Eine Hommage an das regionale Textilerbe
Im Palais Neptune in Toulon beleuchtete die jüngste Ausgabe des Marché de la Mode Vintage das regionale Textilerbe, einen oft verkannten Teil der...

Durch die Verwandlung des Palais des Congrès in eine lebendige Bühne bot die Veranstaltung den Liebhabern ein Eintauchen in die Ästhetik und das Know-how vergangener Jahrzehnte. Der Höhepunkt war die Modenschau „Renaissance Azuréenne“. Diese Veranstaltung, das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Conservatoire de la Mode Vintage, getragen von Tinka Kemptner, und dem Comité Miss Excellence Provence Alpes Côte d'Azur, erwies den großen, heute verschwundenen Modehäusern der Côte d'Azur eine lebendige Hommage.
Das Publikum entdeckte Namen wieder, die einst die Region Sud international bekannt machten, wie Tiktiner, Philippe Salvet, Dana Côte d'Azur, Mercier, Mic Mac oder Christian Llinares. Durch Stücke mit strukturierten Schnitten, die aus edlen Materialien gefertigt und mit tadellosen Details versehen waren, unterstrich die Modenschau die Bedeutung, dieses Erbe zu bewahren und weiterzugeben.

Diese Initiative wurde durch die Ausstellung „Pépites oubliées“ ergänzt, die ebenfalls vom Conservatoire angeboten wurde und es ermöglichte, einzigartige Kreationen aus dieser reichen Vergangenheit ins Rampenlicht zu rücken. LEBENDIGES ZEUGNIS So vibrierte die Stadt Toulon zwei Tage lang im Rhythmus der Vintage-Mode – eine Veranstaltung, die sich als größte Messe für Secondhand und nachhaltiges Design im Süden von France etabliert hat.
Die von der Gesellschaft Ivanhoé organisierte Veranstaltung brachte mehr als 80 Aussteller aus ganz France zusammen und zog ein großes Publikum an, mit einem erwarteten Besucherandrang von fast 7 000 Besuchern am gesamten Wochenende.
In Voiron kämpft das Conservatoire darum, französische Marken aus dem goldenen Zeitalter der Prêt-à-porter zwischen 1960 und 1990 vor dem Vergessen zu retten. Angesichts der drohenden Vergessenheit, die auf Hunderten von französischen Marken lastet, hat sich das Conservatoire zur Aufgabe gemacht, dieses unschätzbare industrielle und kulturelle Erbe zu bewahren, indem es jedes Kleidungsstück als ein Fragment der Sozialgeschichte des Landes betrachtet.
„Die Lage ist ernst. Hundert französische Marken, Aushängeschilder des goldenen Zeitalters des französischen Prêt-à-porter, versinken im Vergessen. Diese wunderbaren Labels drohen für immer zu verschwinden und künftige Generationen einer unschätzbaren Inspirationsquelle zu berauben.
La mode est bien plus qu'une affaire de tissu. Elle est un témoignage vivant, un reflet de l'histoire industrielle et culturelle de la France“, warnt die Organisation.

Für weitere Informationen zu den nächsten Ausgaben besuchen Sie die offizielle Website der Veranstaltung: https://www. marchemodevintage. com/

Organisé par la société Ivanhoé, le rendez-vous a rassemblé plus de 80 exposants venus de toute la France et a attiré un public nombreux, avec une affluence attendue de près de 7 000 visiteurs sur l'ensemble du week-end. À Voiron, le Conservatoire se bat pour sauver de l'oubli les marques françaises de l'âge d'or du prêt-à-porter entre 1960 et 1990. Face à la menace de l'oubli qui pèse sur des centaines de marques françaises, le Conservatoire s'est donné pour mission de sauvegarder ce patrimoine industriel et culturel inestimable, considérant chaque vêtement comme un fragment de l'histoire sociale du pays. « L'heure est grave. Des centaines de marques françaises, fleurons de l'âge d'or du prêt-à-porter hexagonal, sombrent dans l'oubli. Ces griffes magnifiques risquent de disparaître à jamais, privant les futures générations d'une source d'inspiration inestimable. La mode est bien plus qu'une affaire de tissu. Elle est un témoignage vivant, un reflet de l'histoire industrielle et culturelle de la France », alerte l'organisation.


Fotos Philippe OLIVIER.