27.07.2026

Erste erfolgreiche Versenkung eines Pottwal-Kadavers vor Corse

Vom 18. bis 20. Juli fand vor Calvi im Sanctuaire Pelagos eine Operation mit der ersten erfolgreichen Umsetzung des Immercet-Protokolls statt.

RGVon Rédaction Gazette du VarJournalist 20. Oktober 2025 Lesezeit: 1 Min.
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Diese Vorrichtung ermöglicht die Versenkung der Kadaver großer Wale, die eine Gefahr für die Schifffahrt darstellen. Eine ökologische Alternative zu traditionellen Methoden, die neue wissenschaftliche Perspektiven eröffnet. Das Sanctuaire Pelagos, das auf ein 1999 zwischen France, Italie und der Principauté de Monaco geschlossenes internationales Abkommen zurückgeht und 2002 in Kraft trat, hat zum Ziel, die Meeressäuger der Méditerranée und ihre Lebensräume vor menschlichen Einflüssen zu schützen. Wenn große Meeressäuger in der Méditerranée sterben, hauptsächlich Finnwale und Pottwale, können ihre treibenden Kadaver eine erhebliche Gefahr für den Schiffsverkehr darstellen. Bisher wurden zwei Methoden zu ihrer Bewältigung eingesetzt: die Tierkörperbeseitigung, die oft langwierig und komplex in der Umsetzung ist und gesundheitliche Risiken bergen kann, oder die Sprengung auf offener See, die eine Quelle von Lärmbelästigung für die Unterwasserfauna sein kann. Um eine sicherere und umweltfreundlichere Alternative anzubieten, wurde 2016 die Immercet-Vorrichtung entwickelt, basierend auf einer auf Hawaii entwickelten Methodik, durch das Groupement d'intérêt scientifique pour les mammifères marins de Méditerranée (GIS3M, heute MIRACETI), in Zusammenarbeit mit dem Parc national de Port-Cros im Rahmen seiner französischen Koordinationsaufgabe für das Sanctuaire Pelagos und der Préfecture maritime de la Méditerranée. Diese Methode besteht darin, die Kadaver großer Wale in tiefe Meeresgebiete zu schleppen, wo sie anschließend beschwert und versenkt werden. Sie verhindert so deren Stranden an den Küsten und gibt gleichzeitig den noch wenig bekannten Lebensgemeinschaften des Meeresbodens eine Oase des Lebens zurück. •