06.09.2026
La gazettedu Var
La gazettedu Var

Ein Leitfaden zur Steuerung der Entwicklung des Agritourismus

Die Präfektur von Var veröffentlicht einen Leitfaden, um den Aufschwung des Agritourismus zu begleiten und landwirtschaftliche Flächen zu schützen.

FPVon Fotos Philippe OLIVIERJournalist 7. September 2026 Lesezeit: 2 Min.
Un guide pour encadrer le développement de l'agritourisme
Un guide pour encadrer le développement de l'agritourisme© La Gazette du Var
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Angesichts wirtschaftlicher und klimatischer Unwägbarkeiten etabliert sich der Agritourismus als strategischer Diversifizierungsweg für die Landwirte des Var.

Um diese Bewegung zu begleiten, hat die Präfektur in Zusammenarbeit mit dem Département, der Chambre d'Agriculture und Var Tourisme Anfang Juli die erste Ausgabe eines „Guide d'accompagnement des projets agritouristiques“ (Leitfaden zur Begleitung agritouristischer Projekte) veröffentlicht. Dieses Dokument soll Landwirten und Kommunen einen Rahmen bieten, um ein nachhaltiges Angebot aufzubauen.

Das Département ist in diesem Bereich bereits ein Vorreiter. Laut Atout France bieten 10 % des Betriebe im Var ein touristisches Angebot an, was dem Doppelten des nationalen Durchschnitts (5 %) entspricht. Diese Dynamik, die überwiegend vom Weintourismus getragen wird, stellt einen wichtigen wirtschaftlichen Hebel dar.

Ein bedeutendes wirtschaftliches Potenzial

Der Leitfaden betont, dass der Agritourismus Chancen zur Einkommensdiversifizierung, besseren Wertschöpfung von Produkten, Festigung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit und zur Schaffung von Arbeitsplätzen bietet. Für ein Gebiet, das jährlich 11 Millionen Touristen empfängt, ist das Potenzial immens.

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Diese Entwicklung muss jedoch kontrolliert erfolgen, um potenzielle Fehlentwicklungen zu vermeiden: Bodenversiegelung, Bodenspekulation, Zersiedelung der Landschaft oder unlauteren Wettbewerb.

Das Ziel besteht daher darin, den Agritourismus „in eine Dynamik der nachhaltigen Entwicklung einzubetten, indem er antizipiert, kontrolliert, in die Projekte der Gebiete integriert und respektvoll gegenüber der Umwelt, der bestehenden Wirtschaft, den Landschaften und der Bevölkerung gestaltet wird“, präzisiert die Präfektur.

Klärung der Städtebauregeln

Einer der wesentlichen Beiträge dieses Leitfadens besteht darin, die Komplexität der Städtebauregeln in landwirtschaftlichen und natürlichen Gebieten zu entmystifizieren. Er beschreibt die drei möglichen Szenarien für ein Projekt im Detail: ohne Neubau, innerhalb eines bestehenden Gebäudes oder durch einen Neubau.

Das Dokument erläutert die strengen Bedingungen für die Errichtung neuer Gebäude, die im Plan Local d'Urbanisme (PLU) häufig die Nutzung eines STECAL (Sektor mit begrenzter Größe und Aufnahmekapazität) erfordern.

Durch die Bereitstellung von Analyseraster und die Präzisierung der Rolle der CDPENAF (Commission de Préservation des Espaces Naturels, Agricoles et Forestiers) soll der Leitfaden Projektträgern Sicherheit geben, insbesondere jenen aus anderen Branchen als dem Weinbau (Viehzucht, Gemüsebau, Imkerei).

Eine Begleitung nach Maß

Diese Veröffentlichung ist Teil einer Strategie, die 2025 mit der Einrichtung eines Steuerungsausschusses „Agritourisme dans Le Var“ initiiert wurde. Die konkreteste Maßnahme ist die Einrichtung einer einzigen kantonalen Anlaufstelle für Landwirte.

Diese von der Chambre d'Agriculture du Var geleitete Anlaufstelle wird die Betriebsleiter anleiten und den Dialog mit den staatlichen Stellen und den Kommunen von der ersten Idee bis zur Realisierung des Projekts erleichtern.

Präfekt Simon Babre und Sylvain Audemard, Präsident der Chambre d'Agriculture, begrüßten diesen kollektiven Ansatz: „Diese Diversifizierung ist ein wichtiger Hebel zur Konsolidierung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit der Betriebe, während sie gleichzeitig die landwirtschaftliche Struktur unterstützt, die ein Garant für unsere Ernährungssouveränität und die Vitalität der Regionen ist“.

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Fotos Philippe OLIVIER.