Der Präfekt von Var intensiviert den Wirtschaftskrieg gegen den Drogenhandel
Während die Drogenkriminalität landesweit explodiert, verzeichnet das Var 2025 einen Rückgang der Delikte um 5,4 % – ein Ergebnis der Mobilisierung.

Es ist eine entschlossen offensive Bilanz, die am 5. Februar vorgestellt wurde. Flankiert von den Staatsanwälten von Toulon und Draguignan sowie den Chefs von Polizei, Gendarmerie und Zoll legte der Präfekt von Var die Kriminalitätszahlen für das vergangene Jahr vor. Während die Allgemeinkriminalität mit einem leichten Anstieg von 0,66 % „unter Kontrolle“ bleibt, kann der Staat an der Front des Drogenhandels entscheidende Punkte verbuchen.
EINE AUSNAHME IM VAR

Die Zahlen zeigen eine Besonderheit im Var. Während in Frankreich die Zahl der Drogendelikte um 7,6 % anstieg, gelang es im Var, den Trend umzukehren: Hier sank die Zahl um 5,4 % auf 6 339 festgestellte Taten im Jahr 2025. Diese „außergewöhnliche Mobilisierung“ der staatlichen Dienste ermöglichte es, rund einhundert Drogenumschlagplätze in der Region zu zerschlagen. Diese Effizienz spiegelt sich in spektakulären Beschlagnahmungen wider. Die Sicherheitskräfte stellten 482 kg Kokain sicher, was einer Steigerung von 133 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch der lokale Anbau bleibt nicht verschont: Die Beschlagnahmungen von Cannabispflanzen stiegen um 389 %, wobei 772 Pflanzen vernichtet wurden. Doch über die Beschlagnahmung von Produkten hinaus wird der Kampf nun auf finanziellem Terrain ausgetragen. Ziel ist es, die kriminellen Einnahmen auszutrocknen. „Der Staat trifft die Dealer dort, wo es wehtut: an der Geldbörse. Im Jahr 2025 erreichten die Immobilienbeschlagnahmungen die Rekordsumme von 11 226 985 €“, bestätigte der Vertreter des Staates. Hinzu kommen mehr als 4,6 Millionen € an beschlagnahmten Bankguthaben und Bargeld sowie die Konfiszierung von 103 Fahrzeugen. Auch der Zoll steht dem in nichts nach und verzeichnet einen Anstieg der verhängten Bußgelder um 40,8 % auf die schwindelerregende Gesamtsumme von über 15,8 Millionen €. Indem sie den „Nerv des Krieges“ angreifen, wollen die Behörden die Netzwerke zerschlagen, indem sie ihnen den Nutzen ihrer illegalen Gewinne entziehen.
NEUE ADMINISTRATIVE WAFFE

L'année 2025 marque aussi un tournant législatif avec la mise en œuvre de la loi du 13 juin 2025 « visant à sortir la France du piège du narcotrafic ». Ce nouvel arsenal juridique a permis au préfet du Var de durcir le ton concernant l'occupation des logements et de l'espace public. Le message est limpide : les trafiquants ne doivent plus se sentir chez eux dans les quartiers. Ainsi, 14 injonctions d’expulsion ont été adressées aux bailleurs pour déloger les locataires dont les activités nuisent à la tranquillité publique. En parallèle, l'arme administrative a été dégainée avec force : 45 arrêtés d’interdiction de paraître ont été pris, et 4 établissements commerciaux servant de couverture ou de lieux de blanchiment ont fait l’objet de fermetures administratives. Cette approche globale, mêlant répression judiciaire, saisies patrimoniales et sanctions administratives, semble porter ses fruits. En rendant la vie impossible aux trafiquants, tant sur leur lieu de vie que sur leurs comptes en banque, l’État espère pérenniser cette baisse de la délinquance liée aux drogues et restaurer la tranquillité des Varoises et des Varois.
KAMPF GEGEN HAUSBESETZUNGEN

Über die allgemeinen Sicherheitszahlen hinaus zeichnet sich ein wesentlicher Schwerpunkt beim Schutz des Eigentums und der Lebensqualität der Einwohner des Var ab. Für die Behörden gehört die Toleranz gegenüber Hausbesetzungen und rechtswidrigen Nutzungen fortan der Vergangenheit an. Das Phänomen der Hausbesetzungen, eine echte Plage für Eigentümer und Quelle von Spannungen in den Vierteln, fand ganz besondere Beachtung. Gestützt auf das Gesetz vom 27. Juli 2023 zum Schutz von Wohnraum vor illegaler Besetzung hat der Präfekt dieses Thema zu einer „prioritären Aufgabe des Departements“ erklärt. Während das Jahr 2023 nur 4 Räumungsanordnungen verzeichnete, bestätigt das Jahr 2025 den verstärkten Einsatz dieses Instruments mit 22 erlassenen Anordnungen, eine stabile Zahl im Vergleich zu 2024. Insgesamt wurden in drei Jahren 48 Anordnungen unterzeichnet, um die Immobilien ihren rechtmäßigen Eigentümern zurückzugeben. Das Vorgehen des Staates erweist sich als umso wirksamer, als es rechtlich absolut solide ist. Von den 10 Eilanträgen, die beim Tribunal administratif gegen diese Räumungen eingereicht wurden, wurden 9 abgewiesen, was das von der Präfektur eingeleitete Verfahren bestätigte. Diese rechtliche Robustheit ermöglicht es den Ordnungskräften, rasch einzugreifen und dem oft von den Opfern empfundenen Gefühl der Ohnmacht ein Ende zu setzen.
Foto Philippe OLIVIER.