27.07.2026

La Gazette du Var hat Claire Tingaud getroffen.

RGVon Rédaction Gazette du VarJournalist 5. Mai 2025 Lesezeit: 2 Min.
La Gazette du Var a rencontré Claire Tingaud.
La Gazette du Var a rencontré Claire Tingaud.© La Gazette du Var
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Wie sieht Ihr Werdegang aus?

Ist die Bewegung ein Teil von Ihnen?

La Gazette du Var a rencontré Claire Tingaud.
La Gazette du Var a rencontré Claire Tingaud.

J’ai eu la chance de faire des activités manuelles très tôt et de croiser Depuis que je suis née, j’ai toujours été en itinérance. Mes parents exerçaient un métier qui nécessitait de déménager très souvent. Le mouvement et la découverte de nouveaux lieux font partie de moi. C’est ce qui fait la personne que je suis aujourd’hui. Dans mon travail, en arrièreplan, cette nécessité et cette envie de découvrir de nouveaux lieux et de nouvelles personnes assez régulièrement sont très présentes. Cela me nourrit énormément, c’est pour cette raison que je fais beaucoup de résidences, que le travail que je mène artistiquement se trouve sur des territoires différents. Mon travail est lié aux paysages et aux rencontres que je fais sur les terrains.

La Gazette du Var a rencontré Claire Tingaud.

Die Verbindung zum Sensiblen und Unsichtbaren und die geschärften Sinne?

Ich versuche durch meine künstlerische Arbeit, eine Atmosphäre wiederzugeben. An einem Ort habe ich dieses Gefühl, mit allen Sinnen – dem Sehen, Hören, Riechen – und von den Materialien um mich herum durchdrungen zu werden. Es ist wie eine Steigerung der Sinne, alles ist auf der Ebene der Wahrnehmung dessen, was mich umgibt, verdichtet. Ich kann diese Empfindungen herauslösen, um sie in künstlerischen Arbeiten wiederzugeben. Ich habe eine sehr starke Verbindung zum Ertasten von Materialien, ich nutze Textiltechniken, um die Materialien zusammenzufügen. Was die Szenografie betrifft, so sind die Stücke, die ich herstelle, aufgehängt. Das ist ein Format, das regelmäßig wiederkehrt, weil es eine sehr starke Beziehung zum Raum, zur Atmosphäre und zum Sensorischen hat.

Mit in den Salins gewebten Stücken?

Vier Wochen lang war ich im Herzen der Salins. Alle verarbeiteten Materialien wurden vor Ort in Absprache mit dem Personal gesammelt. Gewebte Stücke konnten diese gesamte Atmosphäre, die mich visuell und sensorisch geprägt hat, widerspiegeln. Der Aspekt der „menschlichen Arbeit“ war durch die Gebäude präsent, die zahlreichen verrosteten, oxidierten Metallwerkzeuge, die im Sand vergraben und auch in den Werkstätten der Arbeiter, der vor Ort arbeitenden Salzgärtner, gelagert waren. Der „pflanzliche“ Aspekt war durch all die Pflanzen auf dem Gelände präsent, wie die Canne de Provence, die dort wild wächst. Ich habe Webarbeiten mit Geotextilfolie angefertigt, die zum Schutz von Dünengebieten verwendet wird. Ich habe sie aufgetrennt und die schwarze Faser gewonnen. Dieses Material hat mich an den Schlick in den Sümpfen erinnert. Ich habe mit einer analogen Schwarz-Weiß-Fotografie gearbeitet, die ich von der Oberfläche der Salins gemacht habe: Man erkennt die Bewegung des Salzes auf der Oberfläche. Da das Foto mit anderen Materialien neu verwebt ist, sieht man nur noch Materie. Dieses Foto vermischt sich mit ungebleichter Baumwollschnur und einer Dampfsperre.

Und Texte, die mit den in den Salins vorhandenen Materialien geschrieben wurden?

Ich habe in den Salins einen Text geschrieben, den ich auf Stoffstreifen aus den Werkstätten der Arbeiter der Salins übertragen habe. Ich habe sie mit den verrosteten Werkzeugen eingeweicht, um dem Stoff eine Patina zu verleihen, was die Pigmente fixiert. Rost ist ein natürliches Fixiermittel für Pigmente. Der Text wurde mit dem Schlick der Salins geschrieben, mit den Bodensedimenten der Salins, einer sehr lehmigen schwarzen Paste. Ich habe alles vor Ort in völliger Immersion geschaffen.

Aufgezeichnet von Laurette PARAY. Fotos von Philippe OLIVIER.