Hinter der Geschichte: Das gebrochene Schicksal des 20-jährigen Fliegers Pépino
Bei den Befreiungsfeiern beleuchtete Stéphane Rambaud die Geschichte von Pépino, einem 20-jährigen Flieger.

Im Rahmen der Gedenkfeiern zur Befreiung der Stadt beleuchtete der Abgeordnete des 3. Wahlkreises des Var, Stéphane Rambaud, das Schicksal eines verkandten Helden, der symbolisch für die für die Freiheit erbrachten Opfer steht.
Der Abgeordnete erinnerte daran, dass sich hinter den historischen Daten der Landung in der Provence, bei der die alliierten Streitkräfte, die 1ère Division française libre und die lokalen Widerstandskämpfer ihre Kräfte bündelten, unzählige menschliche Schicksale verbergen.
Darunter ist auch die Geschichte eines jungen kanadischen Fliegers von 20 Jahren, der nur unter dem Namen „Pépino“ bekannt war.
Ein über dem Boden des Var abgeschossener Flieger
Am 29. April 1944, mehrere Monate vor der Landung, wird das Flugzeug dieses Piloten der Royal Air Force (RAF) von der deutschen Jagdwaffe über dem Massif des Maures abgeschossen. Dem jungen Mann gelingt es, mit dem Fallschirm abzuspringen und der Gefangennahme zu entkommen.
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Damit beginnt für ihn ein Leben im Untergrund und im Überlebenskampf, geprägt von der Solidarität der Einwohner. Aufgenommen und versteckt von Familien des Weilers Borrels und geschützt durch den Maquis des Var, verbringt „Pépino“ fast drei Monate im Verborgenen und arbeitet als Holzfäller im Wald, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und seinen Beschützern zu helfen.
Seine Geschichte veranschaulicht den Mut der Zivilisten, die unter Lebensgefahr den Kampf gegen die Besatzer unterstützten.
Ein Geheimnis, das bleibt
Bis heute bleibt die vollständige Identität dieses Soldaten rätselhaft. Nur sein Spitzname „Pépino“ steht auf dem Kriegerdenkmal der Stadt Hyères, während seine sterblichen Überreste auf dem Militärfriedhof von La Londe-les-Maures ruhen.
Das Symbol der Befreiung
Für Stéphane Rambaud verkörpert dieses tragische Schicksal die wahre Bedeutung der Befreiung: „Seine Geschichte erinnert uns daran, dass die Befreiung nicht nur ein Datum in den Geschichtsbüchern ist. Sie besteht aus Mut, Opfern, Solidarität und gebrochenen Schicksalen“, schloss der Parlamentarier.
Foto Philippe OLIVIER.