27.07.2026

Eine Familie aus dem Var auf den mythischen Straßen des amerikanischen Westens

Zurück aus dem amerikanischen Westen erzählt die Familie Brochot aus Bormes-les-Mimosas exklusiv für La Gazette du Var von ihrer unvergesslichen Reise…

RGVon Rédaction Gazette du VarJournalist 20. April 2026 Lesezeit: 3 Min.
Une famille varoise sur les routes mythiques de l'Ouest américain
Une famille varoise sur les routes mythiques de l'Ouest américain© La Gazette du Var
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Nach einem ersten, durch das Wetter vereitelten Versuch im Jahr 2022 wagte die Familie Brochot erneut das Abenteuer des großen amerikanischen Roadtrips. Eine Reise mit dem Beigeschmack einer Revanche, aber vor allem einer Feier, die anlässlich des 20. Hochzeitstags der Eltern organisiert wurde. Der Bericht über diese außergewöhnliche Reise, den ihre Tochter Camille teilt, zeichnet ein unvergessliches Bild der Landschaften und Ikonen des amerikanischen Westens. Der Startpunkt dieser Familienodyssee war San Francisco nach einem Flug ab Nice. Von dort aus führte der Weg sie zu den Naturschönheiten der Nationalparks und reihte die majestätischen Stätten von Yosemite, Séquoia und die Vallée de la Mort aneinander.

VON DEN NATIONALPARKS ZUR MAGIE VON LAS VEGAS

Une famille varoise sur les routes mythiques de l'Ouest américain

Das Herz der Reise schlug im Rhythmus eines ganz besonderen Ereignisses. Die am sehnlichsten erwartete Etappe war Las Vegas, wo die Eltern beschlossen, ihr Eheversprechen zu erneuern. Die Zeremonie fand an einem legendären Ort statt: der Graceland Chapel, die dafür bekannt ist, im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Stars getraut zu haben. „Unvergessliche Momente: Hôtel Bellagio, Limousine, Fotograf, Justine und ich als offizielle Trauzeugen“, erinnert sich Camille mit leuchtenden Augen. Eine glamouröse und emotionale Pause, bevor es wieder auf die Straße in die weiten Landschaften ging. Die Reise führte weiter in Richtung der Canyons, mit Etappen in Zion, am Lake Powell und in der spektakulären Kulisse des Monument Valley, das durch unzählige Western unsterblich wurde.

Une famille varoise sur les routes mythiques de l'Ouest américain

WENN DAS WETTER DIE ROUTE NEU GESTALTET

Wie eine Anspielung auf ihre Reise im Jahr 2022 spielten die Elemente erneut eine Rolle auf ihrer Route. Der für die Jahreszeit überraschende Schnee zwang sie dazu, auf den Besuch des Grand Canyon zu verzichten. Die Familie ließ sich jedoch nicht entmutigen, bewies Anpassungsfähigkeit und bog auf eine andere amerikanische Legende ab: die Route 66. So legten sie fast 570 Kilometer auf dieser historischen Achse zurück, von Flagstaff bis nach Barstow. Dieser Streckenabschnitt bot ihnen einen zeitlosen Zwischenstopp im berühmten „Bagdad Café“, wo traditionell bei der Ankunft neuer Besucher die Musik des gleichnamigen Films ertönt.

Une famille varoise sur les routes mythiques de l'Ouest américain

HOLLYWOOD, GLITZER UND SEELÖWEN DER PAZIFIKKÜSTE

Une famille varoise sur les routes mythiques de l'Ouest américain

Die Reise führte anschließend weiter in den Süden von Californie, mit einem Zwischenstopp in Palm Springs, um die imposante Statue von Marilyn Monroe zu bewundern, bevor sie in das geschäftige Treiben von Los Angeles eintauchte. Zwei intensive Tage lang erkundete die Familie die Höhepunkte der Stadt der Engel: das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds, das TLC Chinese Theatre mit seinen Sternenhandabdrücken, den Walk of Fame oder das Griffith Observatory, das einen Panoramablick auf die Stadt bietet. Für Camille war der Höhepunkt die Führung durch die Warner Bros. Studios, bei der sie die Kulissen von Kultserien wie „Friends“ oder „The Big Bang Theory“ entdecken konnte. Auf dem Weg zurück nach Norden entlang der berühmten Highway 1 bot der Roadtrip atemberaubende Ausblicke auf den Pazifischen Ozean. Ein Zwischenstopp in Carmel und Monterey bot die Gelegenheit, Seelöwenkolonien zu beobachten, die sich in der Sonne aalten. Die Reise endete dort, wo sie begonnen hatte: in San Francisco. Da sie das Gefängnis von Alcatraz bereits bei einem früheren Besuch besichtigt hatte, konzentrierte sich die Familie auf andere symbolträchtige Orte wie den Coit Tower, das lebhafte Treiben am Pier 39 oder die berühmten bunten Häuser der „Painted Ladies“. „Wieder ein außergewöhnlicher Roadtrip mit wunderschönen Erinnerungen im Kopf“, fasst Camille zusammen, die immer noch unter dem Zauber ihrer Reise steht! Kurz gesagt, der amerikanische Westen bleibt mit seinen Unwägbarkeiten und seiner Maßlosigkeit eine unerschöpfliche Quelle des Staunens und der Familienabenteuer. •

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Camille BROCHOT (Text und Fotos).