Das Atelier der villa Théo: Eine Geschichte von Leidenschaft und Weitergabe
Das Atelier für bildende Kunst der villa Théo feierte sein 30-jähriges Bestehen mit einer Ausstellung der Werke seiner 150 Schüler.

Im Juni feierte das Atelier für bildende Kunst der villa Théo in Saint-Clair, in Le Lavandou, sein 30-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass präsentierte der Verein im Espace culturel seine große Jahresausstellung mit 200 Werken seiner 150 Schüler.
Die Vernissage fand in Anwesenheit des Bürgermeisters, Bertrand Carletti, und seiner Beigeordneten für Kultur, Marine Couraud, statt. Sie würdigten die Arbeit der Künstler, Kinder wie Erwachsene, sowie die Vitalität dieser lokalen Institution.
Eine Weitergabe, die aus einer Tragödie entstand
Im Mittelpunkt dieses Erfolgs steht Dany Bochatay, die Vorsitzende des Vereins seit seiner Gründung. Ihr Engagement entspringt einer bewegenden Geschichte: Das Projekt einer Kunstschule wurde ursprünglich 1995 von ihrem Ehemann, Max Bochatay, dem damaligen Bürgermeister, Gil Bernardi, vorgeschlagen.
Die Idee hatte die neue Municipalité sofort begeistert. Doch das Schicksal schlug tragisch zu: Max Bochatay erlitt genau in dem Moment einen Herzinfarkt, als der Conseil municipal über die Annahme des Vorschlags abstimmte.
Daraufhin übernahm seine Ehefrau, Dany, die Fackel mit bewundernswerter Entschlossenheit und sichert seit dreißig Jahren den Fortbestand und die Entwicklung des Ateliers.
Schaufenster
Dank eines Teams engagierter Freiwilliger und anerkannter Lehrer hat sich das Atelier zu einem Zentrum künstlerischer Exzellenz entwickelt, das allen offensteht, auch den Einwohnern von Bormes-les-Mimosas.
Der Unterricht in der villa Théo beschränkt sich nicht nur auf die Malerei. Er deckt ein breites Spektrum künstlerischer Disziplinen ab, darunter Zeichnen, Pastell, Töpferei und Keramik, sodass jedes Mitglied seinen eigenen kreativen Weg finden kann.
Heute stützt sich der Verein auf einen soliden Vorstand, bestehend aus Jacky Détot, Béatrice Barouin, Françoise Goux, Bruno Lehaut, Nicole Henri, Odile Yvorra-Simon, Marie Dancoing, Lucie Eyermann und Fabienne Warson.
Die pädagogische Leitung wird von leidenschaftlichen Lehrern wie Paule Forner für Malerei, Zeichnen und Pastell, Florence Portal für Aquarell oder auch Stéphane Jacson, Laurie Giraud und Edith Besson für Töpferei übernommen.
Obwohl sich das Atelier auf die Ausbildung konzentriert, bleibt die Erinnerung an die großen Kulturreisen, die in der Vergangenheit nach Paris, New York, Milan oder Barcelone organisiert wurden, lebendig und lässt die Möglichkeit offen, solche Initiativen in Zukunft wiederzubeleben.
Artikel aus der Printausgabe von La Gazette du Var