Gesundheitsakteure gegen Tabak mobilisiert
Das CHI Toulon La Seyne-sur-Mer (CHI) hat drei Präventions- und Sensibilisierungstage zum Weltnichtrauchertag organisiert.

Jedes Jahr am 31. Mai erinnert der Weltnichtrauchertag, der 1987 von der Organisation mondiale de la santé (OMS) ins Leben gerufen wurde, an die Gefahren des Rauchens und ruft dazu auf, die staatlichen Maßnahmen zur Senkung des Konsums zu verstärken. Tabak bleibt eine der weltweit führenden vermeidbaren Todesursachen, die jährlich für Millionen von Todesfällen verantwortlich ist und die Gesundheitssysteme stark belastet. Für das Jahr 2026 hat die OMS ein kämpferisches Thema gewählt: „Den Reiz entlarven, die Abhängigkeit von Nikotin und Tabak bekämpfen“. Diese Ausrichtung zielte darauf ab, die hochentwickelten Marketingstrategien der Tabakindustrie aufzudecken und zu bekämpfen, die Aromen, attraktive Verpackungen und Influencer-Marketing einsetzt, um gezielt die Jüngsten anzusprechen. Das Thema betonte die Notwendigkeit, das Suchtpotenzial von Nikotin besser zu verstehen und zu bekämpfen – einer Substanz, welche die Gehirnchemie verändert und den Entzug ohne angemessene Unterstützung erschwert.
LOKALES ENGAGEMENT

Als Reaktion auf diese internationale Mobilisierung hat sich das CHI engagiert und eine Reihe von Sensibilisierungsmaßnahmen für die breite Öffentlichkeit, Patienten und das Pflegepersonal angeboten. Ziel war es, über die vielfältigen Risiken des Tabakkonsums (Krebs, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen) aufzuklären, die Bandbreite der Hilfen zum Rauchstopp vorzustellen und Personen zu begleiten, die mit der Entwöhnung beginnen möchten. Diese Präventionstage bieten die Gelegenheit, medizinische Fachkräfte (Tabakologen, Pflegekräfte, Ernährungsberater) in einem barrierefreien und wohlwollenden Rahmen zu treffen. Dies ist die Gelegenheit, den eigenen Konsum zu hinterfragen, vertraulich Fragen zu stellen und mit Informationsmaterial sowie neuer Motivation nach Hause zu gehen. Um eine möglichst breite Öffentlichkeit in der Region zu erreichen, hat die Einrichtung ihre Maßnahmen an drei ihrer Hauptstandorte durchgeführt (Mittwoch, 27. Mai in der Empfangshalle des hôpital George Sand in La Seyne-sur-Mer, Donnerstag, 28. Mai in der Empfangshalle des hôpital Sainte-Musse in Toulon und Freitag, 29. Mai am Standort des hôpital Marie-Josée Treffot in Hyères). An den Informationsständen war es möglich, Informationsmaterial zu erhalten, Messungen des Kohlenmonoxidgehalts in der Atemluft zur Bestimmung der Schadstoffbelastung durchführen zu lassen oder sich mit Experten auszutauschen, um eine personalisierte Entwöhnungsstrategie festzulegen. Zur Durchführung dieser Aktionen hat sich das CHI mit bedeutenden Gesundheitspartnern umgeben, die für ihre Expertise und ihr ständiges Engagement im Kampf gegen das Rauchen bekannt sind, wie dem Comité départemental d’éducation pour la santé (Codes du Var), der Ligue contre le Cancer und der Caisse Primaire d’Assurance Maladie (CPAM) du Var. Diese Synergie ermöglichte einen 360-Grad-Ansatz. Die Ligue contre le Cancer brachte ihre Expertise in der Prävention tabakbedingter Krebserkrankungen und der Unterstützung von Erkrankten ein. Schließlich informierte die CPAM über die Möglichkeiten der finanziellen Übernahme von Nikotinersatztherapien (Pflaster, Kaugummis usw.), die auf ärztliche Verordnung hin erstattet werden, wodurch eine wichtige finanzielle Hürde auf dem Weg zum Rauchstopp abgebaut wird. •
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