27.07.2026

Maxime Ghinozzi gibt Druckzentren eine Stimme

Maxime Ghinozzi, Student an der École Nationale de l’Audiovisuel (ENSAV) in Toulouse, etabliert sich im Kino mit seinem Film „Dernière tribune“.

RGVon Rédaction Gazette du VarJournalist 12. Januar 2026 Lesezeit: 2 Min.
Maxime Ghinozzi donne une voix aux centres d’impression
Maxime Ghinozzi donne une voix aux centres d’impression© La Gazette du Var
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„DERNIÈRE TRIBUNE“ Der aus Sanary-sur-Mer stammende junge Regisseur hat seinen akademischen Weg in eine Leidenschaft für das Kino verwandelt, während er gleichzeitig eine unzertrennliche Verbindung zum Journalismus beibehalten hat. SPRUNGBRETT Bereits in der Mittelschule steht Maxime vor der entscheidenden Frage der Berufsorientierung. Obwohl ihn sein Instinkt zunächst zum Journalismus drängte, entdeckte er erst am Gymnasium die Spezialisierung Kino und audiovisuelle Medien.

Diese Option, die er in der Hoffnung wählte, seine journalistische Ausbildung zu bereichern, wurde zu einem Sprungbrett für seine aufkeimende Leidenschaft für die siebte Kunst.

Maxime Ghinozzi donne une voix aux centres d’impression

Seine Lehrer bemerkten die Verbindung zwischen seinen Werken und dem Journalismus, insbesondere in seinem dokumentarischen Ansatz. Sein vorheriger Film „Janvier moche“ hatte diese Erkundung bereits begonnen. Im Rahmen seines Studiums erstellte Maxime eine Arbeit zum Thema Schweigen.

Nachdem er über Demonstrationen gegen die Rentenreformen berichtet hatte, hinterfragte er das Fehlen einer Stimme der Demonstranten. Diese Überlegung brachte ihn dazu, sich für Zeitungsdruckzentren zu interessieren, ein Thema, das in den Medien kaum Beachtung findet. Nach einem Interview mit Cédric Caubère, dem Departementssekretär der CGT der Haute-Garonne, entdeckte er das Druckzentrum von Escalquens, das zum Herzstück seines Projekts wurde.

Während zweier Abende in dieser Fabrik tauchte Maxime in den Alltag der Angestellten ein. Er erfuhr, dass die Schließung zwar nicht unmittelbar bevorsteht, der stetige Rückgang der Druckauflagen jedoch ein unvermeidliches Ende ankündigt. Von dieser Realität berührt, beschloss er, diesen Arbeitern, die in den Medienberichten oft vergessen werden, eine Stimme zu geben.

als eine Metapher für das Schweigen der Mitarbeiter, die den Kontrast zwischen der Hektik der Produktion und der gesellschaftlichen Vergessenheit unterstreicht. Mit einem kühnen Montage-Ansatz arbeitete er mit seinem Team zusammen und ermutigte jeden, seine Kreativität auszudrücken, während er gleichzeitig der Leitidee des Films diente: der lautlosen Schließung eines Druckzentrums.

„Dernière tribune“ wird auf dem nächsten Festival von Bandol präsentiert und markiert einen wichtigen Meilenstein in der Karriere dieses vielversprechenden jungen Regisseurs. Schließlich arbeitet Maxime an einem Spielfilmprojekt, was eine Zukunft voller Filmschöpfungen erahnen lässt.

Finden Sie den Film „Dernière tribune“ auf YouTube: https://youtu. be/SkT4ZzU0H2Y? si=Z5-xvdfx9cnp7iu

Laurette PARAY - Foto DR.