27.07.2026

Zwischen Zeitbruch und nuklearem Alarmruf

Der Touloner Singer-Songwriter Pierre Béloni präsentiert „Fracture du Temps“, ein musikalisches und filmisches Doppelwerk.

RGVon Rédaction Gazette du VarJournalist 23. Februar 2026 Lesezeit: 2 Min.
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Dieses Manifest gegen die nukleare Bedrohung verbindet eine dreiteilige Musikkomposition mit einem eindringlichen Kurzfilm, in dem Paris zum Symbol eines fiktiven Zusammenbruchs wird. Gemeinsam mit seinem Arrangeur Aurélien Morris, Pierre Béloni erschafft eine akustische und visuelle Erzählung, die ebenso hinterfragt wie aufwühlt. Er beantwortet die Fragen von La Gazette du Var.

Nach der Veröffentlichung von zwei Alben, „Souffrances“ und „C'est la vie“, mit dem Titel „Toulon de mon enfance“, zeichnen Sie nun ein ergreifendes musikalisches und filmisches Manifest gegen die nukleare Bedrohung. Pierre BELONI.

Die nukleare Eskalation lässt mich erstarren. Die drohenden Reden sind keine Rhetorik mehr, es sind Warnungen. „Fracture du Temps“ ist der Schrei eines Künstlers, aber auch und vor allem der Schrei eines Menschen. Das Lied ist in drei Akten aufgebaut? PB.

Der erste Akt schildert einen friedlichen, fast naiven Morgen. Der zweite ist ein brutaler Bruch im Heavy-Metal-Stil mit abgehackter Perkussion: die Detonation. Der dritte ist das Danach. Das Adagio des Chaos. Verzerrte Gitarren, verstrahlte Stille. Die Welt im Stillstand. Der Film zeigt Paris in einer fiktiven Realität, die von einer Atomrakete getroffen wird. PB.

Paris ist un Symbol. Das ist keine Provokation, sondern ein Spiegel. Die Fiktion erlaubt es uns, das auszusprechen, was die Realität verweigert. Jede Einstellung hinterfragt unsere Fragilität. Dieser Film ist eine Warnung, kein billiger Schockeffekt. Haben Sie filmisch gesehen künstliche Intelligenz eingesetzt? PB.

Aber die KI weigert sich, zu realistische und geskriptete visuelle Gewalt zu erzeugen. Also habe ich in der Postproduktion wieder selbst die Initiative ergriffen, und zwar mit speziellen Softwareprogrammen, die ich perfekt beherrsche und die es schon lange vor der KI gab. Das Ganze wurde im Vorfeld als Drehbuch konzipiert: Jede Einstellung, jeder Spezialeffekt ist durchdacht, orchestriert und mit der Musik synchronisiert.

Musikalisch haben Sie mit Aurélien Morris, Ihrem Arrangeur, zusammengearbeitet? PB.

Aurélien ist un Klangkünstler. Er hat verstanden, dass dieses Lied eine klangliche Erzählung ist. Gemeinsam haben wir die drei Akte so geformt, dass sie kohärent und tief berührend sind. Welche Botschaft möchten Sie vermitteln?

PB. Dass die nukleare Bedrohung real ist. Dass die Zeit Risse bekommt. Dass Kunst ein Schutzwall gegen Gleichgültigkeit sein kann. Ich weigere mich, zuzusehen, wie die Welt schweigend untergeht. Wo kann man Fracture du Temps entdecken?

PB. Der Audiotitel ist auf allen Streaming-Plattformen verfügbar. Der Teaser und der Kurzfilm sind auf YouTube sowie auf meinem Facebook-Profil online. Es ist ein seltenes, dringliches Werk, das zutiefst in unserer Epoche verwurzelt ist. Es genügt, auf dem Netzwerk Ihrer Wahl nachzugeben: Pierre Béloni - Fracture du temps, um mich zu finden.