Max Bauer: „Haben Sie Ernährungssouveränität gesagt“?
Im Dezember nahm Max Bauer, Vertreter der Coordination Rurale, an den Arbeiten der Fachgruppe für spezielle pflanzliche Erzeugnisse teil.

Das Treffen fand im Ministerium für Landwirtschaft im Rahmen der Konferenzen zur Ernährungssouveränität statt. Das am 24. März 2025 verkündete Landwirtschaftsorientierungsgesetz sieht Konferenzen zur Ernährungssouveränität vor, die die landwirtschaftlichen Sektoren zusammenbringen und 2026 unter der Schirmherrschaft von FranceAgriMer organisiert werden. Bei dieser Gelegenheit erklärte die Ministerin: „Es geht darum, dass die Sektoren gemeinsam mit dem Staat einen Plan zur Ernährungssouveränität für die kommenden zehn Jahre ausarbeiten.“

RÜCKEROBERUNG DES INLANDSMARKTS „Sie möchte Marktanteile auf dem Inlandsmarkt zurückerobern, wohlwissend, dass heute in Frankreich jedes zweite Geflügel, 70 % der konsumierten Früchte und sogar 85 % der Schnittblumen importiert werden. Ihr Ziel ist es, an einem qualitativen Einstiegssegment zu arbeiten.
„Aber ist sie sich bewusst, dass diese Rückeroberung nicht ‚mit einem Fingerschnippen‘ geschehen wird?“, analysiert Max Bauer. In dieser Hinsicht bleibt der Agrargewerkschafter sehr skeptisch: „Ich glaube nicht, dass wir in wenigen Monaten in der Lage sein werden, Fragen wie die Produktionskosten je nach Region zu beantworten, ganz zu schweigen von anderen Parametern, die noch schwieriger zu quantifizieren sind.“
Die Bilanz ist umso bitterer, wenn man sich die Ergebnisse der Egalim-Gesetze ansieht. „Es gab 3 Egalim-Gesetze, die in den Jahren 2018, 2021 und 2023 verabschiedet wurden, und das ursprüngliche Egalim-Gesetz, genannt ‚Egalim 1‘, ging aus den États généraux de l'alimentation hervor, die 2017 stattfanden. Warum das erste Gesetz?
Für das Gleichgewicht der Handelsbeziehungen im Agrarsektor und eine gesunde und nachhaltige Ernährung hatte dieses im Oktober 2018 verabschiedete Gesetz (insbesondere) zum Ziel, die Jagd nach Tiefstpreisen einzudämmen, um die Vergütung der Landwirte zu verbessern und die landwirtschaftliche Produktion besser aufzuwerten.
Am Ende ist die Bilanz recht mager. Zwar sind die Probleme mit Wettbewerbsverzerrungen, technischen Sackgassen, hohen administrativen Hürden und dem Zugang zu Wasser erkannt, doch der Staat gibt uns keine Heilmittel, sondern Palliativmedizin. In der Zwischenzeit werden Produktionen eingestellt, landwirtschaftliche Betriebe verschwinden.
Das Unbehagen sitzt tief und der Ärger wächst. Es besteht ein großes Risiko, die Situation nicht mehr kontrollieren zu können. Wir müssen das Getue einiger Politiker und die Ankündigungseffekte, die keine Ergebnisse bringen, stoppen. Gesetze zu verabschieden ist gut, aber sie müssten auch angewendet werden“, schließt
skeptisch Max Bauer.
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