Die Stadt als Botschafterin der Organspende
Zusammen mit Dr. Odile Derues und Barbara Charlot von der Krankenhauskoordination für Organ- und Gewebespende der...

Die feierliche Unterzeichnung fand im Beisein von Marie Souche statt, die das Kollektiv Greffe+ vertritt. „Ich bin sehr stolz darauf, die Stadt in diesen Kampf eingebunden zu haben, der uns alle betrifft: für das Leben zu kämpfen. Das eigene und das der anderen.
Alle Spender, alle Empfänger“, erklärte Yves Palmieri nach der Unterzeichnung. ALLE SPENDER! Mit der Unterzeichnung dieser Partnerschaft verpflichtet sich die Stadt, der Organspende durch verschiedene Mittel mehr Sichtbarkeit zu verleihen.

Das Aufstellen eines Schildes am Stadteingang ist der erste Schritt. Ideen für Ausstellungen und Konferenzen werden demnächst umgesetzt. „Die Stadt wird damit zur sechsten im Var, die Botschafterin der Organspende wird.
In France gibt es bis heute 750 Botschafterstädte“, freute sich das Stadtoberhaupt. „Die Organspende ist ein Akt der Solidarität, der jedes Jahr Tausende von Leben rettet. Deshalb sind wir in France und wie in vielen anderen Ländern alle mutmaßliche Spender, es sei denn natürlich, man ist dagegen.
Ein Spender kann bis zu 7 Leben retten! Wir alle können eines Tages ein Transplantat benötigen, weil wir alle betroffen sind. Unabhängig von Alter, Gesundheitszustand oder Religion können wir alle spenden, vorausgesetzt, wir sprechen darüber!

Denken Sie also daran, Ihre Angehörigen daran zu erinnern, dass Sie Spender sind!“, betonte Dr. Odile Derues. Die Medizinerin fügte hinzu: „Wenn eine Person im Krankenhaus unter spezifischen medizinischen Bedingungen stirbt, die eine Organspende ermöglichen, vergewissern sich die Ärzte immer bei den Angehörigen, dass der Verstorbene zu Lebzeiten nicht dagegen war.
Es ist daher unerlässlich, sein Umfeld daran zu erinnern, dass man Organspender ist. Ganz gleich wie, das Wichtigste ist, es zu sagen, damit die Angehörigen wissen, woran sie sind.“ VORURTEILE „42 % der Franzosen glauben, dass es eine Altersgrenze für Organ- und Gewebespender gibt, obwohl die seltenen Kontraindikationen für eine Entnahme ausschließlich medizinischer Natur sind.
„In Wirklichkeit kann jeder, der im Krankenhaus stirbt, Gewebe- oder Organspender sein, je nach den Umständen des Todes“, präzisierte Marie Souche, die das Kollektiv Greffe+ vertritt, weiter. Obwohl die gerechte Verteilung der Transplantate durch die Agence de la biomédecine nach ausschließlich medizinischen Kriterien garantiert wird, haben nur 6 von 10 Franzosen das Gefühl, dass die Organspende allen Bevölkerungsgruppen gleichermaßen zugutekommt. „So glaubt jeder zweite Franzose, dass die Organ- und Gewebeentnahme nicht mit religiösen Bestattungsriten vereinbar ist, obwohl die Organspende von den drei in France praktizierten Hauptmonotheismen erlaubt und gefördert wird und die Entnahme eine Bestattung nach den jeweiligen Traditionen nicht verhindert“, erinnerte Barbara Charlot, die koordinierende Krankenschwester, welche die Krankenhauskoordination für Organspende vertritt.
• Fotos PRESSE AGENCE. HINWEIS... EINIGE KENNZAHLEN ZUR ORGANSPENDE: • Zum 1. Januar 2024 standen 21 866 Patienten auf der nationalen Warteliste für eine Transplantation, alle Organe zusammengenommen; • Im Jahr 2023 konnten in France 5 634 Transplantationen zugunsten der wartenden Patienten durchgeführt werden; • Täglich sterben 2 bis 3 Personen mangels Organen; • 80 % der Franzosen befürworten die Spende ihrer eigenen Organe nach ihrem Tod; • Die Ablehnungsquote lag 2023 bei 36,1 %, da Angehörige mangels Kenntnis der Haltung des Verstorbenen im Zweifel lieber eine Ablehnung äußern; • Tatsächlich hat weniger als jeder zweite Franzose darüber gesprochen; • 93 % halten es für wichtig, dass ihre Angehörigen ihre Haltung zur Organ- und Gewebespende kennen; • 18 % der Franzosen erkennen das grüne Band als Symbol für die Organ- und Gewebespende.
Fotos PRESSE AGENCE.