Espace Albert-Camus: Eine umfassende technische und energetische Renovierung
Die Stadt hat die Sanierung des Espace Albert-Camus eingeleitet, ein Großprojekt über 17,7 Mio. €, das im zweiten Quartal 2029 abgeschlossen sein soll.

Es zeichnet sich eine strukturprägende Baustelle für die Gemeinde La Valette-du-Var ab. Nach einem im April 2025 eingeleiteten Planungswettbewerb mit 40 Bewerbungen wurde das Gewinnerteam im vergangenen Januar mit der Sanierung des Espace culturel Albert-Camus beauftragt. Dieses ehrgeizige Projekt zielt darauf ab, diese zentrale Einrichtung sowohl in energetischer als auch in funktionaler Hinsicht zu modernisieren und gleichzeitig die Nutzung des Standorts neu zu definieren.
INBETRIEBNAHME UND ANPASSUNG DES PARKHAUSES Das Arbeitsprogramm, dessen Entwurfsplanungen im März begonnen haben, widmet sich vorrangig dem langfristigen Erhalt der Bausubstanz. Der Basiseckpunkt sieht die vollständige Erneuerung der Bau- und Deckenabdichtung sowie die Anpassung der Brandschutzsysteme (SSI) an aktuelle Normen vor. Ein entscheidender Punkt für die Nutzer: Die Tiefgarage wird normgerecht instand gesetzt, um eine schnellstmögliche Wiedereröffnung zu ermöglichen.

Der Umweltaspekt nimmt in diesem Dossier eine zentrale Rolle ein. Die energetische Sanierung umfasst den Erhalt des Anschlusses an das Fernwärmenetz von La Coupiane, während die Unterstationen grundlegend erneuert und die Heizkörper ausgetauscht werden. Der thermische Komfort wird durch die Kühlung des Theaters, des Kinosaals und des Gebäudes „Le Président“ deutlich verbessert.
Auch die Luftqualität wird durch den Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung (Doppelstrom-Lüftung) und kontrollierter Wohnraumlüftung (VMC) in den Sanitäranlagen berücksichtigt.
NEUGESTALTUNG Die Maßnahme beschränkt sich nicht nur auf eine Anpassung an gesetzliche Vorgaben; sie überdenkt auch die Verkehrsführung und die Synergien zwischen den verschiedenen Abteilungen.
Das Gebäude „Le Président“ wird einer umfassenden Renovierung unterzogen, einschließlich der Anpassung der Tragfähigkeit der Decken an die neuen Nutzungen. Das Archiv wird ebenfalls renoviert und erweitert, wobei insbesondere ein gemeinsamer Zugang „Médiathèque – Archives“ geschaffen wird, um den Besucherstrom zu optimieren. Im Bereich der darstellenden Künste wird der Komplex aus Theater und Kino eine Teilumstrukturierung erfahren.
Auf dem Programm stehen: die Wärmedämmung der Säle, der Umbau des gemeinsamen Eingangs und die Schaffung eines eigenen Logistikzugangs für das Theater.

Das Projekt widmet sich auch den ungenutzten oder veralteten Räumlichkeiten. Die ehemalige Diskotech „La Tomate“ wird komplett entkernt. Zudem steht eine Budgetoption von 1,7 Millionen Euro im Raum, um dort Mehrzwecksäle einzurichten.
Im Außenbereich wird die Deckenplatte neu gestaltet, und das ehemalige, stillgelegte Schwimmbecken weicht einer Bepflanzung, die dem Komplex eine grüne Note verleiht.
Zudem wird auf dem Gelände eine einzige Hausmeisterwohnung beibehalten.
ZEITPLAN UND FINANZIERUNG Die Kosten der Maßnahme werden auf 17,7 Millionen Euro geschätzt. Dieser Betrag umfasst eine feste Tranche von 12,5 Millionen Euro, zu der zwei Optionen hinzukommen: 3,5 Millionen Euro für die Mediathek und 1,7 Millionen Euro für die Gestaltung von „La Tomate“.
Was den vorläufigen Zeitplan betrifft, so wird sich die Phase der Planungen und behördlichen Genehmigungen von März 2026 bis März 2027 erstrecken. Die eigentlichen Arbeiten sollen im zweiten Quartal 2027 beginnen, wobei die Fertigstellung für das zweite Quartal 2029 erwartet wird.
Fotos Philippe OLIVIER.