erhalten gebliebenen Glasfenster und Archive entdecken.

Notre-Dame-de-Paris, la querelle des vitraux (1935-1965)

Bernard BERTUCCO VAN DAMME, Sonderkorrespondent in Troyes.