Christian Candelier veredelt die Ästhetik des weiblichen Körpers
Nachdem er im Bankensektor erste Erfahrungen gesammelt hatte, beschloss Christian Candelier 2011, seiner Leidenschaft für das Modellieren zu folgen.

ZUR INFO... Seine Berufung offenbarte sich bei der Begegnung mit einer Bildhauerin, die bei einer Ausstellung das Publikum dazu aufforderte, die Emotionen zu spüren, die Ton übertragen kann. Diese Erfahrung löste bei ihm eine Offenbarung aus: das Modellieren nach lebendem Modell.
„Es war eine berauschende Entdeckung, die es mir ermöglichte, meinen Emotionen und Inspirationen durch einzigartige, auf die Weiblichkeit ausgerichtete Werke Leben einzuhauchen. Dank zahlreicher Praktika und Kurse habe ich die nötige Technik erworben, um mich auf diesen Weg zu begeben“, erzählt der Künstler.
Seitdem hat er an mehr als 90 Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen teilgenommen und verkauft seine Kreationen aus patinierter Terrakotta und Bronze sowohl in France als auch international. Er fährt fort: „Die Schönheit der natürlichen Rundungen, insbesondere jene des weiblichen Körpers, ist für mich eine unerschöpfliche Inspirationsquelle, ganz im Sinne von Meistern wie Rodin oder Camille Claudel. Ich bin auch fasziniert von den knorrigen Rundungen der Weinstöcke und stelle gerne eine Verbindung her zwischen dem Leben der weiblichen Körper und dem Lebenssaft der Natur, wobei ich mir sogar eine Mimikry zwischen diesen beiden Elementen vorstelle.“
ELEGANZ Sein künstlerischer Ansatz beruht auf dem Wunsch, die Ästhetik des Körpers zu veredeln, indem er einer figurativen Darstellung, die er manchmal zu vereinfachen versucht, einen Hauch von Erotik verleiht. Er lädt den Betrachter gerne dazu ein, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen, sei es durch eine auf eine Schulter gelegte Hand oder eine dekonstruierte Silhouette.

Über seine Arbeit ins Detail gehend, erklärt er: „Ich forme den Ton, um Serien von Originalwerken aus Bronze zu schaffen, von denen einige aus Wachskreationen entstehen. Meine Bronzen werden von der Fonderie Barthelemy in Crest hergestellt, die für ihr Know-how im Kunstguss bekannt ist und auch das neue liturgische Mobiliar von Notre-Dame de Paris gegossen hat. Jede meiner Kreationen wird von diesem Konzept geleitet, mit dem Ziel, den Betrachter mit weiblicher Eleganz in Staunen zu versetzen, insbesondere durch Schlapphüte sowie durch die Anmut und Bewegung von Silhouetten im Ungleichgewicht.“
Seine Fantasie lässt sich von den Posen lebender Modelle, Modefotografien, Parfüm- und Haute-Couture-Werbungen inspirieren, die sich durch ihre Eleganz auszeichnen. „Ich wurde auch von bestimmten Kunstwerken und zeitgenössischer Architektur beeinflusst, insbesondere von den fließenden Kreationen von Santiago Calatrava, in denen ich eine Verwandtschaft zwischen den architektonischen Kurven und jenen des menschlichen Körpers wahrnehme, was Leichtigkeit und Harmonie ausdrückt“, schließt Christian Candelier.
CHRISTIAN CANDELIER in den sozialen Netzwerken: Instagram: christian. candelier christian. candelier@gmail. com
Laurette PARAY - Foto Philippe OLIVIER.