20.09.2026
La gazettedu Var
La gazettedu Var

Feierliches Gedenken an die „tausend Gesichter“ der Freiheit

La Garde gedachte seiner Befreiung mit einer feierlichen Zeremonie zu Ehren der Vielfalt der Kämpfer von 1944.

FPVon Fotos PRESSE AGENCEJournalist 20. September 2026 Lesezeit: 3 Min.
Un hommage solennel aux « mille visages » de la Liberté
Un hommage solennel aux « mille visages » de la Liberté© La Gazette du Var
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Am 23. August gedachte La Garde des 82. Jahrestags seiner Befreiung mit einer emotionalen und feierlichen Zeremonie. In Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten, darunter der Abgeordnete Stéphane Rambaud und Jean-Louis Masson, Präsident des Departements und erster stellvertretender Bürgermeister der Stadt, hob die Veranstaltung die Vielfalt der Akteure hervor, die an der Landung in der Provence (Débarquement de Provence) und der Rückeroberung des nationalen Territoriums beteiligt waren.

Ein Perspektivwechsel

Weit entfernt von einem einfachen historischen Rückblick schlug Hélène Arnaud-Bill, die Bürgermeisterin, einen Perspektivwechsel vor und lud die Zuhörer ein, die Augusttage des Jahres 1944 durch die Augen derer nachzuerleben, die sie vor Ort miterlebt haben.

Um diesen persönlichen Ansatz zu verkörpern, erinnerte sie an den bewegenden Bericht von Andrée Perrot, die am 15. August 1944 zwölf Jahre alt war. Ihre Kindheitserinnerung an „Fallschirmjäger, die aus dem Wald kamen“, veranschaulichte die menschliche Erfahrung der Befreiung.

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Durch ihre Augen wurde die Militäroperation unter dem Codenamen „Dragoon“, an der mehr als 2.000 Schiffe beteiligt waren, wieder zu einer greifbaren und ungewissen Realität. Die Bürgermeisterin betonte so den Kontrast zwischen dem heutigen historischen Wissen und dem angstvollen Warten der damaligen Bevölkerung, die den Ausgang der Kämpfe nicht kannte und im Rhythmus der Explosionen und des Eintreffens der ersten alliierten Soldaten lebte.

Die „tausend Gesichter“ der Befreiung

Ihre Ehrung hob das menschliche Mosaik hervor, das die Anstrengung der Befreiung darstellte. Die Freiheit, die in der Provence Einzug hielt, hatte, so die Worte der Rede, „tausend Gesichter“. Jene der amerikanischen Fallschirmjäger und Kommandos, aber auch jene der Widerstandskämpfer (résistants) des Var, die aus dem Untergrund auftauchten, um an den Kämpfen teilzunehmen.

Ein herausragender Platz wurde der Vielfalt der Armée B von General de Lattre de Tassigny eingeräumt, dem Symbol für das wiederaufgebaute kämpfende Frankreich. Diese Armee umfasste die Freien Franzosen (Français libres) der ersten Stunde, Soldaten aus dem Mutterland und ein beträchtliches Kontingent aus dem Kolonialreich: Kämpfer aus Nordafrika, Schützen (tirailleurs), Spahis, Goumiers und Soldaten aus den Überseegebieten des Pazifiks. Alle unter derselben Flagge vereint, um das Vaterland zu befreien.

Die Bürgermeisterin bekräftigte auch die Bedeutung der Landung in der Provence, die im kollektiven Gedächtnis oft von der Landung in der Normandie überschattet wird. Der 15. August 1944 war nicht nur eine entscheidende strategische Operation, um den Besatzer in die Zange zu nehmen; er markierte vor allem die massive Rückkehr einer französischen Armee auf ihr eigenes Territorium. Dieses Ereignis hat den Einwohnern des Var eine besondere Verantwortung übertragen: diese Seite der Geschichte zu erzählen und lebendig zu halten.

Die „Routes varoises de la Liberté“

Daher die von Jean-Louis Masson getragene Initiative der „Routes varoises de la Liberté“. Dieses Erinnerungsprojekt hat die Geschichte im Alltag der Einwohner und Besucher sichtbar gemacht.

Indem sie das Gebiet mit Meilensteinen und erklärenden Schildern markieren, laden die „Routes varoises de la Liberté“ dazu ein, die lokalen Landschaften — eine Straße, einen Strand, einen Hügel — als geschichtsträchtige Orte neu zu entdecken. Der Rundweg ermöglicht es, dem Vormarsch der Truppen zu folgen, die Orte der Kämpfe und die Aktionen der Résistance zu lokalisieren, aber auch an die Leiden der Zivilbevölkerung und die immense Freude über die wiedererlangte Freiheit zu erinnern.

Es handelt sich um eine wesentliche Pflicht zur Weitergabe, damit die Erinnerung an die gebrachten Opfer nicht verblasst und zukünftige Generationen, symbolisiert durch die bei der Zeremonie anwesenden Kinder, weiterhin inspiriert. Denn die Freiheit, die damals tausend Gesichter hatte, ist heute ein gemeinsames Erbe.

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Fotos PRESSE AGENCE.