Das CHITS, Botschafter-Krankenhaus für Organspende
Das Centre Hospitalier Intercommunal de Toulon – La Seyne-sur-Mer (CHITS) engagiert sich für Solidarität und öffentliche Gesundheit.

Am 7. November wurde die Einrichtung offiziell zum Botschafter-Krankenhaus für Organspende, indem sie eine Verpflichtungs-Charta mit dem Collectif Greffes+ unterzeichnete. Die Unterzeichnung fand im Beisein des Direktors des CHITS, Yann Le Bras, von Marie Georges, der Präsidentin von France ADOT 83, und von Anne-Marie Nicolle, der Delegierten des Vereins „Vaincre la Mucoviscidose“, statt. Diese Initiative ist Teil einer nationalen Bewegung zur Förderung der Organspende, einer lebenswichtigen Geste, die jedes Jahr Tausende von Menschenleben rettet.
Mit fast 30 entnommenen Organen pro Jahr spielt die Krankenhauskoordination für Organ- und Gewebespende des CHITS eine wesentliche Rolle. Seine Teams übernehmen die Erfassung potenzieller Spender, die Begleitung der Familien, die Organisation der Entnahmen, die Ausbildung des Pflegepersonals und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit.
Durch den Status als Botschafter-Krankenhaus wird das CHITS die Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen für sein Personal, seine Patienten und Besucher verstärken. Ziel ist es, daran zu erinnern, dass die Organspende eine Geste der Solidarität ist und dass jeder Leben retten kann, indem er einfach mit seinen Angehörigen darüber spricht.
• HINWEIS... Eine Geste der Solidarität und der Brüderlichkeit. Das französische Gesetz sieht vor, dass „wir alle Spender sind“, es sei denn, wir haben zu Lebzeiten unseren Widerspruch geäußert.

Trotz des Engagements von medizinischen Fachkräften, Verbänden und der Agence de la biomédecine bleibt die Zahl der durchgeführten Transplantationen unzureichend. Jeden Tag sterben in France zwei bis drei Menschen mangels verfügbarer Organe. Es ist daher unerlässlich, dieser vorrangigen Herausforderung der öffentlichen Gesundheit eine breite Sichtbarkeit zu verleihen, damit jeder Franzose seinen Angehörigen seine Entscheidung bezüglich der Organ- und Gewebespende nach seinem Tod mitteilen kann.
Das Gesetz sieht vor, dass die Angehörigen über den Willen des Verstorbenen befragt werden, wenn eine Organ- oder Gewebeentnahme möglich ist. Obwohl weit mehr als 80 % der Franzosen dem positiv gegenüberstehen, hat weniger als jeder Zweite darüber gesprochen, sodass ihr Wille nicht respektiert werden kann.
In einem Drittel der Fälle ziehen es die Angehörigen im Zweifelsfall vor, einen Widerspruch zu äußern, und die Entnahme kann nicht stattfinden.

Fotos PRESSE AGENCE.