LNPCA, ein prioritäres Projekt
Der Europäische Verkehrsministerrat hat eine wichtige Entscheidung getroffen: Die Bahnstrecke Marseille-Gênes ist nun als prioritäre Verbindung eingestuft.
Somit ebnet diese europäische Anerkennung den Weg für beispiellose Finanzierungen für die Ligne Nouvelle Provence Côte d'Azur. Bis jetzt stand nur der Abschnitt Nice-Gênes auf der Liste der prioritären grenzüberschreitenden Verbindungen. Dank einer entscheidenden Mobilisierung von Philippe Tabarot, Verkehrsminister, unterstützt durch die Région Sud, wird die grenzüberschreitende Bedeutung des gesamten Korridors Marseille-Gênes und somit des Projekts anerkannt. Diese Revision der europäischen Position basiert auf einer mittlerweile geteilten Feststellung. In der Tat ist die LNPCA kein lokales Projekt, sondern eine wesentliche Infrastruktur für den reibungslosen Austausch zwischen Spanien, Frankreich und Italien. Die Untertunnelung des Bahnhofs Marseille-Saint-Charles wird in der Tat die Entwicklung internationaler Linien zwischen Spanien, Frankreich und Italien ebenso fördern wie der neue TGV-Bahnhof Niceaéroport oder die Pendelbahn von Toulon. Mit dieser Entscheidung kann Europa seine Unterstützung nach einem ersten Beitrag von 108 Millionen € verstärken. Die Phasen 1 und 2, die Investitionen in Höhe von 3,6 Milliarden € darstellen, davon 40 % staatliche Finanzierung und 40 % der Gebietskörperschaften. „Ab 2028 wird die Achse Marseille-Gênes als prioritäre grenzüberschreitende Verbindung für europäische Finanzierungen infrage kommen. Dies ist eine wichtige Entscheidung, die die europäische Dimension der Ligne Nouvelle Provence-Côte d'Azur bestätigt und die die Eisenbahnachse Marseille-Vintimille zu einem wesentlichen Glied des Mittelmeerbogens machen wird“, begrüßte Renaud Muselier, Präsident der Région Provence-Alpes-Côte d'Azur. •