06.09.2026
La gazettedu Var
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Guillaume Decard: „Beenden wir den Kreislauf aus Emotion, Bericht und Vergessen“!

Der Bürgermeister von Puget-sur-Argens, Guillaume Decard, fordert vom Staat ein Jahr nach Übergabe des Falco-Berichts zur zivilen Sicherheit konkrete Taten.

DRVon Die RedaktionJournalist 7. September 2026 Lesezeit: 2 Min.
Guillaume Decard : « Cessons le cycle émotion–rapport–oubli » !
Guillaume Decard : « Cessons le cycle émotion–rapport–oubli » !© La Gazette du Var
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Während die Brände diesen Sommer ihren Höhepunkt erreichten, erhob sich im Var eine Stimme, die Rechenschaft forderte. Guillaume Decard, Vizepräsident des Département und Präsident von Var Tourisme, befragte die Exekutive zu den Folgemaßnahmen des Falco-Berichts – einem strategischen Dokument mit 116 Empfehlungen zur Modernisierung der zivilen Sicherheit in Frankreich.

Ein Bericht ohne Folgen?

Am 17. November 2022, am Tag nach einem Sommer, der bereits von Bränden beispielloser Intensität geprägt war, betraute der Präsident der Republik Hubert Falco, den damaligen Bürgermeister von Toulon, mit einer „Mission Interministérielle de Modernisation de la Sécurité Civile et de Protection contre les Risques Majeurs“.

Ziel war es, eine breite Konzertierung durchzuführen und konkrete Maßnahmen vorzuschlagen, mit dem Versprechen, „rasch Experimente zu starten“. Das Ergebnis dieser Arbeit, ein dichter Bericht mit 116 Empfehlungen, wurde dem Élysée-Palast am 2. Juni 2023 übergeben. Mehr als ein Jahr später, angesichts der wiederkehrenden verheerenden Brände, verliert Guillaume Decard die Geduld.

„Was hat der Staat mit diesem Bericht gemacht“?

„Wurden die für das auf den Bericht folgende „Frühjahr“ versprochenen Experimente eingeleitet? Wo? Mit welchen Ergebnissen?“, fragte der Mandatsträger.

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Für Guillaume Decard ist die Zeit der Feststellungen und Analysen vorbei. Er prangert ein Muster an, das sich nach jeder Katastrophe wiederholt: eine starke gesellschaftliche Emotion, gefolgt von der Beauftragung eines Expertenberichts, der dann oft in Vergessenheit gerät.

„Ich sage es mit Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit: Beenden wir den Kreislauf „Emotion–Bericht–Vergessen“.

„Veröffentlichen wir eine detaillierte Zwischenbilanz Maßnahme für Maßnahme und legen wir einen verbindlichen Zeitplan fest“, fordert er nachdrücklich.

Dieser Appell zielt darauf ab, die Empfehlungen in einen konkreten Aktionsplan mit präzisen Fristen und zweckgebundenen Mitteln umzuwandeln, um mit der abwartenden Haltung zu brechen und die Widerstandsfähigkeit der Gebiete gegenüber den sich verschärfenden klimatischen und natürlichen Risiken nachhaltig zu stärken.

Der Mandatsträger würdigte auch all jene, die an vorderster Front gegen die Flammen und andere Katastrophen kämpften. Er ist der Ansicht, dass die beste Anerkennung für ihr Engagement durch starke politische Taten und nicht mehr nur durch Worte der Unterstützung erfolgen muss.

„Denjenigen, die an der Brandlinie stehen — Feuerwehrleute, Militär, Rettungs- und Sicherheitskräfte, Bürgermeister und lokale Mandatsträger, Staatsbedienstete, Freiwillige und Vereine —, schuldet der Staat mehr als nur Applaus: Er schuldet ihnen klare Entscheidungen und nachhaltige Mittel“, schließt Guillaume Decard.

Was der Falco-Bericht besagt:

Der Falco-Bericht empfahl eine ehrgeizige Reform der zivilen Sicherheit, die von der Entwicklung einer gesellschaftlichen Risikokultur über die Klärung der Zuständigkeiten zwischen SAMU und SDIS bis hin zur Stärkung der rechtlichen, finanziellen und materiellen Mittel reicht, insbesondere durch eine bessere Einbindung der Versicherungen und eine Modernisierung der Governance auf allen territorialen Ebenen. Der Appell des Mandatsträgers klingt wie eine dringende Erinnerung an die Bedeutung dieser Fragen für die Sicherheit aller Franzosen.

Artikel aus der gedruckten Ausgabe von La Gazette du Var