Schriftsteller und Ermittler: Emmanuel Giampino erforscht die Grenzen der Literatur
Bereits fest in der französischen Literaturszene verankert, wird er durch seine Teilnahme an Podiumsdiskussionen zu einer unverzichtbaren Figur...

Emmanuel Giampino stammt aus dem Var, wurde in Hyères geboren und wuchs in Solliès-Pont auf. Er studierte Geschichte in Aix-en-Provence, bevor er in die Police nationale eintrat. Seit seiner frühesten Jugend leidenschaftlich am Schreiben interessiert, hegte er stets eine tiefe Liebe zum Lesen, inspiriert von großen Klassikern wie Maupassant, Zola und Victor Hugo. Obwohl er sich nie hätte vorstellen können, veröffentlicht zu werden, entdeckte er die Freude am Schreiben und daran, seine Geschichten mit einem wachsenden Publikum zu teilen.
Er erzählt: „Mein literarischer Weg begann mit Gedichten und kleinen Geschichten, aber es ist meiner Frau zu verdanken, dass ich mein erstes Manuskript, ‚Mnesik‘, an einen Verlag geschickt habe, was den Beginn meiner Karriere als Autor markierte.“ Mit sechs im Verlag „Les Presses du Midi“ veröffentlichten Romanen und seinem neuesten Werk „Mea Culpa“, das am 2. April bei „Des livres et du Rêve“ erschienen ist, fesselt der Autor seine Leser, indem er verschiedene Genres erforscht, die vom Kriminalroman über den Thriller bis hin zu historischen und fantastischen Erzählungen reichen. „In „Mea Culpa“ zum Beispiel verlasse ich den historischen Kontext, um mich auf einen reinen Krimi zu konzentrieren, während ich mir immer eine gewisse kreative Freiheit bewahre“, erklärt der Autor.
Das Schreiben ist für ihn ein echtes Ventil, das es ihm ermöglicht, die manchmal düsteren Bilder zu vertreiben, die sein Beruf als Ermittler hervorrufen kann: „Schreiben ist eine Methode, um Gelassenheit zu finden“, gesteht er. Seine Leidenschaft für Geschichte spiegelt sich in seinen Werken wider, und er hat oft versucht, die Geschichte denjenigen zugänglich zu machen, die ihr ansonsten verschlossen gegenüberstehen. Mit Erzählungen wie „Les légendes d'Alba“ und „L'infini voyage“ erforscht er jedoch Legenden aus Écosse und fantastische Erzählungen, was seine Vorliebe für die keltische Welt bezeugt.
Kurzum, der Schriftsteller, der sich keinen festen Schreibrythmus auferlegt, zieht das Vergnügen der Arbeit vor. „Immer mit Notizbuch und Stift bewaffnet, sammle ich meine Inspirationen, wo immer ich bin. Meine Romane, die oft im Nord de l'Europe wie Islande, Écosse und Norvège angesiedelt sind, tragen eine einzigartige Handschrift, die Realität und Legende vermischt.“
Mit einem sich weiterentwickelnden Stil und vielfältigen Themen zieht Emmanuel Giampino ein immer größeres Publikum an und beweist, dass Leidenschaft und Kreativität die Grenzen literarischer Genres überschreiten können.
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Laurette PARAY - Foto DR