„Dass die Kinder den Wert des Friedens verstehen“!
Anlässlich der Gedenkfeier zum 107. Jahrestag des Waffenstillstands von 1918 am 11. November erinnerte Philippe Leonelli, der erste Magistrat...

Sich erinnern, damit kein auf unserem Denkmal eingemeißelter Name in Vergessenheit gerät. Am 11. November hielt France inne. Sie ging in sich und gedachte.
„Wir tragen gemeinsam die Last und das Licht eines unermesslichen Gedenkens: das von Millionen von Männern, die ihre Heimat, ihre Dörfer, ihre Familien verlassen haben, um die Freiheit und die Zukunft der Nation zu verteidigen. Einhundertsieben Jahre trennen uns von diesem Novembermorgen 1918, an dem die Waffen schwiegen“, erklärte der Bürgermeister. Aber die Zeit löscht nichts aus.
Ihre Stimmen leben in unseren Denkmälern, in unseren Familien, in unseren Werten und in jenen Briefen weiter, die wir wie Funken der Menschlichkeit inmitten des Chaos aufbewahren.
DIE KRAFT DURCHZUHALTEN „Um diese Zeremonie zu eröffnen, hören wir einen dieser Männer, der aus dem Schützengraben schreibt. „Du kannst dir keine Vorstellung davon machen, meine Liebe, was wir hier erleben. In diesem Tunnel sind wir zu Tausenden, zusammengepfercht in der eisigen Feuchtigkeit, während das Wasser an den Wänden herunterläuft.
Jede Nacht holen wir die Vorräte in der Nähe von Verdun unter Beschuss, und sehr oft haben wir in vierundzwanzig Stunden nur einen Bissen Brot. Und doch, wenn ein Brief, ein Paket, ein Wort ankommt – dann leuchten unsere Augen wie die von großen Kindern. Das ist es, woraus wir die Kraft schöpfen durchzuhalten“, fuhr der Abgeordnete fort (...)

Und dann kam dieser 11. November 1918. Um 11 Uhr läuteten die Glocken in den Dörfern von France. Die Kanonen schwiegen. Eine erschöpfte, gezeichnete, aber aufrechte Generation begriff damals, dass das Unfassbare aufhörte.
AUFRUF ZUR WACHSAMKEIT Philippe Leonelli fuhr fort: „Hören wir nun ein anderes Zeugnis, das eines jungen Soldaten, der vom Ende des Krieges erfährt. „Dir unsere Freude zu beschreiben, ist unmöglich. Die Kanone schweigt, die Glocken läuten, die Sonne scheint, und es ist das Ende des Krieges.
Mein erster Gedanke gilt denen, die ich liebe... für dich, Mama, und für unser Land, das wieder französisch geworden ist“.
Wenn wir diese Worte hören, verstehen wir, dass der 11. November kein in Stein gemeißeltes Datum ist. Es ist ein Atemzug. Es ist ein Erbe. Es ist die Erinnerung daran, was France erreichen kann, wenn sie aufrecht, würdevoll und vereint dasteht. Es ist auch ein Appell zur Wachsamkeit. Denn der Frieden ist niemals selbstverständlich. Er muss geschützt, gepflegt und weitergegeben werden.
Unsere Pflicht, hier in Cavalaire und überall in France, ist eine doppelte: Weitergeben, damit unsere Kinder den Wert des Friedens, der Freiheit und der Republik verstehen. Ich wende mich an euch, die heute anwesende Jugend. Was ihr ehrt, ist nicht die Vergangenheit: Es ist eure Zukunft.
Diese Männer haben ihre Jugend gegeben, damit ihr die eure habt. Und die schönste Art, sie zu respektieren, ist es, Bürger zu sein, die solidarisch, geschwisterlich, frei und verantwortungsbewusst sind.
An diesem 11. November 2025 gedenken wir den Poilus, den Verwundeten, den für France Gefallenen, den trauernden Familien und all jenen, die die Last des nationalen Schicksals getragen haben. Möge ihr Beispiel uns inspirieren. Möge ihr Mut uns leiten. Möge ihr Opfer uns weiterhin vereinen“, schloss der Bürgermeister von Cavalaire.

Philippe Leonelli a repris : « Écoutons maintenant un autre témoignage, celui d’un jeune soldat apprenant la fin de la guerre. « Te dire notre joie est impossible. Le canon s’est tu, les cloches sonnent, le soleil brille, et c’est la fin de la guerre. Ma première pensée va pour ceux que j’aime... pour toi, Maman, et pour notre pays redevenu français ». Quand nous entendons ces mots, nous comprenons que le 11 novembre n’est pas une date figée dans le marbre. C’est un souffle. C’est un héritage. C’est le rappel de ce que la France peut accomplir quand elle se tient debout, digne, unie. C’est aussi un appel à la vigilance. Car la paix n’est jamais acquise. Elle se protège, elle se cultive, elle se transmet. Notre devoir, ici à Cavalaire et partout en France, est double : Se souvenir, pour qu’aucun nom gravé sur notre monument ne s’éteigne dans l’oubli. Transmettre, pour que nos enfants comprennent la valeur de la paix, de la liberté, de la République. Je me tourne vers vous, jeunes présents aujourd’hui. Ce que vous honorez n’est pas le passé : c’est votre avenir. Ces hommes ont donné leur jeunesse pour que vous ayez la vôtre. Et la plus belle manière de les respecter, c’est d’être des citoyens, solidaires, fraternels, libres et responsables. En ce 11 novembre 2025, nous rendons hommage aux Poilus, aux blessés, aux morts pour la France, aux familles endeuillées, et à tous ceux qui ont porté le poids du destin national. Que leur exemple nous inspire. Que leur courage nous guide. Que leur sacrifice continue de nous rassembler », a conclu le maire de Cavalaire. •

Bernard JOBERT, maire de la Croix Valmer, Olivier CORNA, premier adjoint au maire de Cavalaire, Philippe VANDEVELDE, maître de cérémonie, adjoint aux associations patriotiques, Les élus, Les représentations des associations patriotiques, Les porte-drapeaux, Les enfants de l’école élémentaire la Roseraie, accompagnés de leur directeur Philippe DALMASSO, Les enfants de l’école Georges Selliez à la Croix Valmer, accompagnés de leur directrice Anne PODEVIN, Les enfants de la classe Défense, accompagnés de leur professeur Mme VIGUIER.
Fotos Ville de Cavalaire.