Laure Lavalette will wieder an die maritime Identität der Stadt anknüpfen
Vor 1.500 Menschen stellte die Abgeordnete des Var ein Team aus der Zivilgesellschaft und ein auf Sicherheit ausgerichtetes Programm vor.


C'est l'organisation a dû « pousser les murs » pour accueillir les sympathisants. Le 14 janvier, elle a lancé sa campagne pour les élections municipales de Toulon sous le slogan « Un avenir pour Toulon ». La candidate a livré un discours mêlant récit personnel, critique du bilan sortant et propositions concrètes, à soixante jours du scrutin. « Vous êtes le cœur battant de Toulon », a lancé Laure Lavalette, visiblement émue, en égrenant les quartiers de la ville, du Mourillon au Pont du Las. Celle qui rappelle être arrivée dans la rade il y a près de 30 ans « par amour » entend transformer l'essai des législatives en conquête municipale.
Es ist eine Demonstration der Stärke, die Laure Lavalette in einem überfüllten Palais Neptune inszeniert hat, wo die Organisatoren „die Wände einreißen“ mussten, um alle Sympathisanten unterzubringen. Am 14. Januar startete sie ihre Kampagne für die Kommunalwahlen in Toulon unter dem Slogan „Un avenir pour Toulon“. Die Kandidatin hielt sechzig Tage vor der Wahl eine Rede, die persönliche Erzählungen, Kritik an der Bilanz der scheidenden Stadtführung und konkrete Vorschläge miteinander verband.
„Sie sind das schlagende Herz von Toulon“, rief Laure Lavalette sichtlich bewegt aus, während sie die Stadtteile von Mourillon bis Pont du Las aufzählte. Sie, die daran erinnerte, vor fast 30 Jahren „aus Liebe“ an die Bucht gekommen zu sein, will den Erfolg der Parlamentswahlen in einen Sieg bei den Kommunalwahlen verwandeln.
SICHERHEIT ALS ABSOLUTE PRIORITÄT Wenig überraschend bildet die Sicherheit den Eckpfeiler des Programms. Die Abgeordnete prangerte eine wachsende Unsicherheit und die „Leugnung“ des Staates an und landete einen großen Mediencoup, indem sie ihren zukünftigen Beigeordneten für Sicherheit vorstellte: Sébastien Soulé. Der seit dreißig Jahren im Dienst stehende Polizist, ehemalige Gewerkschaftsführer und Inspiration für den Film „Bac Nord“, hat sich der Liste angeschlossen, um „Toulon zu einer sicheren Stadt zu machen“.
Die Zusagen sind beziffert: Die Einstellung von Gemeindepolizisten soll zu einer Personalstärke von 200 Beamten führen (d. h. einer auf 1.000 Einwohner), zudem sollen eine Nachtbrigade und eine Verkehrsbrigade geschaffen sowie die Videoüberwachung ausgebaut werden. „Unsicherheit ist kein Schicksal, sondern die Folge einer Politik des Aufgebens“, betonte der Polizist und versprach eine enge Zusammenarbeit mit der Police nationale.
In den Bereichen Stadtplanung und Mobilität äußerte sich die Kandidatin sehr kritisch über das Erbe von Hubert Falco und der aktuellen Mehrheit und verwies auf das Fiasko des Straßenbahnprojekts und die Grenzen des derzeitigen Bus à Haut Niveau de Service (BHNS). „Wie kann man glauben, dass eine dritte Spur auf der A57 ausreichen wird?“, fragte sie sich.
Um die heikle Verkehrsfrage zu klären, schlägt Laure Lavalette eine völlig neue Methode vor: die Organisation eines kommunalen Referendums zu Beginn des Mandats. Die Einwohner von Toulon sollen zwischen Straßenbahn, BHNS, U-Bahn oder einer S-Bahn (RER métropolitain) wählen. In der Zwischenzeit verspricht sie einen „Fünfjahresplan zur Instandsetzung“ von Straßen und Gehwegen sowie den Ausbau von Radwegen.

Um ihrem Vorhaben Glaubwürdigkeit zu verleihen und den rein parteipolitischen Rahmen zu verlassen, hob die Kandidatin das vielfältige Profil ihrer Mitstreiter hervor. „Ich wollte keine politischen Persönlichkeiten, sondern Experten“, begründete sie. OFFENE LISTE Zu den bemerkenswerten Unterstützern gehören David Gérard, ehemaliger Spieler des Rugby Club Toulonnais (RCT), der als Beigeordneter für Sport im Gespräch ist, sowie Robin Cloedt, ehemaliger Mitarbeiter der UDI-Fraktion in der Assemblée nationale, der für soziale Angelegenheiten zuständig sein soll.
Die Liste umfasst auch Profile aus dem Kultur- und Eventbereich wie Fabien Sorrentino, Event-Organisator, oder Martine Favereau, Chorsängerin der Opéra de Toulon, deren Weiterbeschäftigung die Kandidatin angesichts drohender Entlassungen verteidigte. Die Anwesenheit von Frédéric Seillier, ehemaliger Boxmeister und Ex-Listenkollege von Hubert Falco, oder Amaury Navarranne, Regionalrat, verdeutlicht den Willen zur Einigung des rechten Spektrums und der lokalen Zivilgesellschaft.
Ökologie und Lebensqualität nehmen ebenfalls einen Teil des Programms ein, mit dem Versprechen einer Klimatisierung der Grundschulen bis zum Sommer 2027 und einer angestrebten Entsiegelung der Schulhöfe bis 2040. Laure Lavalette möchte wieder an die maritime Identität der Stadt anknüpfen, indem sie ein „großes Meereszentrum“ (grand centre de la mer) initiiert – ein touristisches und kulturelles Projekt, das die Besichtigung eines ausgemusterten Schiffes und ein Aquarium umfasst. Schließlich positionierte sie sich mit dem Aufruf zu einer „respektvollen und fröhlichen“ Kampagne als Alternative zu einer scheidenden Stadtführung, die sie als am Ende ihrer Kräfte ansieht.

Fotos Philippe OLIVIER.