27.07.2026

Die Région ehrt Suzanne Lefort-Rouquette

Seit dem 2. Mai heißt das toulonner Lycée Rouvière Lycée Suzanne Lefort - Rouquette, als Hommage an eine Heldin des Zweiten Weltkriegs.

RGVon Rédaction Gazette du VarJournalist 5. Juni 2025 Lesezeit: 3 Min.
La Région rend hommage à Suzanne Lefort-Rouquette
La Région rend hommage à Suzanne Lefort-Rouquette© La Gazette du Var
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Bei dieser Gedenkzeremonie vertrat François de Canson den Präsidenten der Région, Renaud Muselier, an der Seite von Nicolas Rougier, dem Schulleiter des Lycée, und Hugues Lefort, dem Enkel von Suzanne Lefort – Rouquette und Chefarzt.

Bei dieser Gelegenheit enthüllten die Persönlichkeiten die Eingangstafel mit dem neuen Namen der Einrichtung und zollten ihr einen lebendigen Tribut. Dieser Schritt ist Teil des Gedenkens an den 80. Jahrestag des Débarquement de Provence. Die Région Sud hat die Pflicht des Gedenkens zu einer Priorität gemacht, indem sie die Namen von sechs Lycées der Region geändert hat, um an die zentrale Rolle zu erinnern, die die Provence in der Geschichte der Libération gespielt hat. Für François de Canson: „Diese Geste zeichnet für jeden Schüler eine Horizontlinie aus Freiheit und Resilienz“.

La Région rend hommage à Suzanne Lefort-Rouquette

AKT DES GEDENKENS

Vor den Schülern, ihren Lehrern, zahlreichen höheren Offizieren, den Enkeln von Suzanne Lefort - Rouquette, Hugues und Jacques Lefort, sowie mehreren Gemeinderäten betonte der Bürgermeister von La Londe-les-Maures die symbolische Tragweite der Namensgebung: „Heute schreibt dieses Lycée eine Verheißung, ein Beispiel, einen Orientierungspunkt in seinen Namen ein. Eine Weitergabe, einen Atemzug, einen Akt lebendiger Erinnerung“. Die 1916 geborene Suzanne Lefort trat 1943 in das 27ème régiment du Train ein. Als Leutnant leitete sie das 25ème bataillon médical der 9ème DIC, zweihundert Sanitäter, darunter dreißig kaum volljährige junge Frauen. Am 20. August 1944 ging sie unter Beschuss mit dem Krankenwagen am Strand von la Nartelle an Land. Verwundet, gefangen genommen und schließlich amputiert, trat diese Krankenschwester und Soldatin in die Libération ein, „nicht mit Waffen, sondern durch Pflege“. Ihr Motto „Franchise et vaillance“ blieb ihr Banner bis an ihr Lebensende. „Ein Lycée ist nicht nur ein Unterrichtsgebäude, es ist ein Haus der Republik, ein Ort, an dem man lernt, frei zu sein, zu unterscheiden, zu zweifeln und die Welt zu verstehen. Mit der Eintragung des Namens Suzanne Lefort-Rouquette möchte die Région eine Horizontlinie für jeden Schüler ziehen und die Einrichtung im Plan VALEURS (Vision, Autorité, Liberté, Europe, Respect, Souveraineté) verankern“, fügte François de Canson hinzu.

La Région rend hommage à Suzanne Lefort-Rouquette

MUT KENNT KEIN GESCHLECHT

„In diesem Tumult, in dem Gewissheiten ins Wanken geraten, brauchen wir Leitfiguren. Leuchttürme. Stimmen. Wir brauchen Menschen wie Suzanne Lefort-Rouquette. Sie beweist ein für alle Mal, dass Mut kein Geschlecht kennt und Größe an keine Uniform gebunden ist“, fuhr François de Canson in seiner Hommage fort, mit der er die Rolle der Frauen in der Geschichte der Libération würdigte. Am Vorabend des 80. Jahrestages der Libération gab er der Jugend eine Botschaft mit auf den Weg: „Das ist kein umgeschlagenes Blatt. Es ist ein Appell: wachsam zu bleiben, frei zu bleiben, aufrecht zu bleiben. Die neue Tafel des Lycée besiegelt diese Berufung. Denn selbst in der dunkelsten Nacht gibt es Frauen, Kämpferinnen, Wegweiserinnen, die Sterne entzünden. Und Suzanne war eine von ihnen“. Das Licht, das Suzanne Lefort-Rouquette entzündet und verkörpert hat, erhellt nicht nur die Vergangenheit. Es offenbart in jedem von uns einen inneren Kompass. Möge uns dieser Leuchtturm in der Nacht der Ungewissheiten heute wie morgen daran erinnern, dass Freiheit gewählt, gelebt und geteilt wird. So wird sich unsere Menschlichkeit, im Inneren wie im Äußeren, überall und immer, hin zu mehr Würde und Mut bewegen. Schließlich wurde auch der am vergangenen 17. Februar verstorbenen Isabelle Lefort bei dieser Ehrung gedacht. •

La Région rend hommage à Suzanne Lefort-Rouquette

IN ANWESENHEIT VON:

Geneviève LEVY, stellvertretende Bürgermeisterin von Toulon, ehemalige Abgeordnete des Var, Thierry ALBERTINI, Vizepräsident des Département, Bürgermeister von La Valette-du-Var, Josy CHAMBON, Regionalrätin, Caroline DEPALLENS, Département-Rätin, Thierry CAMPUS, Stadtrat von Toulon, Mathieu SIEYE, akademischer Inspektor, akademischer Direktor der nationalen Bildungsdienste des Var, in Vertretung von Natacha CHICOT, Rektorin der Académie de Nice, die Generäle DANGEARD und GUIGNON, die Obersten FALLAS und GIRAUD, die Stadträte, Jacques LEFORT, Enkel von Suzanne

LEFORT - ROUQUETTE,

Vincent DUJARRIC de LAGARDE, Generaldelegierter des Souvenir Français des Var, Yves BOYER, Präsident des Souvenir Français von La Londe-les-Maures, die Veteranenverbände, die Fahnenträger, die Lehrer und Lehrerinnen, die Schüler.

Fotos Philippe OLIVIER.