Der Präsident der UMIH du Var beantwortet die Fragen von La Gazette du Var.
Die Öffentlichkeit schützen und einen fairen Wettbewerb zwischen den Betrieben gewährleisten.

Die Tragödie von Crans Montana hat die Öffentlichkeit tief bewegt. Wie haben die Fachleute aus dem Var reagiert?

La réaction dépasse le cadre local. Même si je préside l’UMIH du Var, j’ai aussi des responsabilités nationales. Je rappelle que l'UMIH représente la première organisation professionnelle des cafés, hôtels, restaurants, établissements de nuit indépendants en France, fédérant 71 % des entreprises syndiquées, l'UMIH est le premier syndicat patronal du secteur CHRD. En France, nous disposons d’un cadre réglementaire très strict et de services de l’État particulièrement vigilants. Si les règles sont respectées, un drame d’une telle ampleur ne peut pas se produire. Et je le dis d’autant plus que nous venons d’achever l’UMIH Tour 2025. Comme chaque année, nous avons parcouru le département pour informer nos professionnels sur la législation, les contrôles, les obligations. L’objectif est clair : anticiper, prévenir, éviter les mises en défaut. Cette tournée annuelle est essentielle dans un département qui reste le premier territoire touristique de France, devant Paris. Avec l’afflux estival, la qualité d’accueil, la stratégie et la sécurité sont des enjeux économiques majeurs.
Das Schweizer Drama offenbart strukturelle Mängel bei der Führung von Nachtlokalen. Muss der französische Rahmen überarbeitet werden?
Der französische Rahmen muss nicht neu geschrieben werden. Er muss angewendet werden. Unser Sektor ist bereits einer der am stärksten regulierten der französischen Wirtschaft. Zusätzliche Normen würden die Betriebskosten nur weiter erhöhen, während viele Unternehmen gerade erst mehrere Jahre wirtschaftlicher Spannungen hinter sich haben. Der Staat bringt uns bereits viel, auch wenn wir nie ganz zufrieden sind. Er hat uns während der Covid-Pandemie unterstützt, das muss man anerkennen. Aber wir müssen weiter gehen: die Niederlassung von unqualifizierten Personen verhindern. Zu viele Betriebe werden von Menschen eröffnet, die über keinerlei Kompetenzen verfügen. Das führt zu unfairem Wettbewerb und schwächt die seriösen Fachleute. Wir arbeiten an der Einführung eines „permis d’entreprendre“ als Ergänzung zum „permis d’exploitation“ und den HACCP-Schulungen. Wenn dies vom Staat freigegeben wird, wäre es ein großer Fortschritt für die Sicherheit und Professionalisierung des Sektors. Wir möchten außerdem gemeinsam mit den Gemeinden einen Numerus Clausus einführen, um die Anzahl der Betriebe zu regulieren. Heute gibt es in manchen Gebieten alle 20 Meter ein Restaurant, das manchmal von Personen geführt wird, die weder die Sozial- noch die Steuervorschriften einhalten. Das ist unlauterer Wettbewerb. Wirtschaftlich ist das nicht mehr tragbar.
Welche Botschaft möchten Sie den Fachleuten aus dem Var für dieses neue Jahr übermitteln?
Wir sind nach Paris das meistbesuchte Departement Frankreichs. Wir müssen weiterhin im Austausch bleiben, innovativ sein und uns weiterbilden, um die Qualität zu sichern, die unsere Kunden jedes Jahr anzieht. Die Sicherheit ist ein integraler Bestandteil dieser Qualität. Sie ist eine Investition, aber auch ein Wettbewerbsvorteil.
Das Gespräch führte Pierre BÉGLIOMINI.