Zwischen Zeitbruch und nuklearem Alarmschrei
Pierre Béloni, Liedermacher aus Toulon, enthüllt „Fracture du Temps“, ein doppeltes, musikalisches und filmisches Werk.
Dieses Manifest gegen die nukleare Bedrohung verbindet eine Musikkomposition in drei Akten mit einem eindringlichen Kurzfilm, in dem Paris zum Symbol eines fiktiven Zusammenbruchs wird. Mit seinem Arrangeur Aurélien Morris erschafft Pierre Béloni eine klangliche und visuelle Erzählung, die ebenso hinterfragt wie sie aufrüttelt. P.
B. beantwortet die Fragen von La Gazette du Var. Nach der Veröffentlichung von zwei Alben, „Souffrances“ und „C'est la vie“, mit dem Titel „Toulon de mon enfance“, über den wir vor einigen Wochen in unseren Spalten berichtet haben, präsentieren Sie hier ein ergreifendes musikalisches und filmisches Manifest gegen die nukleare Bedrohung. Pierre Béloni.
Die nukleare Eskalation lässt mich erstarren. Die drohenden Reden sind keine Rhetorik mehr, es sind Warnungen. „Fracture du Temps“ ist der Schrei eines Künstlers, aber auch und vor allem der Schrei eines Menschen. Das Lied ist in drei Akten aufgebaut?
P. B. Ja.
Der erste Akt beschwört einen friedlichen, fast naiven Morgen herauf. Der zweite ist ein brutaler Bruch im Heavy-Metal-Stil mit abgehackter Perkussion: die Detonation. Der dritte ist das Danach. Das Adagio des Chaos. Verzerrte Gitarren, verstrahlte Stille. Die Welt im Stillstand.
Der Film zeigt Paris in einer fiktiven Realität, die von einer Atomrakete getroffen wird. P. B. Paris ist ein Symbol.
Es ist keine Provokation, sondern ein Spiegel. Die Fiktion erlaubt es, das auszusprechen, was die Realität verweigert. Jede Einstellung hinterfragt unsere Fragilität. Dieser Film ist eine Warnung, kein billiger Schockeffekt. Haben Sie filmisch gesehen künstliche Intelligenz eingesetzt?
P. B. Ja, aber die KI weigert sich, allzu realistische und geskriptete visuelle Gewalt zu generieren.
Ich habe daher in der Postproduktion mit spezieller Software, die ich perfekt beherrsche und die es schon lange vor der KI gab, selbst Hand angelegt. Das Ganze wurde im Vorfeld konzipiert: Jede Einstellung, jeder Trickeffekt ist durchdacht, orchestriert und mit der Musik synchronisiert. Haben Sie musikalisch mit Aurélien Morris, Ihrem Arrangeur, zusammengearbeitet?
P. B. Natürlich.
Aurélien ist ein Klangkünstler. Er hat verstanden, dass dieses Lied eine klangliche Erzählung ist. Gemeinsam haben wir die drei Akte so geformt, dass sie stimmig und tief bewegend sind. Welche Botschaft möchten Sie vermitteln?
P. B. Dass die nukleare Bedrohung real ist.
Dass die Zeit Risse bekommt. Dass die Kunst ein Schutzwall gegen die Gleichgültigkeit sein kann. Ich weigere mich, zuzusehen, wie die Welt schweigend untergeht. Wo kann man Fracture du Temps entdecken?
P. B. Der Audiotitel ist auf allen Streaming-Plattformen verfügbar.
Der Teaser und der Kurzfilm sind auf YouTube sowie auf meinem Facebook-Profil online. Es ist ein seltenes, dringliches Werk, das tief in unserer Epoche verwurzelt ist. Geben Sie einfach im Netzwerk Ihrer Wahl ein: Pierre Béloni - Fracture du temps, um mich zu finden.
Fotos DR.