27.07.2026

Lebensgeschichten im Rampenlicht

Auf Initiative der Petits Frères des Pauvres erweckte eine Ausstellung die Erinnerungen von 10 älteren Menschen zum Leben.

RGVon Rédaction Gazette du VarJournalist 15. Mai 2026 Lesezeit: 2 Min.
Des histoires de vie mises en lumière
Des histoires de vie mises en lumière© La Gazette du Var
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ENGAGEMENT Die 1946 gegründete Vereinigung setzt sich dafür ein, die Einsamkeit älterer Menschen zu durchbrechen, insbesondere der am stärksten benachteiligten. Ihre Arbeit basiert auf dem Aufbau sozialer Bindungen, die unerlässlich sind, um wieder Lebensfreude zu schenken. In La Garde setzt das Team von Coudon dieses Engagement seit 2006 dank seiner ehrenamtlichen Helfer täglich fort.

Zudem sucht sie nach neuen ehrenamtlichen Helfern, um isolierte ältere Menschen zu begleiten. Sie lädt jeden, der von einer Isolation betroffen ist, dazu ein, sich zu melden.

Eine ihrer jüngsten Aktionen fand am vergangenen 30. April statt. In ihren Räumlichkeiten präsentierte das Team die Ausstellung „Souvenirs partagés“ (vom 4. bis 8. Mai), das Ergebnis mehrwöchiger Begegnungen zwischen jungen Freiwilligen und isolierten älteren Menschen. In einer herzlichen und bewegenden Atmosphäre brachte die Vernissage ehrenamtliche Helfer, Begünstigte und Partner rund um ein zutiefst menschliches Projekt zusammen.

Im Mittelpunkt dieser Initiative steht die Weitergabe von Lebensgeschichten, die oft verkannt, manchmal erschütternd, aber immer voller Bedeutung sind. Mehrere Wochen lang trafen Mahéva und Laetitia, zwei Freiwillige im Service Civique, zehn von der Vereinigung begleitete ältere Menschen. Frauen und Männer in prekären und isolierten Lebenslagen, die sich bereit erklärten, ihre Erinnerungen zu teilen – von der Kindheit bis zu den prägenden Momenten ihres Lebens.

Aus diesem Austausch ging eine Broschüre hervor, die ihre Zeugnisse sammelt, aber auch künstlerische Kreationen, die in gemeinsamen Workshops entstanden sind: Zeichnungen, Gemälde und andere visuelle Ausdrucksformen, die von ihren Erinnerungen inspiriert wurden.

„Wir haben Geschichten gehört, die sowohl lustig als auch sehr schwer waren. Diese Erfahrung hat uns tief geprägt“, vertrauten die beiden jungen Frauen an. Nach ihrem Abschluss im Jahr 2025 entschieden sich Mahéva (Psychologie) und Laetitia (STAPS), sich acht Monate lang im Service Civique zu engagieren, während sie darauf warten, ihr Studium fortzusetzen.

Des histoires de vie mises en lumière

Für Laetitia hat diese Aufgabe eine starke persönliche Resonanz: „Ich habe vor Kurzem meine Großeltern verloren. Mein Engagement für ältere Menschen hat mir geholfen, mich selbst wieder aufzubauen und neues Vertrauen zu fassen.“ Eine Erfahrung, die ihre berufliche Orientierung beeinflussen könnte.

Und Mahéva fügt hinzu: „Ich habe vor, Psychologin zu werden, und habe ein wachsendes Interesse an der Begleitung älterer Menschen, die mit den Herausforderungen des Alterns konfrontiert sind.“ Das Ergebnis dieser kollektiven Arbeit schlug sich somit in dieser feinfühligen und authentischen Ausstellung nieder, die Texte, Bilder und Emotionen miteinander verbindet.

Foto PRESSE AGENCE.