27.07.2026

Ein medizinisches Projekt zur langfristigen Sicherung der Gesundheitsversorgung

Die clinique de l’Espérance entsteht aus der Asche des ehemaligen hôpital Sainte-Marguerite neu.

RGVon Rédaction Gazette du VarJournalist 4. Mai 2026 Lesezeit: 3 Min.
Un projet médical pour pérenniser l’offre de soins
Un projet médical pour pérenniser l’offre de soins© La Gazette du Var
Teilen

Nach dem Brand des hôpital Sainte-Marguerite hat die Gruppe Almaviva Santé die Tätigkeit unter dem Namen clinique de l’Espérance wieder aufgenommen. Fast zwei Jahre nach dem Brand, der die Räumlichkeiten verwüstete und zur Schließung führte, schreibt das ehemalige Privatkrankenhaus Toulon Hyères Sainte-Marguerite ein neues Kapitel seiner Geschichte. Nach der Übernahme durch die Gruppe Almaviva Santé erhielt die nun « clinique de l’Espérance » getaufte Einrichtung die Genehmigungen der Agence Régionale de Santé (ARS), um den Betrieb wieder aufzunehmen und ein für die Bevölkerung des Raums Hyères unverzichtbares Versorgungsangebot wieder aufzubauen.

Un projet médical pour pérenniser l’offre de soins

110 ARBEITSPLÄTZE Der Brand in der Nacht vom 24. auf den 25. Mai 2024 hatte zur vollständigen Einstellung des Betriebs, zur Aussetzung der Genehmigungen und zu einem Insolvenzverfahren geführt. Am 7. Mai 2025 bestätigte das tribunal de commerce de Toulon den Übernahmeplan zugunsten der Gruppe Almaviva Santé, unter der Bedingung, dass die neuen Genehmigungen der ARS erteilt werden. Dieses Übernahmeprojekt ermöglichte zudem den Erhalt von 110 Arbeitsplätzen, was einen bedeutenden sozialen Aspekt für die Region darstellt.

Zudem erteilte die ARS Provence-Alpes-Côte d'Azur im Laufe des Jahres 2025 mehrere strategische Genehmigungen. Bereits am 28. April bestätigten Beschlüsse die Wiederaufnahme der Behandlungen der chronischen Niereninsuffizienz durch Hämodialyse sowie der medizinischen und chirurgischen Abteilungen für Erwachsene. Eine zusätzliche Genehmigung vom 3. Dezember 2025 bestätigte den neuen Standort des Hämodialysezentrums auf dem Gelände der clinique de l’Espérance selbst.

Das Herzstück der neuen Klinik bildet ein besonders breites chirurgisches Angebot, sowohl stationär als auch ambulant. Die genehmigten Fachbereiche decken ein großes Spektrum an Bedürfnissen ab: Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Stomatologie und Oralchirurgie; Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie; Viszeral- und Abdominalchirurgie; Gynäkologie (ohne Entbindungen); Ophthalmologie; Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO); Urologie; orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie sowie plastische und rekonstruktive Chirurgie. Die Einrichtung ist zudem berechtigt, spezifische und technische Eingriffe durchzuführen, insbesondere das Einsetzen von suburethralen Schlingen zur Behandlung von weiblicher Harninkontinenz und das Einsetzen von Implantaten zur Behandlung des Prolapses der Beckenorgane, gemäß den Bestimmungen des Code de la santé publique.

In der Phase des Kapazitätsaufbaus wird die Klinik eine bedeutende Aufnahmekapazität bereitstellen. Das medizinische Konzept sieht eine medizinische Abteilung mit etwa 20 Betten, eine Station für stationäre Chirurgie mit 20 bis 30 Betten und eine Überwachungsstation mit 15 Betten vor. Für kürzere Eingriffe wird eine ambulante Chirurgie- und Endoskopieabteilung 30 Plätze bieten.

Das Dialysezentrum, das vorübergehend nach Toulon verlegt wurde, wird langfristig über 25 Plätze verfügen, darunter eine Notfallbox. Sämtliche Stationen für den Krankenhausaufenthalt werden auf die zweite und dritte Etage des renovierten Gebäudes aufgeteilt.

Die Klinik wird nicht isoliert arbeiten. Um eine umfassende und reibungslose Versorgung der Patienten zu gewährleisten, hat sie Vereinbarungen mit Schlüsselakteuren des lokalen Gesundheitswesens geschlossen. Es besteht eine Partnerschaft mit dem Centre Hospitalier Intercommunal de Toulon-La Seyne-sur-Mer (CHITS) für den Zugang zu Intensivpflegestationen für Erwachsene.

Weitere Vereinbarungen sichern den Zugang zur medizinischen Bildgebung (IMASUD), zur Laborbiologie (Cerballiance), zur Pathologie (Médipath) und zur Versorgung mit Blutprodukten (EFS). Durch die Integration in das regionale Notfallnetzwerk und den Aufbau von Verbindungen zu niedergelassenen Strukturen wie den Dispositifs d'Appui à la Coordination (DAC) und den Communautés Professionnelles Territoriales de Santé (CPTS) wird die Klinik die unverzichtbare Verbindung zwischen Krankenhaus und ambulanter Versorgung stärken.

Image 1
Image 2
Image 3

Fotos Philippe OLIVIER.