27.07.2026

Charles Berling: „Die Ausgabe 2026 wird die letzte sein, die ich präsentieren darf“

Die scène nationale Châteauvallon-Liberté hat ihr Programm für das Festival d'été 2026 vorgestellt, das durch ein besonderes Highlight geprägt ist.

RGVon Rédaction Gazette du VarJournalist 9. März 2026 Lesezeit: 2 Min.
Charles Berling : « L’édition 2026 sera la dernière que j’aurai l’honneur de présenter »
Charles Berling : « L’édition 2026 sera la dernière que j’aurai l’honneur de présenter »© La Gazette du Var
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Es schlägt sich eine neue Seite auf dem Hügel von Ollioules auf. Während der Ticketverkauf am 3. Februar begonnen hat, erhält das Programm des Festival d'été 2026 eine ganz besondere Note. Charles Berling, Direktor der scène nationale, verkündete dies emotional in seinem Editorial: „Die Ausgabe 2026 wird die letzte sein, die ich die Ehre haben werde, mit meinem so geliebten Team zu präsentieren. Wir wollten sie daher in diesem Jahr besonders lebendig gestalten.“

8 700 ROSAFARBENE NELKEN

Charles Berling : « L’édition 2026 sera la dernière que j’aurai l’honneur de présenter »

Um diesen Meilenstein zu markieren, setzt die Institution ein starkes Zeichen, indem sie große Werke und engagierte Stimmen zusammenbringt und Oper, partizipatives Theater, Philosophie und internationalen Tanz miteinander verbindet. Das unbestrittene Highlight ist der Besuch des legendären Tanztheater Wuppertal. Vom 9. bis 12. Juli wird das Amphitheater von Châteauvallon Nelken (Les œillets), das Meisterwerk von Pina Bausch, beherbergen. Zu diesem Anlass wird die Bühne in ein riesiges Meer aus 8.700 rosafarbenen Nelken verwandelt. „Ein atemberaubend schöner Rahmen für diese unsterbliche Kreation [...], in der sich Tanz, Gesang und Theater zu einem Gemälde von beispielloser visueller und emotionaler Kraft verbinden“, teilt die Festivalleitung mit. Bemerkenswert ist, dass dies die einzigen französischen Termine der Tournee 2025-2026 für dieses symbolträchtige Stück der zeitgenössischen Tanzgeschichte sind. Das Festival wird bereits am 26. Juni mit einem großen Klassiker des lyrischen Repertoires eröffnet: Madame Butterfly. Die scène nationale lädt die Opéra de Toulon für drei Aufführungen des Werks von Giacomo Puccini ein. Inszeniert von Florent Siaud und dirigiert von Victorien Vanoosten, verspricht diese Produktion, „Abwesenheit und Warten durch eine meisterhafte Lyrik“ im tragischen Schicksal der Geisha Cio-Cio-San zu erhaben. Getreu seiner DNA der politischen und gesellschaftlichen Reflexion bietet Châteauvallon am 4. Juli Les Résistantes. Nach dem Erfolg von Léon Blum, une vie héroïque, kehrt das Trio bestehend aus Philippe Collin, Violaine Ballet und Charles Berling mit einer theatralischen und partizipativen Adaption des Podcasts von France Inter zurück. Diese Show beleuchtet die oft unsichtbar gemachte Rolle der Frauen in der Résistance anhand der Figuren von Geneviève de Gaulle, Mila Racine und Lucie Aubrac. „Wir haben uns diese Veranstaltung wie eine Agora vorgestellt, in der das Wort fließt“, erklärt Philippe Collin. Für Charles Berling ist dieses partizipative Format von zentraler Bedeutung: „Der Kampf für die Liberté ist ein Kampf, der über die Ausarbeitung eines freien Denkens führt.“

Der Ticketverkauf ist geöffnet unter:

https://www.chateauvallon-liberte.fr

Foto Philippe OLIVIER.