Eine nationale Ambition für die französische Blume
Für Arnaud Montebourg: „Die Souveränität des Gartenbausektors wird über die Produktion laufen.“

So zeichnete er am 14. April in Hyères die Konturen eines Plans zur Wiederbelebung des französischen Gartenbausektors und setzte dabei auf Investitionen und Produktion.
Als Leiter einer Arbeitsgruppe für Spezialkulturen brachte er den Gartenbausektor der Region Hyères zusammen, das schlagende Herz der französischen Schnittblume. Produzenten, institutionelle Vertreter und Experten befassten sich mit den Hebeln zur Stärkung einer strategischen lokalen Produktion, die mit internationalem Wettbewerb und zahlreichen regulatorischen sowie technischen Herausforderungen konfrontiert ist. Das Treffen fand im Beisein wichtiger Akteure des Sektors statt, darunter Vertreter der SICA Marché aux Fleurs, von FranceAgriMer, der DRAAF PACA und des Branchenverbands VAL'HOR mit seinem zehnten Präsidenten Max Bauer aus dem Erzeugerbereich.
Sinnbildliche lokale Erzeuger wie Clément Bruno und die EARL Francis Fourmillier nahmen an den Debatten teil, die bei einem Ortstermin fortgesetzt wurden.

Die Botschaft ist einstimmig, denn um die Zukunft zu sichern, muss mehr produziert und besser investiert werden.
PERSPEKTIVEN Der ehemalige Minister betonte die Notwendigkeit, Marktperspektiven für zehn Jahre zu schaffen, die sich in konkreten Zielen für zu bepflanzende Hektarflächen niederschlagen müssen. So ist die Stärkung des Sektors eine Frage der Souveränität. „Die Souveränität wird über die Produktion laufen, die Produktion über Investitionen und die Investitionen über solide Strukturen wie die SICA MAF“, bekräftigte er.
Da 80 % der französischen Schnittblumen aus ihrem Gebiet stammen, ist Hyères natürlich als Speerspitze dieses Rückgewinnungsprozesses prädestiniert, um seine Position als führendes nationales Gartenbauzentrum zu festigen.
„Über die strategischen Visionen hinaus haben die Gespräche die täglichen Schwierigkeiten der Erzeuger verdeutlicht. Die ‚phytosanitären Sackgassen‘ stellen ein großes Hindernis für die Produktion dar. Das Beispiel der Nematoden, die Pfingstrosenkulturen schwer schädigen, wurde besonders diskutiert“, berichtet Max Bauer.
Er fügt hinzu: „Angesichts dieser Problematik unterstützte er die Einführung pragmatischer und rascher regulatorischer Maßnahmen. Er plädierte für eine beschleunigte Zulassung bereits bewährter und für andere Kulturen wie den Gemüsebau zugelassener Lösungen. Er betonte, wie wichtig es sei, die Zulassungen für das Inverkehrbringen (AMM) für geringfügige Verwendungen auszuweiten und die gegenseitige Anerkennung von Zulassungen auf europäischer Ebene zu beschleunigen, um den französischen Gartenbauern dieselben Werkzeuge wie ihren Konkurrenten an die Hand zu geben.“
DIE SICA MAF ALS DREH- UND ANGELPUNKT DER STRATEGIE Der Besuch der Anlagen der SICA (Société d'Intérêt Collectif Agricole) Marché aux Fleurs d'Hyères unterstrich ihre zentrale Rolle im lokalen Gartenbau-Ökosystem. Die Genossenschaft ist ein unverzichtbares Instrument für die Erzeuger, da sie Investitionshilfen, eine präzise technische Begleitung und eine Diversifizierung der Sorten bietet, um Risiken besser zu verteilen und die Einnahmen über das Jahr hinweg auszugleichen. Dank eines Systems von Anbauerklärungen ermöglicht sie es, die auf den Markt gebrachten Mengen an die Nachfrage anzupassen und so einen Preisverfall zu verhindern.
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