27.07.2026

Business Maritime Day: Toulon weist den Weg für die Häfen der Zukunft

Am 17. September zog der 3. Business Maritime Day rund 200 Akteure aus Wirtschaft und Industrie an, um über die Häfen der Zukunft zu debattieren.

RGVon Rédaction Gazette du VarJournalist 20. Oktober 2025 Lesezeit: 3 Min.
Business Maritime Day, Toulon trace la voie des ports du futur
Business Maritime Day, Toulon trace la voie des ports du futur© La Gazette du Var
Teilen

Die von den Ports Rade de Toulon der CCI du Var organisierte Veranstaltung stärkte die Positionierung des Hafens als Pionier und mediterranes Labor für nachhaltige Häfen. Eine gemeinsame Erkenntnis: Um erfolgreich zu sein, muss der Wandel systemisch und kollaborativ sein. WIRTSCHAFT UND ÖKOLOGISCHER WANDEL Der Tag begann mit einer starken Botschaft: „Wirtschaftliche Entwicklung und ökologische Wende schließen sich nicht aus, ganz im Gegenteil.

Business Maritime Day, Toulon trace la voie des ports du futur

Sie müssen gemeinsam voranschreiten“, erklärte Hervé Stassinos, Vizepräsident der Métropole Toulon Provence Méditerranée und Regionalrat. Eine Botschaft, die von Céline Richaud, Vizepräsidentin der CCI du Var, aufgegriffen wurde, die daran erinnerte: „Der Hafen steht im Zentrum einer Region im vollen Wandel, und die mit CENAQ und der Green Bay-Zertifizierung eingeleitete Dynamik legt bereits die Grundlagen für den Hafen der Zukunft.“ Christine Rosso, Direktorin für Häfen und Konzessionen bei der CCI du Var, fügte hinzu: „Es ist an der Zeit, über die reine Frage der Dekarbonisierung hinauszugehen und die neun planetaren Grenzen als neuen Handlungsrahmen zu integrieren.

Heute wird unser Hafen zu einem Katalysator des Wandels. Der Kurs ist klar: Schritt für Schritt vorangehen, innovieren und kooperieren.“ Sie begrüßte auch die Präsenz von Unternehmen und französischen Häfen aus anderen französischen Regionen (Alsace, Région parisienne, Rhône-Alpes) und erinnerte an die Bedeutung des Erfahrungsaustauschs und einer kollektiven Strategie.

WÜNSCHENSWERTE ÖKOLOGIE Der Autor und Referent Côme Girschig lud dazu ein, kollektive Narrative zu überdenken: „Der Wandel darf nicht nur von Angst geleitet werden. Es sind das Verlangen, die Verbindung und die kollektive Lust, die zu den Motoren einer positiven Veränderung werden müssen.“ Anhand der Metapher des Rubik's Cube zeigte er, dass die Wende eine globale Strategie erfordert: „Man kann eine Seite nicht verändern, ohne die anderen zu berücksichtigen.

Business Maritime Day, Toulon trace la voie des ports du futur

Diese Strategie erfordert einen tiefgreifenden Wandel der wirtschaftlichen und kulturellen Paradigmen (...) Die biologische Vielfalt ist in großer Gefahr, alle zehn Minuten stirbt eine Art aus. Dennoch ist ein Handeln noch möglich: Ozon ist ein erfolgreiches Beispiel für internationale Zusammenarbeit, die es ermöglicht, die schützende Ozonschicht der Atmosphäre wiederherzustellen.

In ihrem Rahmen können Häfen und Wirtschaftsakteure einen Beitrag leisten, indem sie ihre Nutzungspraktiken überdenken und die kollektive Vorstellungskraft mobilisieren, um Ideen in konkrete Taten umzusetzen. Betrachten Sie sich als Teil der Lösung“, schloss der Referent. ZUKUNFTSSZENARIEN Das Vorstellen von morgen steht im Mittelpunkt der Studie Infraport, die von Frédéric Descombes (CEA) vorgestellt und gemeinsam mit Bouygues, EDF, Schneider Electric, Eneria, Vicat, der Union des Ports de France und dem CEREMA durchgeführt wurde.

Business Maritime Day, Toulon trace la voie des ports du futur

Diese Forschungsarbeit untersucht die Herausforderungen, die Häfen bis zum Jahr 2070 erwarten: steigender Meeresspiegel, Verknappung des Süßwassers, Intensivierung von Stürmen, extreme Hitze und der Wandel der Wirtschaftsmodelle. Angesichts dieser Herausforderungen identifiziert die Studie Chancen rund um den Wassermarkt. Häfen können zu Energieproduzenten werden und eine Schlüsselrolle in der regenerativen Wirtschaft und der Gesellschaft von morgen spielen, indem sie sich in echte Lebensorte vor den Toren der Stadt verwandeln.

Drei Zukunftsszenarien zeichnen sich ab: der „Insel“-Hafen, autonom und überflutbar mit touristischer Dimension, der „Austern“-Hafen, resilient und von der Natur inspiriert, geschützt durch Deiche, und der „polymorphe“ Hafen, schwimmend und multifunktional, gebaut aus ausgemusterten Schiffen. Dank seiner Größe und Flexibilität kann Toulon diese Wege erproben und eine Pionierrolle bei ihrer Umsetzung einnehmen. „Die planetaren Grenzen sind kein unabwendbares Schicksal, sie sind ein Aufruf an die kollektive Vorstellungskraft.

Toulon muss ein Ort sein, an dem völlig neue Lösungen erfunden werden, an dem sich die Wirtschaft in den Dienst des Lebendigen stellt und an dem das Meer wieder zu einem Zukunftsversprechen wird“, schloss Christine Rosso.

Business Maritime Day, Toulon trace la voie des ports du futur

Fotos Philippe OLIVIER.